Meine erste Erfahrung mit sprudelnden Badebomben war ein Graus. Ich freute mich auf einen entspannten Spa-Sunday zu Hause, wollte baden, Mani-Pedi usw. machen. Ich hatte mich extra mit gold glitzernde Badebomben eingedeckt, obwohl ich sonst immer Badeöle benutzte.

Nach dem Baden kam dann das böse Erwachen: das ganze Glitzerzeugs war an den Wänden der Badewanne kleben geblieben! Ich durfte also gleich nach dem Entspannungsbad erst mal eine Viertelstunde das Bad putzen. Schön, gell? Da war die Entspannung gleich wieder dahin.

Trotz diesem Erlebnis finde ich Badebomben erstaunlicherweise eine coole Sache. Was hauptsächlich daran liegt, dass ich mir die Badebomben dann selbst gemacht habe. Das letzte Mal ist schon eine Weile her, also war es jetzt wieder einmal an der Zeit. Damit auch andere in den Genuss der eigenen Badebomen kommen (ohne Glitzerzeugs natürlich) dachte ich, zeige ich euch heute das Rezept.

Ich habe schon ein paar mal Pflegeprodukte zu Hause gemacht, wie zum Beispiel die Lotion Bars, Scrubs, oder Seifen, und ich muss sagen ich bin jedes Mal erstaunt wie einfach all es ist, eigene Bade- oder Beautyprodukte selbst herzustellen.

Die Vorteile vom Selbermachen liegen auf der Hand: es ist günstiger, man weiss genau welche Inhaltsstoffe drin sind, und ausserdem hat man mega Spass dabei. Es braucht ein paar Tricks und dann ist es ganz einfach, fast wie Backen!

Was ihr dazu braucht:

100g Natron
50g Maizena (Maisstärke)
50g Zitronensäure (erhältlich im Supermarkt oder in der Apotheke)
50g Bittersalz (ist dasselbe wie Epsom Salt – gibt’s in der Apotheke)
1 bis 1.5 TL Wasser
1 bis 1.25 TL Öl (Jojoba, Kokos, oder Olivenöl)
Ein paar Tropfen ätherisches Öl
Lebensmittelfarbe (Optional)
Blüten oder Deko zum Verzieren (Optional)
1 Akrylkugel (zwischen 4-6cm)

Diese Menge ist relativ gering und ergibt ca. 2 bis 3 Badebomben, je nach Grösse der Akrylkugel. Wenn ihr also viele verschiedene Badebomben machen möchtet, dann einfach die Menge verdoppeln oder verdreifachen, und jeweils mit einer anderen Farbe und Geschmack machen. So habt ihr am Ende eine schöne Auswahl.

Der Herstellungsprozess ist sehr einfach, aber ihr müsst ein paar wichtige Punkte beachten. Zuerst mischt man alle trockenen Zutaten (die ersten 4 auf der Liste) zusammen. Die Zitronensäure sollte man nicht einatmen, also achtet darauf diese nicht allzu schwungvoll darunter zu mischen.

In einem separaten Gefäss mischt ihr nun die flüssigen Zutaten. Achtet dabei, dass die Lebensmittelfarbe sich gut mit den restlichen Zutaten vermischt und keine Rückstände bildet.

Wichtig ist hier auch die Menge an ätherischem Öl. Ich habe zuerst einen ganzen Teelöffel genommen, was definitiv zu viel war. Je nach Marke, sind diese ätherischen Öle unterschiedlich intensiv. Versucht es zuerst nur mit ein paar Tropfen. Falls es zu wenig ist, könnt ihr später immer noch hinzufügen.

Nun vermischt die trockenen und die flüssigen Zutaten ganz langsam zusammen. Achtung, wenn es zu schnell gemischt wird, fängt es an zu sprudeln! Einfach schön langsam mit der Hand vermischen und kneten.

Wenn ihr die Mischung in den Händen zusammenknetet und sie nicht auseinander bricht, könnt ihr es in die Akrylkugel formen. Meistens muss man aber zuerst noch etwas Wasser hinzufügen, bis es soweit ist. In meinem Fall musste ich 1 bis 2 Teelöffel Wasser mehr hinzu geben.

Wenn es dann die richtige Konsistenz hat, ganz fest in die Kugel-Hälften reindrücken. Beide Hälften fest zusammendrücken um die Kugeln zu formen.

Bei diesem Schritt muss man etwas Geduld haben, da die Kugeln manchmal wieder zerbrösmeln (ich brauchte hier zwei Anläufe). Vorsichtig aus der Akrylkugel nehmen, und fertige Badebomben für ein paar Stunden trocknen lassen.

Ich habe drei Sorten gemacht: Lavendel, Orange und Blaue Winterabende. Man kann die Kugeln natürlich auch verzieren. Zum Beispiel bei einer Badebombe mit Lavendelgeschmack mit Lavendelblüten verzieren, usw.

Es hat wieder einmal richtig Spass gemacht diese Badebomben selbst zu machen.

Habt ihr auch schon probiert Beauty-Produkte selbst herzustellen?

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