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{DIY} Adventskalender für Kinder und Väter

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

In Sachen Adventskalender war ich bisher immer ein Egoist: Ich liebe sie geschenkt zu bekommen, aber selber eins machen? Nööö, viel zu aufwendig. Der junge Mann bevorzugte seit eh und je sowieso Lego Adventskalender, da ist nichts mit Basteln, und das war mir gerade recht.

Aber für die kleine süsse Maus (a.k.a. mein Patenkind) konnte ich es natürlich nicht lassen. Und als ich diese farbige Briefumschläge mit Zahlenkleber sah, war ich schon im Adventskalender-Bastelfieber. Sofern man das noch Basteln nennen kann. Es ging ja wirklich nur darum Süssigkeiten in die Briefumschläge zu verteilen, und den schönen Zahlenkleber drauf zu kleben. Einfach oder?

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Der geübte Adventskalender-Bastler ahnt es bereits, ich als Newbie in Sachen Advent und Basteln war total Naiv. Denn als ich alle Briefumschläge schon gefüllt hatte, kam die Frage wohin damit? Ich kann ja die Briefumschläge unmöglich einfach so lose mitgeben!

An die Wand hängen finde ich suboptimal, weil man da entweder ein anderes Bild wegnehmen, oder ein neues Loch in die Wand machen muss. Also kurz hyperventiliert (bzw. geflucht). Was nun? Ich entschied ich mich für einen Korb. Den fand ich aber leider nicht in der richtigen Grösse, entweder zu gross oder zu tief (oder zu teuer). Und somit blieb mir nichts anderes übrig als eins zu basteln. Aus der Choco-Crispies Box wurde also mit etwas Schere und verkehrsweisse Sprayfarbe eine Schachtel für den Patenkinder-Adventskalender.

Adventskalender für kleine Kinder

Wer möchte kann HIER ziemlich ähnliche Zahlen downloaden und selber ausdrucken. Auch DIESE Zahlen sind schön farbig, und der Adventskalender wird so um einiges günstiger.

Was man benötigt:

1. Schöne Zahlenkleber
2. Passende Briefumschläge
3. Korb oder Schachtel (gekauft oder GEBASTELT)
4. Süssigkeiten für die Füllung

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Bei der Füllung der Adventskalender würde ich vorallem auf das Alter des Kindes achten. Falls es ein Kleinkind ist, sehr wichtig: Nichts womit es sich verschlucken kann! Das heisst keine harten Bonbons oder Maoams, keine kleinen Plastikgegenstände, keine kleinen Würfel oder Bälle. Am liebsten einfach ein kleines Stück Schokolade für jeden Tag, oder ein Tattoo-Sticker. Hier ein paar Beispiele:

 

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Schliesslich habe ich noch den Rand der Schachtel mit etwas Baumwolle verschönert, so hat es noch etwas Engelhaftes.

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Und als ich da schon am Werken war, dachte ich wieso nicht gleich eins für das Patenkind vom Mann machen (weil seine Bastelkünste noch schlimmer als meine sind). Und dann dachte ich, kann ich noch eins für Daddy machen. Und als ich schon fast fertig war, sagte der grosse Mann zu mir: „Also ich würde mich auch freuen wenn ich dieses Jahr einen Adventskalender bekommen würde“. Hä? Echt jetzt? Ok, seis drum. Machen wir halt auch eins für den grossen Mann.

Adventskalender für Erwachsene (Männer)

Mein Vater liebt dunkle Schokolade (also eigentlich Schokolade im Allgemeinen), und trinkt gerne Tee. Also habe ich mich entschieden sein Adventskalender mit Lindor-Kugeln und Tee von Sirocco zu füllen. Jeden Tag eine andere Sorte.

Für seinen Adventskalender nahm ich die schwarzweissen Kleber von Interio. Wer möchte kann aber HIER Inspiration für mehr Adventskalender für Erwachsene haben, und es gibt unter demselben Link auch ein Freebie mit schwarzweissen Zahlen, zum herunterladen und ausdrucken.

Da auch hier die Füllung relativ klein sein würde (Teebeutel oder Lindor-Kugel), mussten diese Briefumschläge klein sein, also habe ich mich für die ganz normalen weissen C6 Briefumschläge entschieden.

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Das Füllen der Adventskalender ist ja so eine Sache. Für Frauen oder Kinder -wie ich finde- kein Problem. Aber was tut man für Männer rein? Ich habe es einfach gehalten und mich für diese Tee-Portionen entschieden, weil sie sehr hochwertig sind, und ich weiss dass er sie lieben wird. Und Schokolade geht (bei meinem Vater zumindest) immer. Aber mir fällt sonst noch spontan ein, dass man auch eine Krawatte, Socken, eine kleine Taschenlampe, oder ein Lottoschein nehmen könnte. Exotische Küchen-Gewürze für Hobby-Köche, lustig bemalte Golfbälle für Golfer, usw.

Die Schachtel habe ich mit schwarzer Tafelfarbe bepinselt und über Nacht trocknen lassen. Mit weisser Kreide kann man es anschliessend noch beschriften und/oder dekorieren.

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Mein erstes Adventskalender-Basteln war also ziemlich OK und ich könnte mir durchaus vorstellen nächstes Jahr wieder etwas ähnliches zu machen.

Und wie sieht es bei Euch aus? Auch schon im Bastelfieber?

 

Die ultimative Weihnachts-Checkliste

Ich liebe Listen.  Und zwar nicht weil ich besonders gut organisiert sein will, sondern weil ich ganz einfach ein Hirn wie ein Sieb habe und ich mir absolut nichts merken kann. Das war schon immer so, aber mit Kinder hat man plötzlich so viele Sachen mehr im Kopf an die man denken muss.  Und so kam es, dass ich mir folgende Checkliste für Weihnachten ausgedacht habe. Ich behaupte wenn man die Hälfte dieser Liste bis Mitte Dezember erledigt hat ist man auf gutem Weg eine ruhige und stressfreie Weihnacht zu geniessen.  Viel Spass!

 

1.      Adventskalender basteln
Der Klassiker der Vor-Weihnachtsfreude. Und zwar nicht nur für Ihre eigenen Kinder oder Göttikinder, sondern auch für eine gute Freundin, gefüllt mit Lippenpomade, ein kleiner Teebeutel oder eine Notitz mit einem Spruch.  Für Leute die nicht so gute/gerne Bastler sind, hier zwei „Last Minute Adventskalender“: einer mit Kaffeefilter, der andere mit Streichholzschachteln. That’s it, mehr braucht es nicht.

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2.     Geschenke frühzeitig besorgen
Eigentlich ist es ziemlich klar, und doch kaufen so viele ihre Weihnachtsgeschenke im letzten Moment. Ich weiss es, ich gehörte jahrelang auch dazu. Seien Sie clever, gehen Sie jetzt. Am besten an einem Wochentag um 8 Uhr morgens, damit Sie die Menschenmasse vermeiden und Punkt 3 einhalten können. Zusatztipp: sagen Sie Ihrem Partner mit ernster Miene „Schatz, schenken wir uns doch dieses Jahr etwas Gebasteltes“. Und schauen Sie zu wie er ganz langsam bleich wird.

3.     Ruhe bewahren
Weihnachten ist mit dem ganzen Basteln, vielen Essen und häufigen Familientreffen doch sehr anstrengend. Sogar ich als grosser Weihnachtsfan bin Ende Jahr etwas ausgelaugt. Aber auch für den schlimmsten Weihnachtsmuffel bleibt nichts anderes übrig als sich auf den ganzen Weihnachtsklimbim einzulassen. Nehmen Sie es ruhig und geniessen Sie diese Zeit indem Sie sich jetzt schon einen Wellnesstag im Januar einplanen. Das macht das Ganze so viel einfacher.

4.      Weihnachtskarten verschicken
Statt ein Whatsapp-Gruss mit „Frohe Weihnachten“, schicken Sie dieses Jahr schöne Weihnachtskarten mit der guten alten Post.  Weihnachtsfreaks wie wir basteln diese selber, aber das müssen Sie nicht. Es gibt wunderschöne Versionen zum Kaufen. Und eigentlich spielt das Aussehen der Karte gar keine Rolle.  In unserer hochmodernenen über-elektronischen Welt ist die Freude über eine echte Grusskarte aus Papier schon gross genug.

5.      Guezli backen
Und zwar ohne Kompromisse, keine fertigen Teige!  Die paar Eier mit Mehl und Butter zu mischen, das schaffen wir alle, und schmeckt 100 Mal besser.

Galletas de canela

 

6.      Spenden
Sie und ich wissen es. Wir werden an Weihnachten viel Geld für Essen und Geschenke ausgeben. Geben Sie einen kleinen Teil davon für eine Spende. Es beruhigt das schlechte Gewissen und Sie können andere Menschen sehr glücklich machen. Wenn Sie zu den Skeptikern gehören, die nicht gerne an eine Institution spenden, machen Sie es direkt. Sammeln Sie für eine Freundin in Not, kaufen Sie Geschenke für Kinder und bringen Sie diese in ein Frauenhaus oder Kinderheim, es gibt unendlich viele Möglichkeiten zu Geben.

7.      Erklären Sie Ihren Kindern der wahre Sinn von Weihnachten
Keine Sorge, Sie müssen jetzt nicht besonders religiöse Erklärungen vorbereiten. Es genügt wenn Sie Ihren Kindern erklären dass es NICHT um den kommerziellen Aspekt geht, und um Geschenke zu bekommen. Auch wenn es überall so suggeriert wird. Es geht um Liebe, Besinnlichkeit, Beisammensein. Es geht darum an diejenigen zu Denken die nicht mehr unter uns sind. Die Kinder schauen Sie dann entgeister an mit dem Blick Wann-bist-du-endlich-fertig-kann-ich-jetzt-mein-Geschenk-haben, aber wir müssen es trotzdem sagen. Es gehört sozusagen  zur Elternpflicht.

8.      Glühwein am Weihnachtsmarkt trinken
Die schwedische Variante Glögg geht aber auch. Es gibt nichts schöneres als Glühwein zu trinken, Raclette und Zimtschnecken an einem Weihnachtsmarkt zu essen, an Kerzen und Seifen zu riechen, Schals und Ringe anzuprobieren, und diese einmalige Atmosphäre zu geniessen. Aber übertreiben Sie es nicht, Silverster ist dann auch gleich um die Ecke, und da wird es promilletechnisch auch nicht besser.

9.      Fotos machen
Und zwar viele! Erzählen Sie mit den Fotos Ihre persönlichen Weihnachtstraditionen. Ziehen Sie Ihren Kindern lustige Weihnachtshüte, Haarreifen oder künstliche Samichlaus-Bärte an, und fotografieren Sie sie. Ihre Enkelkinder werden Sie dafür eines Tages danken.

Weihnachtshut Polaroid