Hamburg war eines dieser Städte, die ich schon lange besuchen wollte. Ich hatte schon vieles über diese Stadt gehört, und letzten Juni war es endlich soweit! Wir haben ein Mädelswochenende in Hamburg verbracht, und obwohl wir in diesen vier Tagen nicht alles sehen konnten, gab es uns doch einen guten Einblick in die Seele dieser Stadt.

Dabei habe ich einiges gelernt.  Wusstet Ihr zum Beispiel dass die Begrüssung „Moin“ nicht für „Morgen“ steht, wie ich immer dachte, sondern auf ostfriesisch „schön“ bzw. „gut“ bedeutet. Deshalb bekommt man „Moin“ auch den ganzen Tag zu hören, und nicht nur morgens.

Oder dass Hamburg eine sehr grüne Stadt ist, mit vielen Parks, Alleen und grüne Flächen, die einem das Gefühl von Gemütlichkeit vermitteln, trotz ihren fast 2 Millionen Einwohner.

Oder dass die Hamburger sehr sympatisch sind. Die Witze raffiniert, der Humor trocken. Genau nach meinem Geschmack. Oder wie es Daniel Haas auf Die Zeit so treffend beschreibt:

Der Hanseat, stets mit einem gefühlten Nieselregen im Gesicht, kultiviert ein tapferes Verhältnis zur Umwelt. Das Dasein mag ungemütlich sein, beschweren wird man sich darüber aber nicht, sondern höchstens mokieren – mit entsprechender Contenance.

Hach, ich schwärme schon.

Mein Tipp für jede Städtereise: Ein Rundgang mit dem Hop-on-Hop-off-Bus.

Früher verhasst weil so Touristisch, bin ich heute Fan von diesen Bussen. Man kriegt innert kürzester Zeit einen schnellen Überblick über die Stadt, und kann dann nachher entscheiden was man näher sehen möchte.

Das Hamburger Rathaus

Das Rathaus befindet sich im Zentrum von Hamburg. Auf seinem Turm befindet sich eine Phönix-Figur, die an den Großen Brand vor 175 Jahren erinnert. Über ein viertel der Stadt wurde dadurch zerstört! Die Hamburger haben darauf ihre Stadt umfassend renoviert und modernisiert, und sich dabei von der Renaissancearchitektur inspirieren lassen.

Der Phönix breitet die Flügel weit auseinander, und gleich darunter steht geschrieben: RESURGAM („Ich werde wieder auferstehen“). Ist das nicht schön?

Der Hafen

Ich liebe nicht nur Stadtpärke, sondern auch grosse Häfen. Ich weiss nicht warum, aber die riesigen Schiffe, die Meeresluft, die Krane, der Wind, das beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. Nachdem ich bereits Rotterdam und Antwerpen gesehen habe, konnte ich endlich auch den Hamburger Hafen aus meiner Bucketlist streichen.

Die Speicherstadt

Vor zwei Jahren wurde dieser Stadtteil Hamburgs zur UNESCO Weltkulturerbe deklariert. Wenn man durch die Speicherstadt fährt, bekommt man schlagartig das Gefühl 150 Jahre zurückversetzt zu werden. In diesen grossen Backsteinhäuser wurden früher Kaffee, Tee, Gewürze und sonst noch andere Waren aus der ganzen Welt gelagert.

 

Bei einer Durchfahrt durch die Speicherstadt sieht man übrigens auch die erst eröffnete und mittlerweile sehr berühmte Elphilharmonie, die vorallem wegen ihren hohen Baukosten in der Kritik stand. Aber sie ist wunderschön und die Akustik soll vom Besten sein.

Was Ihr auf keinem Fall verpassen solltet, ist das Internationale Maritime Museum  in Hamburg. Der Eintritt kostet nur EUR 13 aber Ihr bekommt einen Einblick in ganze 3’000 Jahre Seefahrtsgeschichte! Für dieses Museum sollte man sich nur schon deshalb einen ganzen Tag reservieren.

Dort befindet sich auch das Bistro Catch of the Day, wo wir zwar keinen Fisch, dafür Kaffee und Kuchen geniessen durften – und das schmeckte super!

Unterkunft

Während unserer Hamburg-Reise waren wir im Radisson Blu Hotel untergebracht, was ich sehr empfehlen kann. Wir hatten zwei Zimmer auf der obersten Etage. Da oben hat man auch gleich die Weinbar 26, anscheinend die Bar mit der schönsten Aussicht ganz Hamburgs. Leider war sie an dem Abend als wir gehen wollten für eine geschlossene Gesellschaft reserviert. Das Hotel ist zentral gelegen und die Mitarbeiter sind sehr freundlich und zuvorkommend.

Flug

Von Zürich fliegt man mit Swiss oder der Germanwings für knapp CHF 200.- direkt nach Hamburg.

*Disclaimer: Diese Reise wurde privat geführt und nicht gesponsert.

 

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