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Veganes Tofu mit Glasnudeln und Gemüse | Endlich ein leckeres Tofu-Rezept

Als ich vor Jahren das erste Mal Tofu probiert habe, konnte ich es nicht essen. Es schmeckte mir nicht, und die Konsistenz war nicht gerade berauschend. Es braucht viel bis ich etwas nicht essen kann, aber Tofu war dann eine Weile lang tabu.

Das hat sich nun geändert. Ich habe endlich eine Möglichkeit gefunden, Tofu zu einer wahrhaft schmackhaften Speise zu machen. Die Wunder-Lösung heisst: Sesamöl mit Mandelbutter. Naja, nicht nur, aber hauptsächlich schon. Denn mit diesen beiden Zutaten bekommt man die spannende Süss-Saure-Note, die mein Herz höher schlagen lässt. Tofu wird jetzt also richtig mit Genuss gegessen.

Zutaten für 2-3 Personen:

TOFU & SAUCE:
230g Tofu
3 EL Sesamöl
2 EL Mandelbutter
1 EL Tamari oder Soja-Sauce
1 EL Limettensaft
1-2 EL Ahornsirup
3-4 EL Maisstärke
Chili geschnitten oder Pulver- nach Bedarf

DRESSING:
2 Knoblauchzehen
1 EL Ahornsirup
2 TL Tamari oder Soja-Sauce
1 EL Limettensaft
2 EL Reisessig (Apfelessig oder Weissweinessig tun’s auch)
1 EL Sesamöl
Chili geschnitten oder Pulver – nach Bedarf

NUDELN & BEILAGE:
Vermicelli oder Reis-Nudeln (vom Asia-Laden)
1/2 rote Paprika in Würfel geschnitten
2 Karotten gerieben oder mit dem Schäler geschält
1/3 Gurke geschält und diagonal geschnitten und halbiert
1 Frühlingszwiebel geschnitten
Basilikum oder Koriander
Sesam

ZUBEREITUNG:

Damit der Tofu nicht so glitschig schmeckt, muss man es zuerst etwas auspressen. Dazu wickelt man es in ein sauberes Küchentuch, und presst es mit etwas Schwerem obendrauf (z.B. ein Topf) für ca. 10 Minuten. 1 EL Sesamöl und alle anderen Zutaten unter TOFU & SAUCE mixen, und zur Seite stellen. Tofu wieder aus dem Wickeln rausnehmen, in Würfel schneiden und in etwas Maizena wenden. Es ist wichtig, dass die Tofuwürfel wirklich auf jeder Seite Maizena haben. Dann erhitzt man die 2 restlichen EL Sesamöl und sautiert die Tofuwürfel auf allen Seiten bis sie goldbraun sind (ca. 5 Minuten). Tofu-Sauce hinzufügen, und für 2-3 Minuten weiter in der Pfanne sautieren und vorsichtig wenden. Zur Seite stellen. Danach kocht man die Nudeln gemäss Verpackungsangaben. Zum Servieren legt man in einer grossen Bowle die Nudeln, das Gemüse und die Tofuwürfel obendrauf. Mit Sesamkörner sprenkeln und geniessen!

Viel Spass beim Geniessen!

{Rezept} Brasilien: Pao de Queijo & warum ich die Olympiaden liebe

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Ich bin wie immer voll im Olympia-Fieber. Alle vier Jahre ist es dasselbe: ich klebe am Fernseher: diese Emotionen, diese Dramatik, dieser Teamgeist! Besser als jede Reality Show, da kann der Bachelor gleich einpacken (und wenn die Sportler während der Siegerehrung auch noch weinen ist es um mich geschehen). Momentan wird der Fernseher bei uns eingeschaltet und bis tief in die Nacht die Wettkämpfe verfolgt. Nicht mal der junge Mann schaut so verbissen wie ich. Ausser es ist Fussball, da ist er immer dabei.

Deshalb und weil heute ganz wichtige Termine anstehen (im Moment gerade Golf Frauen, danach kommt noch Ringen) gibt es ein ganz schnelles Rezeptchen aus Brasilien: Pao de Queijo. Für das Ganze braucht Ihr höchstens 10 Minuten, man kann sie also locker zwischen zwei Wettkämpfe oder kurz vor der Siegerehrung machen. Und wenn sie ganz frisch aus dem Ofen kommen sind diese Brötchen der absolute Hammer.

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In Ecuador nennt man es Pan de Yuca, in Kolumbien Pan de Queso, aber im Grunde genommen ist es fast dasselbe: ein Brötchen aus Tapioka-Stärke mit Käsefüllung. Tapioka-Stärke ist ein weisses feines Pulver (ähnlich wie Maizena) und wird aus der Maniok-Wurzel hergestellt, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Die Tapioka-Stärke bekommt man in zwei Varianten: Flocken (oder Kügelchen) und Pulver. Für dieses Rezept benötigen wir das Pulver. Ihr findet es vorallem im Reformhaus oder im Asia-Laden.

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Was ihr dazu braucht:

2 Tassen Tapioka-Stärke
4 Tassen geriebener Mozzarellakäse
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
115g Butter (Zimmertemperatur)
2 Eier

Backofen auf 260 Grad vorheizen. Backblech mit Backpapier vorbereiten. Tapioka-Stärke, Käse, Backpulver und Salz miteinander in einer Schüssel vermengen. Butter und Eier hinzufügen und weiter mischen. Ich habe es im Standmixer gemacht, aber man kann es auch gut einfach mit der Hand vermengen. Wenn alles gut zusammengemischt ist, kleine Bällchen  formen (etwas kleiner als ein Golfball) und auf das Backpapier legen. In den Ofen für ca. 7 Minuten backen (ich habe sie 8 Min. gebacken damit sie etwas Farbe bekommen).

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In Südamerika isst man diese Käsebrötchen als Snack für zwischendurch, mit Kaffee oder in Ecuador mit Joghurt. Falls ihr es nachkocht bitte unbedingt zurück melden ob es euch gefallen hat! Und erzählt mal… schaut ihr auch so gerne die Olympiaden wie ich?

{Rezept} Real American Chocolate Chip Cookies

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Heute nur ein kleines Rezeptchen, denn jetzt fängt ja die Schule wieder an und wir sind definitiv im Post-Ferien-Alltags-Stress drin. Stundenpläne wurden ausgedruckt und Agendas mit den neusten Fussball-Daten vom jungen Mann aktualisiert.

Trotzdem wollte ich mir auf keinem Fall dieses Rezept entgehen lassen. Es handelt sich dabei nämlich um ein wahres Fundstück aus dem Internet, das ich aber noch nach vielem Ausprobieren etwas angepasst habe. Jahrelang suchte ich schon nach einem echt amerikanischem Rezept für Chocolate Chip Cookies. Die bisherigen schmeckten irgendwie unecht. Ich glaube aber, dass ich mit diesen hier voll ins Schwarze getroffen habe. Sie sind aussen knackig und innen weich, genauso wie sie sein müssen. Und da es ein echt amerikanisches Rezept ist, kommen die Mengeneinheiten auch in Tassen statt in Gramm.

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Zutaten:

3 1/2 Tassen Mehl
1 Teelöffel (gestrichen) Natron
1 Teelöffel (grosszügig) Backpulver
1/2 Teelöffel Salz
1 1/4 Tasse Butter (Zimmertemperatur)
1 1/2 Tasse Rohrzucker
1 Tasse Zucker
2 Eier
1 Vanillestange
1 Packung Chocolate Chips

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Alle Zutaten ausser die Chocolate Chips gut mischen, am besten eignet sich hier natürlich eine Küchenmaschine, die lässt man dann einfach ein paar Minuten lang laufen. Dann die Chocolate Chips von Hand in den Teig mischen, und dann mit dem Inhalt von ungefähr 3 Esslöffel je ein Bällchen formen. Mit genügend Platz dazwischen die Bällchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Zwischen 15 und 17 Minuten backen. Die Backzeit ist das Wichtigste! Wenn man sie zu lange drin lässt schmecken sie warm dann immer noch gut, aber wenn sie auskühlen werden sie zu hart. Ich musste es ein paar Mal ausprobieren und bei mir werden sie mit 15 Minuten perfekt. Am besten machst Du sie nicht alle auf einmal, dann kannst du die Backzeit ausprobieren und anpassen.

Probiers doch aus und sag mir Bescheid wie sie dir gefallen. Ich glaube das sind echt die besten.

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{Rezept} Tarte au Melon

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Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Heute gibt es ein feines Rezept für eine Quarktarte mit Melone, aber vorher muss ich euch unbedingt eine Anekdote aus meiner Jugend erzählen. Dazu greife ich ein bisschen in die Erinnerungskiste und nehme euch mit auf einer Zeitreise in die 90er Jahre. Da war ich in der Sekundarschule und lebte noch in Ecuador. Wir erinnern uns, Ecuador, 35 Grad im Schatten, 90% Luftfeuchtigkeit (diese Info ist wichtig für später).

Unser Schultag war relativ lang (von 7.30 bis 13.30 Uhr mit zwei kleinen Pausen) was dazu führte, dass wir auf unsere Lunchboxen angewiesen waren wenn wir nicht verhungern wollten. Es gab zwar auch ein Kiosk, aber meine Mutter -schon immer sehr Bedacht um die Ernährung- hätte mir niemals Geld gegeben um dort etwas zu kaufen, also schickte sie mir Gesundes mit. Soweit so gut.

Es gab immer ein Sandwich, manchmal ein gekochtes Ei, Crackers, und etwas zu trinken. In dieser Hitze eignete sich natürlich frisches Wasser oder kühle Tees am besten. Und was hatte ich in der Thermoskanne? MELONENSAFT! So richtig dickflüssige Cantaloupe-Melone mit Wasser gemixt. Ich glaube es hatte sogar noch kleine Stückchen drin. Ich meine, wir waren in den Tropen, da wächst ja alles mögliche und ist supergünstig: Wassermelonen, Passionsfrucht, Limetten, Zitronen, usw. Irgendwie aber fand meine Mutter, Melonensaft sei das richtige für mich.

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Wie ihr sicher versteht, konnte ich unmöglich bei dieser Hitze Melonensaft trinken, und so kam es, dass die Pflanzen meiner Schule in den täglichen Genuss von Melonensaft kamen. Während meiner gesamten Sekundarschulzeit goss ich den Saft einfach über die Pflanzen drüber. Da meine Mutter aber extra früher aufstand und sich solche Mühe gab mir diesen Melonensaft zuzubereiten, brachte ich es nicht übers Herz es ihr zu beichten, und liess sie einfach weiter machen.

Es ist ja nicht so, dass ich Melone nicht mag. Ich finde es eine super Frucht und mag sie sehr gerne. Nur eben, dieser Saft eignet sich nicht besonders wenn man durstig ist. Irgendwann Mitte Zwanzig habe ich es meiner Mutter dann doch noch erzählt. Sie hat lauthals gelacht und sagte nur „Aber du hättest doch etwas sagen können!“ Ähm das habe ich auch! Aber sie hat nicht zugehört und hat weiter fröhlich Melonensaft gemacht. Da habe ich es einfach aufgegeben.

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Heute bringe ich euch das Rezept für eine Quartkarte mit Melone. Sie ist echt lecker und ein super Dessert für eine Grillparty zum Beispiel.

Zutaten für den Mürbeteig:

90g Mehl
70g gemahlene geschälte Mandeln
60g Zucker
1 Prise Salz
80g kalte Butter, in Stücken
1 Eigelb
Optional: 1 Beutel dunkle Kuchenglasur, geschmolzen

Zutaten für die Quarkfüllung:
1/2 Melone in Stücken, ca. 300g
40g Zucker
5 EL Wasser (wenn die Melone sehr wässrig ist dann nur 3 EL)
5 Blatt Gelatine, ca. 5 Min in kaltem Wasser eingelegt, abgetropft
125g Halbfettquark
1 EL Limettensaft
1 dl Vollrahm

Zutaten für das Topping:
1/2 Melone klein gewürfelt
Pfefferminze fein geschnitten

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Zubereitung:
Alle Zutaten für den Mürbeteig mischen und zu einem weichen Teig zusammenfügen. Teig flach drücken, zugedeckt ca. 30 Minuten kühl stellen. Anschliessend den Teig zwischen zwei Plastikbeuteln ca. 2cm grösser als die Form ausfallen, ins vorbereitete Blech legen. Teilboden mit einer Gabel dicht einstechen. Teig mit Backpapier belegen, mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren und ca. 15 Minuten in der unteren Hälfte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens blindbacken. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen, ca. 5 Min. fertig backen. Trabenden herausnehmen, etwas abkühlen, aus der Form nehmen, auf einem Gitter auskühlen. Trabenden mit der Hälfte der Kuchenglasur bestreichen.
Für die Quarkfüllung Melone Zucker und Wasser in einer Pfanne mischen und zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten köcheln, pürieren. Gelatine unter die heisse Masse rühren, etwas abkühlen. Quark und Limettensaft darunter rühren. Rahm steif schlagen, sorgfältig unter die Masse ziehen, auf dem Trabenden verteilen, zugedeckt im Kühlschrank ca. 4 Stunden fest werden lassen. Zum Schluss oder vor dem Servieren, Melonenstücke und Pfefferminze mischen und auf der Tarte verteilen.

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Friends are like melons. Shall I tell you why? To find one good, you must a hundred try.  Claude Mermet (Französischer Dichter)

 

{Rezept} Der allerbeste Hummus

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Erst kürzlich habe ich Hummus für mich entdeckt. Ich kannte es von früher, es war einfach diesen leckeren Dip den man beim Libanesen bekommt. Jetzt esse ich es fast täglich und bin begeistert. Ich bereite mir am Wochenende ein Glas voll, und verputze es innerhalb weniger Tage. Aufs Brot oder mit Salat. Es ist nicht nur super lecker, sondern auch noch gesund (Und das können nicht viele Lebensmittel von sich behaupten).

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Es gibt übrigens verschiedene Varianten davon, aber das Grundrezept ist immer dasselbe. Je nachdem was Ihr in der Küche herumliegen habt, könnt Ihr es auch noch dazu mischen. Die Zubereitung dauert keine 5 Minuten (und für einfach/schnell/lecker bin ich immer zu haben).

Die Zutaten:

1 Dose Kichererbsen (abgetropft)
4 EL Tahin (Sesampaste)
2 EL Olivenöl
6 EL Wasser
Salz und Pfeffer
Einen Schuss Zitronensaft (Optional)
Paprikapulver (Optional)
Basilikum (Optional)
Knoblauch (Optional – für den Büro-Lunch eher ungeeignet 😉

Ihr schmeißt alles in den Mixer…und fertig! Der perfekte Snack für Frühlingstage ist fertig.

Auch sehr lecker ist es zum Beispiel mit Pita Chips. Dafür einfach Pitabrot in Dreiecke schneiden, mit Olivenöl und Knoblauch bestreichen, und bei 190 Grad ca. 10-12 Minuten in den Ofen backen.

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Probiert’s doch einfach mal aus und sagt mir Bescheid ob es Euch auch schmeckt!