{Freebie} November Hintergrundbilder fürs Handy

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1 November-Wreath / 2. Reh / 3. Baby its cold
4. Eulen / 5. Wild / 6. Sterne

Ich kann dem November so nichts Positives abgewinnen. Es ist so ein komischer Zwischenmonat. Nicht mehr richtig schön Herbst wie im Oktober, aber auch noch nicht Weihnachten und noch lange nicht richtig Winter. Was macht man dann? Genau! Schöne Grafiken zusammensetzen für das Handy. Da entstanden gleich ein paar verschiedene Versionen, und so kann ich euch diese jetzt als Freebies zur Verfügung stellen. Einfach auf oben stehende Links klicken und gratis downloaden.

Für mich ist der November der Monat der Tees, der Bücher, und der Adventskalender-Vorbereitungen. Es ist der Monat der nebligen Morgenstunden, der ersten Käsefondues, der ersten Atemwölkchen.

Ich wünsche euch auf jeden Fall einen schönen November!

 

Eine Ode an die Langeweile

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Als Einzelkind war mir oft langweilig. Obwohl ich viele Freundinnen hatte und einige davon in derselben Gegend wie ich wohnten, mussten wir so quasi „Playdates“ abmachen, um ausserhalb der Schulzeiten miteinander zu spielen (Ecuador, ihr wisst schon).

Ich erinnere mich noch wie unendlich langweilig ich mich fühlte. Damals gab es noch keine 24-Stunden-Kinderfernsehen-Kanäle, kein Internet, kein iPhone. Nichts. Man musste sich irgendwie selbst beschäftigen.

Aus reiner Langeweile habe ich also angefangen zu lesen, in den Ferien 2-3 Bücher pro Woche. Aus Langeweile habe ich mir meine eigene Kartenspiele ausgedacht, Abenteuergeschichten geschrieben, Puppentheater gemacht, Klavierspielen gelernt, eigene Geheimsprachen erfunden. Aus Langeweile habe ich gebastelt, gemalt, gebacken. Als ich mal eine Ferienwoche bei meinen Grosseltern war und keine Bücher dabei hatte, las ich sogar die gesamte Bibel durch (altes und neues Testament!).

Rückblickend bin ich dankbar über diese Langeweile. Ich sehne sie mir richtig zurück. Heutzutage bleibt keine Zeit für Langeweile und Muße. Nicht nur weil man als erwachsene Person einfach mehr Verpflichtungen hat als während der Kindheit, sondern weil wir zur Unterhaltungsgesellschaft mutiert sind.

Wir können uns die ganze Zeit schön ablenken: TV, Laptop, iPad, iPhone, etc. laden uns förmlich ein auf Whatsapp, Facebook, Instagram und Pinterest zu gehen. Um zu sehen was die anderen so tun. Um nicht gelangweilt zu sein. Auf der Suche nach Inspiration. Glaubt mir, ich weiss wovon ich rede. Ich bin die Erste die das Handy zückt wenn gerade mal nichts ist.. Wenn ich an der Schlange stehe, im Wartezimmer, im Zug, oder im Restaurant während ich auf Freunde warte.

Manchmal funktioniert’s und ich bin interessiert. Manchmal gibt es mir viele Ideen für mein Blog. Für Home-Deco. Für Backprojekte. Doch sehr oft bin ich auch ganz einfach überwältigt von der unendlichen Menge an Eindrücke. Ich bin dann stundenlang auf Pinterest und alles was ich kriege ist einen Riesenfrust.

Ich möchte irgendwie alles auch tun, und doch habe ich gerade zwei Stunden verloren die Ideen zu „suchen“.  Das einzige was dann hilft, ist das Handy wegzulegen und einfach nichts tun. Nichts denken. Tee trinken.

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Ich bin überzeugt viele der grossen Erfindungen und Kunstwerke unserer Geschichte stammen aus einem Moment der Langeweile heraus. Wie zum Beispiel die Sonnenuhr. Wisst ihr wie sie erfunden wurde? Ein ägyptischer Hirte hatte sein Hirtenstab in den Sand gesteckt, und beobachtet wie sich mit der Zeit der Schatten bewegte. Wäre er abgelenkt gewesen, hätte er nie die Sonnenuhr erfunden!

Oder Einstein. Er war zwar ein Genie und hatte schon eine Idee der Relativitätstheorie im Kopf, aber erst seinen langweiligen Job im Berner Patentamt gab ihm die Zeit es fertig zu denken.

Deshalb möchte ich euch heute fragen wann ihr euch das letzte Mal so richtig gelangweilt habt. Erinnert ihr euch daran? Einfach da sein, nichts tun müssen. Tee trinken, in den Himmel schauen, kein Fernseher, Handy oder andere Ablenkungen. Wer weiss, vielleicht kommt ja nichts. Im schlimmsten Fall dient es euch als Erholung. Aber vielleicht kommen dann auch die ganz guten Ideen…. Versucht es doch mal und erzählt es mir, ok?

(Und wenn ihr Kinder habt und ihnen etwas Gutes tun wollt…lasst sie auch mal langweilen!)

{Rezept} Danish Twist Apfel oder gedrehter Apfelkuchen

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„An apple a day keeps the doctor away“ sagt ein englisches Sprichwort („einen Apfel pro Tag hält den Arzt fern“). Gut, vielleicht nicht gerade dieses Rezept hier, wegen dem Blätterteig- und Zucker-Anteil. Aber immerhin habe ich die Hälfte des Zuckers weggelassen, weil das amerikanische Rezept sonst noch viel süsser wäre. Also eben, fast schon wieder gesund.

img_4903Alles was du für die Danish Twist brauchst ist:

1 Apfel
5 EL brauner Zucker
2 ausgewallte Blätterteige (25x42cm)
* Ergibt ca. 8-9 Stück.

Und so gehts: 

Ofen auf 180 Grad vorheizen und Blech mit Backpapier vorbereiten. Den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit 3 EL brauner Zucker und 1/2 TL Zimtpulver in einer Pfanne auf mittlerer Hitze während 5 Minuten köcheln, oder bis die Äpfel weich sind. Dann zur Seite stellen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit eines der Blätterteige auf das Backpapier legen und mit 2 EL brauner Zucker und etwas Zimtpulver bestreuen (je nach Geschmack kann das mehr oder weniger sein). Die Apfelstücke über den Blätterteig verteilen und mit dem anderen Blätterteig bedecken. Ecken zusammendrücken und in 2cm breite Streifen schneiden. Die Streifen verdrehen schön auf dem Backblech verteilen. Für ca. 12 Minuten in den Ofen backen bis sie goldbraun sind.

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Übrigens!! Habt Ihr euch den 25. November auch schon im Kalender eingetragen? Die Gilmore Girls kommen wieder! Das ist die einzige Serie die ich jemals komplett (und mehrmals) gesehen habe und ich kann es kaum erwarten weitere Folge zu sehen!

Falls euch dieses Rezept gefällt, schreibt mir es doch in den Kommentaren!

Halloween | Friedhof-Tiramisu und Gift-Karamell-Äpfel

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Da meine Mutter in einer amerikanischen Schule studierte und ein paar Jahre in Amerika lebte, nahm sie einige Traditionen aus den USA mit. Eine davon war Halloween. So kam es, dass wir jedes Jahr Halloween feierten, auch wenn es ausserhalb von den USA noch nicht so bekannt war. Aber sie überredete ihre Freundinnen, sich und ihre Kinder auch zu verkleiden, und am Schluss waren wir eine echt grosse Gruppe die um die Häuser ging um Süssigkeiten zu ergattern. Ich habe die schönsten Erinnerungen daran.

Den grossen Mann konnte ich schon ein kleines bisschen anstecken. Aber der junge Mann, der sowieso schon mit dem ganzen Harry Potter und Vampir-Hype gross wurde, ist natürlich ein riesengrosser Halloween-Fan.

Also backen wir jedes Jahr was das Zeugs hält, dekorieren Kürbisse, planen unser Outfit für die Halloween-Nacht, besuchen die Kürbis-Ausstellung, und bereiten Süssigkeiten vor, für die Kinder die bei uns läuten werden.

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Dieses Jahr habe ich endlich den Friedhof-Tiramisu gemacht, den ich letztes Jahr bei Vera gesehen habe. Die Kekse sind genau nach ihrem Rezept, und gehen super schnell.

Danach habe ich Gift-Karamell-Äpfel gemacht. Was ihr dazu braucht:

Grüne Äpfel
Holzstäbchen
3 Tassen Zucker
3 Tassen Wasser
Schwarze Lebensmittelfarbe (Paste)

Äpfel mit den Holzstäbchen versehen, und auf ein Backbleck mit Backpapier legen. Zucker und Wasser zusammen in einem Topf erhitzen. Wenn das Zucker geschmolzen ist, Lebensmittelfarbe hinzufügen. Weiter kochen, bis ein Karamell entsteht, und dann vom Herd nehmen. Vorsichtig Äpfel im Karamell dippen, und zum trocknen auf das Blech legen.

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Übrigens haben wir dieses Jahr ganz coole Kostüme geplant, aber ich verrate noch nichts (ihr könnt es dann auf Instagram sehen!).

Den Halloween-Abend wird dieses Jahr mit einer Kürbissuppe (natürlich!) und mit einem Halloween-Bingo abgerundet. Falls ihr die Vorlage vom Halloween-Bingo haben möchtet, könnt ihr sie HIER herunterladen.

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So und jetzt würde es mich interessieren ob ihr auch etwas für Halloween geplant habt? Schreibt mir unten in den Kommentaren!

{DIY} Lotion Bars mit Bienenwachs selbermachen | Feste Handcreme

img_4849Habt ihr auch so trockene Haut im Winter? Bei mir fängt es schon im Herbst an. Vor allem an den Händen und Ellbogen. Wenn wieder Zeit für Pullover ist, reibt der Stoff an meine Ellbogen und nach kurzer Zeit fängt es an zu jucken.

Vor ein paar Jahren habe ich herausgefunden, dass wenn ich rechtzeitig vorbeuge und mit Eincremen früh genug anfange (im Sommer geht das nicht weil alles klebt), dass es dann in der kalten Jahreszeit viel besser geht.

Da ich gerne meine eigenen natürlichen Pflegeprodukte herstelle (nicht immer – aber immer öfter) mache ich nun seit einiger Zeit auch Lotion Bars selbst.

Diese Lotion Bars sind eine echt coole Sache. Bei Flugreisen gelten sie nicht als Flüssigkeit, und wegen ihrer Grösse passen sie wunderbar als Adventskalenderfüllung.

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Alles was du dazu brauchst ist die gleiche Menge Jojobaöl, Kokosnussöl, und Bienenwachs. Ich habe für ein paar Lotion Bars je 30 Gramm dieser Zutaten genommen. Den Bienenwachs im warmen Wasserbad schmelzen, und dann mit dem Jojobaöl und dem Kokosnussöl mischen.

Optional kann man ein paar Tropfen eines ätherischen Öles hinzufügen. Ich mag am liebsten Lavendel und Rose sehr gerne, aber wenn es zum Verschenken ist, wähle ich lieber Orange weil das meiner Meinung nach mehr Menschen mögen.

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Am Schluss dann in einer Silikonform giesen und bei Zimmertemperatur auskühlen lassen. Schon sind sie fertig!

Für mehr selbstgemachte Pflegeprodukte:

Organic Lemon Scrub

{DIY} Zimt-Seife

 

{Rezept} Nutella Cheesecake | eine Sünde a la Nigella

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Normalerweise hat Nigella Lawson doch eher so unmögliche Rezepte, wie zum Beispiel „Linguine with Lobster, Crab and Watercress“. Die Zutaten sind entweder schwierig zu finden oder kosten ein halbes Vermögen. Ausserdem sind ihre Rezepte, sagen wir mal, äusserst reichhaltig. Beim Durchlesen der Zutaten für ein Dessert verliert man in Gedanken schon seine Zehen an Diabetes.

Aber ich mag Nigella trotzdem. Niemand sonst bringt im Fernsehen so unschuldig und souverän diese komplizierten und schwerhaltigen Kalorienbomben auf den Tisch. Von ihr stammt ausserdem der legendäre Satz „I don’t believe in low-fat cooking“. In einer Welt voller Deliciously Ellas und Oh She Glows, ist ihre Haltung doch irgendwie erfrischend.

Dieses Nutella Cheesecake ist ebenfalls deftig. Dafür sehr schnell und einfach. Den Boden habe ich extra mit Vollkornkekse gemacht, um das schlechte Gewissen ein bisschen zu beruhigen. Die Kekse waren nicht mehr die Neusten, und zerbrösmelten etwas beim Servieren, aber Scheiss drauf, es hat ja NUTELLA!!! 🙂

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Zutaten:
250g Vollkornkekse
75g Butter (Raumtemperatur)
400g Nutella
100g geröstete Haselnüsse, zerhackt
500g Philadelphia (Raumtemperatur)
50g Puderzucker

Und so wird’s gemacht:
Vollkornkekse in der Küchenmaschine zusammen mit der Butter mixen, bis sich kleine Klumpen bilden. 3 EL der zerhackten Haselnüsse und einen grossen Löffel Nutella hinzufügen, und weiter mixen bis alles schön sandig ist. Eine Springform aus ca. 23cm mit etwas Butter bestreichen und Kekse auf den Boden andrücken (mit einem Löffel oder mit den Händen klappt das wunderbar). Lege die Springform in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit, mische den Philadelphia Käse mit der restlichen Nutella und dem Puderzucker.  Lege diese Mischung auf den Tortenboden und streue die Haselnüsse über dem Cheesecake. Mindestens 5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen (noch besser: über Nacht) und geniessen!

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Viel Spass beim Nachmachen!

 

 

{Freebie} Fall Wallpaper für dein Handy

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1. Hello October apple  / 2. Gold Swirls / 3. Fox Girl / 4.  Hello October grey /
5. Golden Pumpkin / 6. Big Cups

Die offiziell schönste Jahreszeit hat begonnen! Endlich wieder ohne schlechtes Gewissen in einem Buch vertiefen, dabei einen Kaffe (a.k.a. Pumpkin Spice Latte) geniessen, lange Spaziergänge im Wald mit dem Geräusch von knisternden Blätter unter den Schuhen unternehmen, schöne Schals und stylische Hüte wieder anziehen, Kastanien- und Kürbis-Suppen geniessen, und die atemberaubendsten Sonnenuntergänge beobachten.

Worauf freut ihr euch am meisten im Herbst?

Malta Travelguide | Die schöne Insel im Mittelmeer entdecken

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Wer mich auf Instagram folgt weiss, ich war letzte Woche in Malta. Und zwar zusammen mit meinen besten Freundinnen aus der Schulzeit. Alle zwei Jahre treffen wir uns irgendwo für ein paar Tage und geniessen die Zeit zusammen (und führen uns auf als wären wir wieder 16 Jahre alt). Das letzte Treffen war in Belgien, und wir haben dabei BrüsselBrüggeRotterdam unsicher gemacht. Dieses Mal haben wir uns in Malta getroffen. Genauer gesagt in Valetta, Maltas Hauptstadt.

Was mich gleich nach Ankunft in Malta am meisten beeindruckte, war das Licht. Ihr werdet es in allen Fotos hier auch sehen. Es ist so ein sanftes, cremefarbenes Licht, das alles was es beleuchtet schöner aussehen lässt. Das Kalkgestein der Insel dient ausserdem für den Bau der Häuser, weshalb sie alle auch so eine warme Farbe haben. (Übrigens stammen alle Fotos von diesem Post aus meinem iPhone – ich habe die grosse Kamera zu Hause gelassen)

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Ich hatte mir Malta eher so wie Italien vorgestellt, aber das traf nicht genau zu. Malta liegt geografisch zwischen Tunesien, Griechenland, Ägypten und Italien, und wurde im Laufe der Geschichte von all diesen Ländern beeinflusst, und das sieht man ihr auch an.

Valletta

Die Hauptstadt von Malta ist ebenfalls die kleinste Hauptstadt eines EU-Staates: Valletta. Es ist eine übersichtliche Stadt (knapp 6’000 Einwohner), und man kann den Kern gut zu Fuss erkunden. Von den Upper Barraka Gardens hat man eine schöne Aussicht auf den Hafen und die gegenüberliegenden drei Städte Cospicua, Vittoriosa, Senglea.

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Von dort oben kann man mit einem Lift nach unten gehen und von dort aus mit einem Gondoliere den Hafen kennenlernen, bzw. auf die andere Seite bringen lassen. Wir stiegen in Vittoriosa aus, um  dieses kleine Städtchen zu erkunden, das komischerweise fast keine Touristen hatte (obwohl es wunderschön ist).

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Auch sehr beeindruckend ist die St. Johns Co-Cathedral, die man von aussen fast nicht erkennt, weil sie so unscheinbar ist (wir wären knapp vorbei gelaufen). Der Innenraum könnte  aber nicht prunkvoller sein:

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Gozo & Comino

Mit der Fähre kann man für wenige Euro von Valletta nach Gozo reisen. Wir wollten unbedingt das Azure Window und das Blue Hole besuchen, zwei bekannte Felsformationen, die vor vielen Millionen Jahren entstanden, als Europa noch mit Afrika verbunden war (!!). Beide gehörten zu den berühmtesten Touristenattraktionen in Malta.

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Leider wird vermutet, dass es nicht mehr lange geht, bis diese Naturbrücke einstürzt.

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Die nächste Touristenattraktion wollten wir auch unbedingt besuchen: den Blue Lagoon in Comino. Tipp: Es lohnt sich hierfür früh aufzustehen, und die erste Fähre (entweder von Gozo oder von Valletta aus) zu nehmen, denn dieser Ort ist sonst überfüllt mit Touristen.

Wir haben das nämlich nicht gemacht und ich kann bestätigen, es hat VIELE LEUTE. Aber es war trotzdem DAS Highlight unserer Reise, weil das Wasser eine besonders schöne Farbe hat, und darin zu schwimmen einfach ein unvergessliches Erlebnis ist.

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Essen & Trinken

Die Maltesische Küche ist eher mediterran, und man findet vorallem Meeresfrüchten, Oliven, aber auch viel Gemüse in der Menukarte, so wie auch oft Schafskäse und Kaninchen. Es ist eine Mischung aus Italienischer und Arabischer Küche. Ein spezifisches Restaurant kann ich Euch nicht empfehlen, weil wir vorallem kleine Restaurants besuchten.

Fast per Zufall fanden wir das Amorino Gelato Artesanale. Das ist eine Franchise, die es auf der ganzen Welt gibt, wir haben sie aber in Malta entdeckt. Sie bieten herrlich schmackhafte Glacé ohne künstliche Aromen oder Farbstoffe, und servieren die verschiedenen Sorten in der Form einer Rose.

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Für einen Drink und Tapas empfehle ich euch in Valletta das Yard32, eine kleine aber feine Gin & Tapas Bar, die etwa 50 verschiedene Gins -und mindestens so viele Tapas- anbietet. Ich habe in Spanien schon oft Tapas gegessen, und diese hier können im Geschmack sehr gut mithalten. Wer Gin nicht mag kann problemlos auch einen anderen Drink bestellen (z.B. Mojito).

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Unterkunft

Wir haben uns diese AirBnB Wohnung geschnappt, die ich euch auch gerne empfehlen kann. Es war klein, hatte aber alles was man braucht, war modern eingerichtet und sauber. Was will man mehr?

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Übrigens werden in Malta oft Hollywood-Filme oder Serien gedreht, darunter Szenen von The Da Vinci Code, Gladiator, Troya, sowie Game of Thrones. die aussergewöhnliche Landschaft und Kulisse eignet perfekt für diese Art Filme.

Wichtige Infos

  • Euro ist die offizielle Währung
  • Wenn man ein Auto mieten will: in Malta herrscht Linksverkehr!
  • Die Swiss bietet ab Zürich Direktflüge nach Malta an, für ca. CHF 120.- Hin und Zurück (Schnäppchen!)
  • Reiseadapter nicht vergessen – Malta hat dieselben Stecker wie in England
  • Kein Leitungswasser trinken, das ist nicht Trinkwassertauglich

War jemand von euch auch schon einmal in Malta? Wie hat es euch gefallen?

We are #WomenNotObjects

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Eine nackte Frau räkelt sich lasziv im Fernsehen. Man sieht ihr Kopf nicht, nur ihren nackten Oberkörper. Eine männliche Hand hält ein Denim Aftershave in der Hand und spritzt ihr etwas davon zwischen ihre nackten Brüste.

Diese Werbung, die den Körper der Frau auf das Übelste zum Objekt degradiert, ist nicht etwa auf einem billigen Werbekanal kurz vor Mitternacht zu sehen. Nein, diese Werbung erschien während der Pause eines  Qualifikationspiels der Schweizer Nationalmannschaft, so ziemlich genau zur Prime Time um 20.15 Uhr. Auf einem Sender der von Steuergeldern mitfinanziert wird.

Da es ein entscheidendes Fussballspiel war, schauten es viele Menschen im Fernsehen. Auch Kinder, darunter mein damals 10-jähriger Sohn. Er schaute zu mir rüber mit einem fragenden Blick, und ich tat das, was ich immer tue, wenn ich nicht weiss wie ich reagieren soll. Ich erwiderte seinen Blick mit einem sanften Lächeln und tat als wäre nichts dabei.

Die ganze zweite Halbzeit verbrachte ich damit, mich zu fragen was ich tun sollte. Ernsthafte Diskussionen über Feminismus zu starten, oder doch fünf gerade sein lassen und hoffen dass ich mit gutem Vorbild voran ihm ein gesundes Frauenbild übermittle. Ich wählte Letzteres, und machte mir eine Gedankennotiz um es bei passendem Gesprächsthema doch noch kurz anzusprechen.

Ich fing an Werbung mit kritischem Blick zu analysieren. Und ihr glaubt nicht, was uns da für einen Haufen Müll aufgetischt wird.

Agent Provocateur zum Beispiel, zeigt gerne kopflose Frauen. Warum das Gesicht zeigen, ist ja nicht so wichtig.

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(Fotos aus dem IG Account von Agent Provocateur)

Glaubt mir, ich habe nichts gegen sexy Unterwäsche. Schon gar nicht gegen Sexyness. Jede Frau darf sich begehrenswert fühlen, sogar so ein Spielchen von Unterwerfung mag für einige sexy sein. Jedem das Seine. Aber muss es dann wirklich immer die halbnackte Frau (bzw Teenager) mit laszivem Blick sein? Come on.

OK, Agent Provocateur ist ja schliesslich ein Dessous-Label, da wird der eine oder andere sagen, da liegt es an der Hand, Frauen mit viel nackter Haut zeigen. Tja, wenn das so ist verstehe ich aber nicht so genau warum eine Schuh-Marke nackte Frauen zeigen muss:

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Und wenn man die kritische Brille aufsetzt, sieht man es plötzlich überall. Genau wie bei der Denim Werbung, wird beim Betrachter Aufmerksamkeit erzeugt, indem man den Körper einer Frau zum Objekt macht.

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Inwiefern sollte mich zum Beispiel so ein Bild ansprechen etwas zu kaufen:

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Wenn die Zielgruppe dann ziemlich eindeutig junge Teenager sind, habe ich richtig Mühe damit:

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„Love me, pick me, kiss me, try me!“ ??

Jean Kilbourne hat das Phänomen Frauen in der Werbung analysiert, und viele Bücher darüber geschrieben (ich kann euch den Vortrag „The dangerous ways ads see women“ ans Herz legen):

Turning a human being into a thing is almost always the fist step for justifying violence against them.

Umso mehr erfreut es mich eine Art Gegenbewegung zu beobachten. Am 11. Januar wurde das Video #WomenNotObjects auf Facebook und Youtube viral. Es zündete ein kleines Feuer, dass in letzter Zeit immer grösser wird. Leute sprechen darüber, und das ist schon genug, damit sich einige Marken dazu verpflichtet haben, Frauen in der Werbung nicht zu objektifizieren.

Der legendäre Pirelli-Kalender gilt seit 1964 als der Inbegriff von sexy Fotografien. Im 2016 wurde die berühmte Fotografin Annie Leibowitz damit beauftragt die Bilder zu machen. Sie interpretierte Sexyness völlig neu, indem sie Komikerinnen, Sportlerinnen, und sogar Professorinnen inszenierte. Wunderschöne Frauen unterschiedlichen Alters und Körperform.

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Im 2017 doppelt der Pirelli-Kalender nach, und bucht Peter Lindbergh als Fotograf. Die Fotos sind noch nicht veröffentlicht, aber man weiss dass dass er sich unter anderem Uma Thurman, Lupita Nyong’o und Kate Winslet vor die Linse geholt hat, und dass es auch interessante Frauen zeigt, unterschiedlich, vielfältig, interessant.

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Was ich sagen will. Allzu oft sehen wir sexistische Werbung und lassen es einfach durchgehen. Weil man keinen Elefant aus einer Mücke machen will. Oder weil man nicht als Feministin abgestempelt werden will (obwohl es keine negative Konnotation hat).

Aber ich habe mich dazu entschlossen dieses Thema anzusprechen, es publik zu machen. Eine Diskussion darüber zu starten. Ich wünsche mir in der Werbung echte Schönheit und mehr Vielfalt, anstatt immer dasselbe Bild, das uns Frauen viel eher degradiert als dass es uns anregt etwas zu Kaufen.

Ich wünsche mir Frauen, die sich dagegen wehren, dass ein After Shave sie zum Objekt macht, einfach um mehr Umsatz zu generieren. Machen wir es für uns, und für die kommende Generation.

{Good Reads} Das Glück sieht immer anders aus – Milena Moser

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Als dieses Buch letztes Jahr in den Verkauf kam, wusste ich schon dass ich es kaufen würde. Denn Milena Moser ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich habe von ihr schon Montagsmenschen, Schlampenyoga und kürzlich auch Gebrauchsanweisung für Zürich gelesen.

Dieses Buch ist aber anders. Es ist weder ein Roman, noch eine Ansammlung von Kolumnen, wie es sonst bei ihr üblich ist. Es ist ein „Personal Essay“ wie sie selbst in einem Interview sagte. Es geht im Buch um ihr Leben nach einer schmerzvollen Scheidung und wie sie wieder das Glück wieder finden will. Eine Art „Coming-of-Age“ aber mit 50 anstatt mit 15.

Sie plant also einen Roadtrip durch Amerika um wieder glücklich zu sein. Sie ist 50 und hat schon einmal in Amerika gelebt als ihre Kinder noch klein waren. Sie plant befreundete Paare zu besuchen um von ihnen zu lernen, was es heisst, glücklich zu sein. Sie will tanzen, sich verlieben, das Leben neu entdecken.. Das Glück sieht immer anders aus. Na wie sieht denn nun das Glück aus?

Nur leider hapert es von Anfang an. Schon der erste Tanzkurs den sie mit grosser Hoffnung besucht ist eine Enttäuschung. Sie müssen während dem Tanz ihre Partner finden, nur mit ihr will niemand tanzen. Sie fühlt sich deplatziert, alleine, einsam.

Das Gefühl ein Fehler zu sein sitzt tief in mir, wie das Bedürfnis, diesen Fehler ungeschehen machen zu wollen. Aber ich tue es nicht. Ich kämpfe. Ich schreibe. Wenn ich schreibe, fühle ich mich sicher. Ich folge meinem Instinkt, einem untrüglichen Gefühl. Sobald ich den Kopf vom Schreibtisch hebe, ist es weg.

Während der Reise erzählt sie kleine Episoden aus ihrem Leben, rechnet aber nicht mit dem Schlechten ab, sondern hat immer den Blick nach vorne gerichtet. Mich hat das Buch deshalb so berührt, weil es so einfach erzählt ist. Man fühlt sich, wie wenn man einer guten Freundin zuhören würde.

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Ich möchte nicht zu viel verraten. Milena landet schliesslich in Santa Fe, und verliebt sich da wirklich. In die Stadt. In die Landschaft. In die Luft und das Licht in dieser Gegend. Das Buch ist zum grössten Teil melancholisch, aber leicht und oft auch lustig geschrieben.

In ihrem Buch geht es darum, dass man das Glück nicht erzwingen kann. Es gibt bestimmte Phasen im Leben, da muss man einfach durch, ob es einem gefällt oder nicht. Auch die Liebe kann man nicht erzwingen. Sie kommt, oder sie kommt nicht. Und je eher man mit sich selbst im Reinen ist, kommen Glück und Liebe wie von selbst.

Diese Textpassage zeigt die Thematik des Buches sehr deutlich:

Diese Geschichte von dem Fuchs, der kein Fuchs sein wollte, hat meine Zenlehrerin einmal erzählt. „Seit fünfhundert Leben komme ich jedes Mal wieder als Fuchs auf die Welt“ beschwerte sich der Fuchs. „Wann kann ich bitte wieder ein Mensch sein? Wie lange dauert das noch?“ Denn der Fuchs erinnerte sich immer noch an ein anderes Leben, an ein Leben als Mensch. „Bevor du ein Mensch sein kannst, musst du erst einmal wirklich ein Fuchs sein“, bekam er zur Antwort.

Nachdem ich die Geschichte zum ersten Mal gehört hatte, habe ich mich furchtbar darüber geärgert. Ja, ja, schon gut, dachte ich. Ich weiss schon, was du mir damit sagen willst, was ich daraus lernen soll, vielen Dank auch! Aber ich will nun mal kein Fuchs sein!

Und ich kann mich so gut damit identifizieren. Manchmal macht man sich so sehr Druck, dass etwas unbedingt klappen muss, dabei ist die Zeit einfach nicht reif dazu. Vielleicht muss man zuerst eine Lektion daraus lernen, etwas mitnehmen aus diesem Lebensabschnitt, aus dieser Erfahrung.

Zugegeben, ich mag solche Selbstfindungstrips-Bücher sehr. Denn ich finde solche Trips machen uns zu dem was wir sind: Menschen mit Höhen und Tiefen im Leben. Es geht dabei  wie wir damit umgehen. Was wir daraus lernen. Wir streben alle nach dem Glück, ohne genau zu wissen wie es aussehen soll. Und doch, wenn es da ist, weiss man es einfach.

Hat jemand dieses Buch schon gelesen? Oder andere Bücher von Milena Moser?

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