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Ein neuer Trend: Malbücher für Erwachsene | Top oder Flop?

Der grosse Mann war gerade erst kürzlich an einem Meditations-Workshop und kam begeistert zurück. „Ich wusste gar nicht dass es so viele verschiedene Meditationsarten gibt!“.

Tatsächlich kennen viele nur die Zen-Meditation, oder denken, dass man Buddhist oder ein so ein esoterischer Yogini sein muss. Nichts davon ist wahr. Meditation ist einfach nur den Kopf leeren, der ja den ganzen Tag beschäftigt ist (übrigens auch beim Träumen arbeitet unser Gehirn weiter). Wenn man sich also auf nur eine Sache im Jetzt konzentrieren kann, ist das schon eine Art Meditation. Und für unser Gehirn ist das  wie Ferien.

So gesehen, kann alles mögliche Meditation sein. Man kann zum Beispiel beim Stricken oder beim bewussten Gehen meditieren. Es gibt eigentlich viele Bewegungsmeditationen, eine davon ist eben auch das Malen. Deshalb habe ich für uns erst kürzlich ein paar Malbücher gekauft.

  1. Mandalaträume / 2. Die wandelnde Stadt / 3. Reise durch die Jahreszeiten

Wir haben angefangen jeden Abend ein bisschen zu malen, und es beruhigt uns tatsächlich sehr. Die Bücher sind auf dem Tisch, und jeder schnappt sich bei Bedarf eins und malt für ein paar Minuten.

Es gibt weder Mindestzeit noch Leistungsdruck, es muss nicht schön sein, es ist komplett egal wie es aussieht. Aber man konzentriert sich für ein paar Minuten nur darauf die Farben zu wählen, und die weissen Flächen mit eben diesen Farben zu füllen.

Falls Ihr auch Lust habt dies einmal auszuprobieren, habe ich euch eine schöne Auswahl zusammengestellt:

  1. Meditation (wie passend!) /2. Achtsamkeit / 3. Spiritual / 4. Optische Illusionen / 5. Kristalle, Wellen, Dimensionen / 6. Kreativ, meditativ, Orient / 7. Anti-Stress / 8. Traumreise / 9. Mal dir Paris

Ihr könnt irgendwelche Farben dafür nehmen. Wir haben Faber-Castell Buntstifte, und Stabilo Filzstifte genommen.

Wie findet ihr diesen Trend von Malbücher zum Entspannen? Cool oder eher absurd? Wer von euch hat auch schon Malbücher ausprobiert? 

 

 

{Blogpause} beendet | I’m back!

Letztes Jahr im August habe ich mich hier vom Blog verabschiedet. Es gab mehrere Beweggründe dafür: ich hatte sehr viel Arbeit, meine Ideen waren ausgetrocknet, und ich fühlte nur noch den Druck bloggen zu müssen.

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Was als Spass und Hobby anfing, nahm ernstere Züge an. Es war kein Spiel mehr, es war Arbeit. Abends kam ich von der „richtigen“ Arbeit nach Hause und war todmüde, konnte nichts mehr tun ausser noch ein bisschen abschalten und ins Bett kriechen. Ich fand weder Zeit für Sport noch Malen, traf mich selten mit Freundinnen, und die Wochenenden waren einfach zu schnell wieder vorbei um mich richtig zu erholen.

Meine kreative Wiese hier auf dem Blog hatte überhaupt keinen Platz mehr in meinem Leben. Ja, ich war mit allem etwas überfordert. Obwohl man das als Aussenstehender gar nicht bemerkte, ich funktionierte ja weiter, alles kein Problem.

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Aber ich kann mich selbst relativ gut einschätzen, mich von aussen betrachten. Die Meditation hilft mir dazu. Irgend etwas in mir sagte „Stop, du musst bremsen und alles aufs Minimum zurückschrauben“. Es war die einzige Möglichkeit um heraus zu finden was ich wirklich wollte.

Ich schraubte also alles aufs Minimum zurück. Nichts musste, alles konnte. Diese Einstellung half mir, mich zu erholen, zu entdecken was ich wirklich wollte. Eine ganze Weile lang passierte gar nichts. Und dann, eines Tages, wie aus dem Nichts heraus, fühlte ich wieder diese Sehnsucht. Wie ein zartes Kribbeln fühlte ich wieder Lust nach Lesen, nach Schreiben und Backen. Farben, Düfte und Handarbeits-Projekte kamen mir in den Sinn.

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Aber dieses Mal will ich mir Zeit lassen. Einfach-nur-mal-sein und Auf-mich-zukommen-lassen sind meine Devisen. Ich merke wie ich so ein besserer Mensch werde. Wenn ich selbst ruhig bin kann ich besser zuhören, andere Menschen helfen.

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Was sich im Blog ändern wird? Es wird alles etwas entspannter sein, manchmal werde ich mehr Backen oder Basteln, dann werde ich vielleicht eine Fotostory erzählen oder über Reisen erzählen. Nichts muss, alles kann. Ich freue mich sehr auf das was kommt.

 

{Fotografie} 40 Fotospiele die Spass machen

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Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Ich liebe Fotospiele und es gibt so viele, dass ich manchmal gar nicht weiss wo ich anfangen soll. Erst kürzlich habe ich an einem Tag spontan entschieden, alle Leute von hinten zu fotografieren. Mit meinem Fotoprojekt Das Jahr in Farben trainierte ich letztes Jahr mein „fotografisches“ Auge und forderte mich selbst heraus.

Wenn man die Kunst der Fotografie besser beherrschen will, oder die kreativen Säfte nicht mehr fliessen, ist es höchste Zeit, sich in ein Fotoprojekt zu stürzen. Es kann ja auch ein kleines Projekt werden und muss nicht gleich ein Jahresprojekt sein. Lieber wenig als gar nicht. Deshalb hier eine kleine Inspirationsliste von Fotospiele die man machen könnte:

1. Jump-Fotos
2. From where I stand
3. Fence (Der Zaun)
4. Kopflos
5. In meinen Händen
6. Nur in schwarz-weiss fotografieren
7. Schatzsuche
8. Buchstaben suchen
9. Nummern suchen
10. Menschen von hinten fotografieren
11. 100 Schritte (einfach 100 Schritte laufen und da ein Foto machen).
12. Makro (gehe nah ran!)
13. Selfies (Schuh-Selfies, Schal-Selfies, usw.)
14. Fremde Leute deiner Stadt
15. Analog fotografieren
16. Lego-Männchen
17. Verlassene Gebäude
18. Aus der Hüfte aus fotografieren (ohne durch den Viewer zu schauen!)
19. Die Natur aus einer anderen Perspektive
20. Street Fashion
21. Strassenkünstler
22. Auf einer Bank stehend
23. Gegenlicht
24. Sonnenaufgänge
25. Sonnenuntergänge
26. Kinder
27. Vogelperspektive
28. Landschaften
29. Mustersuche (Linien, Formen, usw.)
30. Leute beim Sport
31. Blurred (Unscharf)
32. Spiegelung im Wasser (oder sonstwo)
33. Regentage sind auch schön
34. Farbensuche (z.B alles was grün ist)
35. Ameisen Perspektive
36. Was bedeutet für dich der Frühling (oder Sommer) nur in Bilder!
37. Jede Stunde ein Foto
38. Schatten
39. Architektur
40. Deine Stadt ganz neu kennenlernen

Man kann diese Spiele entweder ganz für sich machen, oder auch auf Instagram hochladen. Taggt es dann mit @karininchen damit ich es auch sehen kann. Ok?

To me, photography is an art of observation. It’s about finding something interesting in an ordinary place… I’ve found it has little to do with the things you see, and everything to do with the way you see them. Elliot Erwitt

 

{Inspiration} People from behind

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Letztes Wochenende war ich mit Freundinnen unterwegs in der Stadt. Es war angenehm warm und wir dachten es sei eine gute Idee die Sonne zu geniessen bevor sie wieder verschwindet (man weiss ja nie mit den drei Eisheiligen!).

Jedenfalls nahm ich wieder einmal meine grosse Kamera mit und fotografierte Leute von hinten. Die Idee kam mir ganz spontan. Nicht das ganze Bild zu zeigen, sondern nur etwas anzudeuten, ist ein wichtiger Teil der Fotografie. Normalerweise fotografieren wir Leute von vorne: das klassische Portrait. Jemand von hinten zu fotografieren hingegen zeigt uns nur einen Teil vom Mensch. Wir sehen nicht ob die Person lacht oder weint, ob sie sich unterhaltet oder was für einen Gesichtsausdruck sie hat. Wir können es uns einfach nur vorstellen.

2015-05-20_0005Es war eine sehr gute Beobachtungsaufgabe. Woher kommen diese Menschen? Was beschäftigt sie?

2015-05-20_0001Die folgenden zwei Damen waren auf dem Weg zu einer asiatischen Hochzeit. Plötzlich waren da so viele Menschen in schönen farbigen Kleidern. Ob sie mit dem Brautpaar verwandt sind?

2015-05-20_0004Oder mutig ihre Farbwahl ist. Manchmal wäre ich auch gerne so. Aber empfinden sich diese Menschen auch als mutig? Ist das eine bewusste Farbwahl? Vielleicht sogar ein Statement?

2015-05-20_0002Kennen sie sich schon lange? Sind sie verliebt, verlobt oder verheiratet? Haben sie sich zufällig getroffen?

2015-05-20_0003So viele Fragen! Danach haben wir uns einfach auf die Wiese gelegt und liessen alle Fragen unbeantwortet. Und das…ist auch OK so. Es war ein wunderschöner Tag.

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The golden Age is before us, not behind us. William Shakespeare

 

{Inspiration} Kreativ durch den Winter

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Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Rein genetisch gesehen ist der Winter für die meisten von uns eine träge Zeit. Unsere innere Uhr verlangt nach Winterschlaf, Kuschelsocken, und deftiges Essen. Sport fällt uns (mir!) nicht mehr so leicht, und die gelegentlichen Fat Sundays (allgemein auch bekannt als „Gammelsonntage“) mutieren immer mehr zu Fat Weekends.

Auch die Kreativität leidet darunter. Fotografisch gesehen ist der Winter sowieso eine schwierige Zeit um schöne Fotos zu machen, weil es meist schon dunkel ist wenn man mit der Arbeit fertig ist. Und wer nicht gerne mit Blitz arbeitet (z.B. ich), muss sich da schon etwas einfallen lassen.

Also habe ich mich hingesetzt und (Ihr glaubt es nicht) eine LISTE erstellt. Es sind verschiedene Ideen wie man fotografisch oder im Allgemeinen auf der kreativen Ebene bleibt, trotz Winterträgheit und fehlendem Licht.

Winter fotoprojekt

Denk Dir ein Winter-Fotoprojekt aus. Zum Beispiel könntest Du auf Instagram ein #SnowSunday einberufen, damit auch andere mitmachen können. Weitere Alternativen wären auch ein #FreezingFriday oder #WinterWednesday. Falls das jemand macht, bitte unbedingt Bescheid geben, ich mache bei solchen Dingen immer gerne mit!

Die liebe Fee hat erst kürzlich einen InstAdventskalender Aufruf auf Instagram getätigt, wo man jeden Tag im Dezember ein bestimmtes Foto machen muss. Das regt die Kreativität an!

Oder man schnappt sich Partner, Kind, Freundin, oder wer auch immer gerade in der Nähe ist, und macht einen Tagesausflug mit dem einzigen Ziel, Schneefotos zu machen: mit Schnee-Engel, Schneeballschlacht, Schneemann bauen, usw. Ist ja die geniale Ausrede für alle Unterländer um mal von der Nebelsuppe in die sonnigen Berge zu fahren, und nicht immer nur zu Hause zu bleiben.

fotoalbum machenAber manchmal ist das Hundewetter doch so schlimm, dass man wirklich nicht aus dem Haus will. An so einem Wochenende könnte man genauso gut mal alle Fotos aussortieren, und ein schönes Fotoalbum zusammenstellen. Das braucht Zeit, das kann nicht im Sommer gemacht werden, dafür ist der Winter da.

Oder für die hartgesottenen Bastler gilt natürlich auch die Fotos selber auszudrucken und in ein Notizbuch zu kleben oder Project Life zu starten.

tagebuch

Tagebuch schreiben, oder wie man heutzutage pflegt zu sagen: Journaling! Nichts regt die kreativen Hirnzellen mehr an, als zu schreiben. Ich selber bin ja auch nicht so der Tagebuch-Typ, aber ich habe immer ein Notizbüchlein wo ich mir für alles Listen mache (da sind wir wieder mit den Listen). Da steht drauf welche Bücher ich noch lesen will, wofür ich an diesem Tag dankbar bin, was im aktuellen Jahr bisher toll war, wohin ich noch reisen möchte, was ich noch zu Hause umdekorieren will, usw.

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Zieh die dicken Winterstiefel an und gehe, wie ein Tourist, auf Entdeckungstour. Mach eine Liste mit deinen Lieblingsplätze in der Stadt und fotografiere sie. Schreibe auf warum Dir diesen Ort so gut gefällt, wann warst Du das letzte Mal da, oder welche Erinnerungen es dir bringt.

Wer’s ganz wild mag kann auch in eine ganz neues Stadtviertel wo Du noch nie zuvor warst, und gehe auf Erkundungstour. Auch wenn es auf den ersten Blick langweilig erscheint, liegt die Kunst der Kreativität darin, Neues in Altem zu finden und zu interpretieren. Sitz also in eine beliebige Tramlinie, U-Bahn oder Bus, und steige bei einer zufälligen Haltestelle aus. Was siehst Du? Gibt es ein Café oder ein Restaurant? Sind Jogger unterwegs? Oder Hünde? Welche Farbe haben die Gebäude? Gibt es Sitzbänke? Oder ein Park?

Ich hoffe diese Ideen helfen Dir weiter, um während den Wintermonate kreativ zu bleiben, und Inspiration in den ganz einfachen Dingen zu sehen.

Creativity involves breaking out of established patterns in order to look at things in a different way. Edward de Bono