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Zermatt – 48 Stunden in der beliebtesten Feriendestination der Schweiz

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Ich muss ein Geständnis abgeben (und ich werde wirklich rot während ich das schreibe): aber ich war noch nie in Zermatt. So, jetzt ist es raus. Dass ich nicht in der Schweiz aufgewachsen bin, ist dabei nur eine schwache Ausrede, denn mittlerweile wohne ich auch schon wieder seit 17 Jahren ununterbrochen hier und habe es trotzdem noch nie geschafft zu einem der bekanntesten Ortschaften der Schweiz zu besuchen: Zermatt.

Wir wollen in Zukunft mehr Orte in der Schweiz bereisen und diese Woche waren wir nun endlich in Zermatt. Die Legende von Zermatt beginnt mit einer Tragödie. Vier Menschen stürzten bei der Erstbesteigung des Matterhorns zu Tode, was in aller Munde war und somit sehr berühmt machte. Eine Legende war geboren.

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Wir bevorzugten die bequeme Variante und liessen uns von der Gondel auf den kleinen Matterhorn bringen (3’883m), von wo man die beste Aussicht auf den Matterhorn hat. Die Fahrt bis zur höchsten Bergbahnstation Europas, dauert ganze 45 Minuten, und ist eine richtige Panorama-Reise.

Oben angelangt, staunt man nicht schlecht wenn einem erste Skifahrer entgegen laufen. Auf dem kleinen Matterhorn kann man nämlich auch im Sommer Skifahren. Es herrscht ewiger Schnee.

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Dort oben auf dem kleinen Matterhorn entsteht momentan die höchste 3S Bahn der Welt. Die Bauarbeiten sind im vollen Gange und 2018 wird die neue Bahn eröffnet. Wir konnten zufällig Bergarbeiter erhaschen, wie sie die über die Schranke stiegen und zu ihrem Arbeitsplatz gingen. Da braucht man Nerven aus Stahl und definitiv keine Höhenangst!

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Danach geht man 15m tief in den Gletscher hinein und kann im Gletscherpalast wunderschöne Eisskulpturen bewundern, und unter anderem auf einer Eisrutschbahn herunter zu flitzen. Man fühlt sich ein bisschen wie Elsa aus Frozen. 🙂

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Von hier oben kann man verschiedene Wanderungen bis ins Tal machen, oder auch mit dem Mountain Bike hinunterfahren.

Am nächsten Tag liefen wir ein bisschen um Zermatt herum und ich konnte ein paar Fotos vom alten Dorfteil von Zermatt machen. Und das ist wirklich zuckersüss.

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Was ich auch nicht wusste: Zermatt ist ein kulinarischer Hot-Spot, die drei weltbesten Bergrestaurants befinden sich dort. Ausserdem gibt es immer wieder Food-Festivals mit Gault Millau Köche, oder man geniesst ein Fondue am Seil (Fondue in der Gondel!). Das muss ich bei meinem nächsten Zermatt-Besuch unbedingt ausprobieren.

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Nach unserer wunderschönen Panorama-Bergfahrt haben wir uns ganz selbstverständlich ein Walliser Käsefondue in Zermatt gegönnt, ich kann euch die Walliserkanne empfehlen, an der Bahnhofstrasse 32. Auch Pizzas kriegen sie sehr gut hin, schliesslich ist man in Zermatt auch nicht mehr so weit von Italien entfernt. 😉

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Wer hat gute Vorschläge und Ideen für Ausflüge in der Schweiz?
Was sind eure Lieblingsorte?

*Dieser Ausflug wurde durch Zermatt Tourismus unterstützt.

Zürich: ein unkonventioneller City Guide

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Beim vorletzten Post habe ich Euch erzählt, wie Zürich und ich uns am Anfang nicht mochten. Die Stadt zeigte mir ihre kalte Schulter, und ich hasste sie dafür. Aber mit der Zeit haben wir uns ziemlich gut arrangiert. Ausserdem hat sie hat es nicht einfach: als Banken-Stadt und Finanzzentrum hat sie einen grauen und kalten Ruf. Dabei ist diese Stadt so viel mehr als das. Das hervorragende Essen, die kulturelle Vielfalt, der See, usw.

Deshalb habe ich mir kurzerhand entschlossen Euch meine Lieblingsorte von Zürich zu zeigen. So quasi als Travelguide falls Ihr mal einen Städtetrip plant.

Heute fangen wir mit einer kurzen Runde an. Einen zweistündigen Spaziergang durch Zürich würde bei mir etwa so aussehen:

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Wir fangen mit einem Insidertipp an: Die Schipfe. Sie liegt in der Nähe der Bahnhofstrasse, gleich an der Limmat.  Es ist eines der ältesten besiedelten Gebiete der Stadt, man weiss dass bereits keltische Siedlungen in diesem Teil des heutigen Zürichs lebten. Ich liebe es hier spazieren zu gehen. Es ist schön ruhig, man ist in der Nähe des Wassers, und kann das gegenüberliegende Ufer betrachten.

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Dann läuft man etwas weiter in Richtung Zürich-See, und kommt zur „Frauenbadi“. Das Frauenbad beim Stadthausquai hat historisch Tradition. Als es noch kein fliessendes Wasser in Zürich gab, konnten sich Frauen hier ihrer Körperpflege widmen. Und bis zum heutigen Tag ist diese Badeanstalt nur für Frauen zugänglich. Abends wird die Frauenbadi in die Barfussbar umgewandelt, da dürfen die Herren der Schöpfung allerdings gerne teilnehmen.

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Gleich nach der Frauenbadi kommt das Bauschänzli. Eines der letzten Relikte der Stadtbefestigung, ist heute eine künstlich angelegte Flussinsel, wo man im Sommer gut essen, und im Herbst Oktoberfest im Zelt feiern kann.

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Wer sich jetzt etwas sportlich betätigen will, oder ganz einfach schneller vorankommen möchte, kann gerne bei einem der Stände von Züri rollt einen Fahrrad gratis ausleihen. Gleich neben dem Bauschänzli hat es nämlich eins. Und obwohl ich keinesfalls Tourist bin, habe ich das auch schon mehrmals gemacht. Nur schon weil es so praktisch ist! In Zürich ist man mit dem Fahrrad oft schneller als mit dem Auto unterwegs.

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So, und jetzt sind wir schon fast am See angekommen. Die Aussicht ist einfach atemberaubend, und wer Zeit hat, kann natürlich am Seeufer rechts oder links flanieren gehen.

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Wir gehen allerdings weiter zum Bürkliplatz, wo jeden Freitag einen supertollen Markt stattfindet. Frischer Oregano, Olivenbäume, Brot, Fisch, Fleisch, und die schönsten Blumen die ich jemals gesehen habe, werden dort zum Kauf angeboten.IMG_3381Schliesslich gehen wir die Bahnhofstrasse entlang in Richtung Bahnhof, wo sich das Shopping-Herz erfreuen kann (sofern man über das nötige Kleingeld verfügt – ich sage nur Gucci Louis Vuitton und Prada).

Was man keinesfalls verpassen sollte ist einen Abstecher beim Sprüngli am Paradeplatz. Entweder gleich hinsetzen und bei Kaffee und Kuche die Beine strecken, oder sich im Geschäft mit genügend Schokolade und Luxemburgerli eindecken. Und das Zeug ist lecker, das kann ich Euch sagen! Ich habe mich schon durch das ganze Sortiment durchgegessen.

IMG_3385Dann kommen wir zu einer meiner allerliebsten Orte in Zürich: den Lindenhof. Eine Oase der Ruhe mitten in Zürich. Es ist so ruhig und angenehm da oben, dass man nicht meinen könnte wenige Meter weiter unten ist hektisches Stadttreiben. Auch im Lindenhof vermutet man keltische Siedlungen aus der vorrömischen Zeit.

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IMG_3395Der Lindenhof bietet auch die, von mir aus, schönste Aussicht der Altstadt von Zürich, das Niederdörfli.

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IMG_3397Gleich neben dem Lindenhof, etwas weiter unten, kommt ein Kinderspielplatz mit einer perfekten Wiese zum hinlegen, und den Duft der Rosen geniessen.

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IMG_3402Auch von hier wieder einen wunderschönen Ausblick in die Stadt:

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So, das wars meine Lieben, ich hoffe den Ausflug gefällt Euch genauso wie mir.  Stay tuned… bald gibt es mehr davon!

 

{Reisebericht} Brügge in iPhone Fotos

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Hier kommt der Bericht vom 2. Teil der Reise, der uns nach Brügge brachte.

Brügge ist eine kleine Stadt in Westflandern Belgien, und wird wegen ihren vielen Wasserkanälen oft auch das „Venedig des Nordens“ genannt.  Brügges historisches Zentrum ist ebenfalls Weltkulturerbe der UNESCO.

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Eins vorab:  Brügge war definitiv meine allerliebste Destination während dieser Reise, und hat mich positiv überrascht. Es ist der ultimative Geheimtipp für ein romantisches verlängertes Wochenende zu Zweit. Wer mittelalterliche Bauten, romantische Wasserkanäle, viele kleine Restaurants, echte Windmühlen, Klosterpärke und kleine Gassen mag, ist in Brügge genau richtig.

Vom Bahnhof kann man zum Grote Markt laufen, oder zwei Stationen mit dem Bus fahren.  (In Belgien heisst die grosse Plätze im Zentrum der Stadt fast immer Grote Markt, der „Grosse Markt“). Hier ein Panorama-Bild davon:

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Eines der Vorteile von Brügge ist die übersichtliche Grösse. Vom Grote Markt aus kann man die ganze Stadt zu Fuss erkunden. Und das haben wir dann auch getan, nicht ohne uns zuerst in einem Restaurant zuerst die Bäuche mit feinsten Leckereien zu füllen (ich sage nur: Käsekroketten!). Und ausserdem war es wieder einmal Zeit für… WAFFELN!

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Von vielen Stationen aus, kann man auf das Touristen-Boot steigen, und die Stadt aus dem Wasser betrachten. Wir bevorzugten es aber trotzdem zu Fuss zu gehen, aber bei einem nächsten Besuch gehe ich sicher auch noch aufs Boot! Besonders gut hat mir gefallen, dass die Stadt so sauber ist. Normalerweise stinkt es oft in Städte mit Wasserkanäle, aber hier ist das überhaupt nicht der Fall.

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Wo man nur hinschaut, einfach wunderbar sauberes, klares und ruhiges Wasser.

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In der Nähe des Grote Markts findet man die Basilika, die einen unteren und einen oberen Teil hat. Der obere Teil ist gotisch und es hat mich sehr beeindruckt wie das Licht einfliesst, es ist magisch:

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Auch hier sieht man erst auf dem Panorama-Bild wie schön es da ist:

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Anschliessend liefen wir weiter und sahen ein Tor zu einem Innenpark, der uns neugierig machte. Es ist der Beginenhof, früher eine Wohnanlage für Beginen (das war eine Art Nonne aber ohne Klostergelübde). Ein Ort der Stille und Ruhe, wo man das Rauschen der Bäume hört, und einfach nur mal sein kann.

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Wenn man ein auf der anderen Seite des Parks rausläuft hat man folgende Aussicht:

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Ich meine… ist das nicht ein TRAUM?

Und wie die Häuser gebaut sind fand ich ziemlich süss:

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Und mein ganz persönliches Highlight….. eine Windmühle! Ich liebe Windmühlen!

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Also ich kann Euch Brügge von ganzem Herzen empfehlen, es war grossartig und ich war ganz sicher nicht das letzte Mal dort.

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Fast hätte ich es vergessen! Es gibt einen Actionfilm dessen Handlung in Brügge stattfindet. Es heisst In Bruges (auf Deutsch: Brügge sehen… und sterben?) mit Colin Farrell und Ralph Fiennes. Hat es jemand schon gesehen?

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