KurztripDUBAIKennst du das? Manchmal planst du eine Reise ohne grosse Erwartungen. Du hast die Möglichkeit fünf Tage irgendwohin zu gehen, du überlegst dir ein paar Reiseziele, nicht zu weit weg (wegen dem Jetlag!) aber unbedingt Strand sollte es sein, da bleibt nicht sehr viel übrig. Aus Zentraleuropa gesehen, liegen die Arabischen Emirate für einen interessanten und abwechslungsreichen Kurzurlaub perfekt gelegen. Die Reise ging also nach Dubai.

Ich hatte meine Vorbehalte, weil wir noch nie in einem muslimischen Land waren. Völlig unbegründet, wie Ihr gleich sehen werdet. Dubai hat sich in den letzten Jahren sehr dem Westen angepasst, und ist im Vergleich zu anderen arabischen Ländern sehr tolerant. Trotzdem, sollte man aus Respekt ein paar wichtige Regeln in Dubai beachten:

  • Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eine Monarchie, keine Demokratie.
  • Es ist ein muslimisches Land, und es gelten die Gesetze der Scharia
  • Küssen, Händchenhalten und ähnliches ist in der Öffentlichkeit ist verboten
  • Alkohol ist nur in bestimmten touristischen Zonen (Hotels) erlaubt
  • Generell gilt für Frauen: nicht zu viel Haut zeigen! Knielänge und bedeckte Schultern sind die Regel

1 – Wüsten-Safari

Man kann nicht in ein Arabisches Emirat reisen und keine Wüstensafari buchen. Das ist wie nach Paris reisen und den Eiffelturm nicht sehen. Diese Wüstensafaris werden überall angepriesen und es gibt erhebliche Preisunterschiede. Wir hatten Glück und haben es direkt in unserem Hotel gebucht (ca. EUR 180 für alle drei).

 

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Meine einzige Sorge war mein Magen. Wenn ein Auto wackelt, wird mir nach 5 Minuten schlecht. Aber ich dachte mir „Was soll’s ich probier’s einfach – schliesslich sind wir in Dubai!“

Wie gesagt, nach fünf Minuten Sanddünen-Fahrt war mir bereits kotzübel (sorry!). Der grosse und der junge Mann hatten einen Heidenspass, und ich betete dass die Qual bald vorüber sein würde.

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Zum Glück machte unser Fahrer viele Pausen wo sich mein Magen jeweils wieder etwas erholen konnte. Aber es war alles Wert. Der Anblick dieser unendlichen Wüste, rundherum nur braunroter Sand und das Gefühl von warmer Luft auf der Haut, das werde ich nie vergessen.

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Nach der Dünenfahrt endete die Reise auf einem Camp mitten in der Wüste, wo dann alle Jeeps aus der Sanddünen-Karavane zusammen kommen.

Dort gab es verschiedene Aktivitäten, wie zum Beispiel Dromedar reiten oder mit einem Quad fahren. Ich entschied mich aus magentechnischen Gründen dagegen, und eilte in eines der Beduinenzelte wo sie Henna-Tattoos machten. Eine alte Frau sass auf orientalische Kissen und tätowierte die Hand eines Mädchens. Ich fühlte mich wie in eine andere Zeit versetzt, bis sie mir ihr Katalog in die Hände druckte: ein iPad letzter Generation. Ha!

(Achtung bei Henna-Tattoos: nur braunes Henna verwenden und sowieso immer zuerst eine Allergie-Probe machen!)

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2 – Die Stadt

Dubai ist eine moderne, saubere und sichere Stadt. Es passt zum Klischee: die künstliche Stadt mit den unendlichen Hochhäuser und 12-spurige Strassen. Und trotzdem: man kommt kaum von Staunen heraus. Ich fühlte mich wie ein Landei.

Auf jeden Fall kann ich euch die U-Bahn empfehlen. Zur Stosszeit kann die sehr voll sein, aber alles ist besser als dieser Höllenstau den man auf den Strassen hat (und zwar praktisch zu jeder Tageszeit).

In der U-Bahn hat man als Frau ausserdem einen deutlichen Vorteil: Frauenabteile! Die sind selten voll. Auch die First Class ist sehr angenehm und kostet nicht so viel.

Mitten in der Stadt ist auch ein wunderschöner Strand, Jumeirah Beach. Man braucht nichts mitzunehmen, weil man Vorort Badetücher und Sonnenschirme mieten kann. Die öffentlichen Toiletten sind sehr sauber, alle Leute sehr freundlich.

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3 – Moschee

In Dubai gibt es eine Moschee alle paar hundert Meter, und man kann sie gut hören wenn sie zum Gebet rufen. Aber sie sind nur für Muslime geöffnet. Als nicht-Muslime kann man nur eine Moschee besuchen, die Jumeirah Mosque.

Leider reichte uns die Zeit nicht mehr die Moschee zu besuchen, aber dafür haben wir viele von aussen gesehen. Wir möchten unbedingt nochmal nach Dubai reisen, und dann werden wir bestimmt die Jumeirah Moschee besuchen.

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4 – Shopping (und Souks!)

Tja, irgendwie habe ich das Gefühl dass ich die falsche Person für das Thema Shopping bin. Ich kaufe zwar gerne ein, bin aber kein Shopping-Experte, und würde auch nie eine Stadt nur des Shoppings wegen besuchen. Allerdings wollte ich schöne Sandalen kaufen und deshalb landeten wir trotzdem in der Dubai Mall (eines der grössten Einkaufszentren der Welt).

Ich habe meine Sandalen gekauft, der grosse Mann hat sich für eine neue Sonnenbrille entschieden, und dann wollten wir möglichst schnell aus dem Shopping Center. Diese sind nämlich RIESIG (inklusive Aquarien, Ski-Hallen, usw). Man könnte locker drei Tage lang nur Einkaufszentren besuchen.

Was ich mir noch gegönnt habe war ein Parfum. In den Einkaufszentren gibt es die Parfümerien in diem sie No-Name Düfte auf Ölbasis anbieten. Du kannst dir verschiedene mixen und in ein hübsches Fläschchen abfüllen lassen.

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Was wirklich ein Besuch Wert ist sind die Souks (Märkte). Es gibt einen grossen Goldsouk und einen Gewürzsouk. Beide liegen gleich nebeneinander im alten Stadtviertel Deira.

Im Gewürzsouk war ich im Paradies! Diese Düfte und Farben, da bekommt man einen guten Eindruck wie die Arabische Emiraten ausgesehen hat, zu Zeiten wo es noch kein Ölboom gab. Ich habe seeehr viele Vanillestängel gekauft, Rosenblätter, Kurkuma, Datteln, usw.

Für alle Golffans gibt es in Dubai auch viele Möglichkeiten. Der grosse Mann hat sich ein kleiner Golf-Traum gegönnt, und im Dubai Creek Golf Club gebucht. Wir durften dafür den Tag im Club verweilen bis er seine 9-Loch-Runde fertig machte. Einen ganzen Tag Swimming Pool war perfekt nach dem vielen Laufen.

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5 – Hotel

Wir waren im Excelsior Deira untergebracht. Ein schönes elegantes Hotel in der Nähe des Flughafens, obwohl etwas in die Jahre geraten – aber mit viel Charme.

Wir haben kurzerhand einen Upgrade in eine Junior Suite bekommen und von unserem Zimmer aus direkten Ausblick zum Burj Kalifa (das höchste Gebäude der Welt).

Gutes Frühstück, freundliches Personal, sehr gutes Restaurant, und ein kleines feines Swimming Pool auf dem Dach des Hotels waren die perfekte Kombination für uns.

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Generell muss ich sagen dass ich schwer beeindruckt von Dubai war. Ja, es ist bizarr und gleichzeitig bewundernswert. In Dubai vergisst man schnell wo man ist: Mitte in der Wüste! Die ganze Infrastruktur wirkt noch surrealer wenn man bedenkt, dass es vor ein paar Jahrzehnte noch eine kleine Wüstenstadt war.

Mir bleiben vorallem folgende Erinnerungen aus Dubai: die Wüste, das Gefühl von Sicherheit, und die beindruckenden Roben/Tunikas der Männer: die Dishdashas.

Wir kamen begeistert zurück und haben uns fest vorgenommen wieder einmal nach Dubai zu reisen.

 

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