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Eine Ode an die Langeweile

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Als Einzelkind war mir oft langweilig. Obwohl ich viele Freundinnen hatte und einige davon in derselben Gegend wie ich wohnten, mussten wir so quasi „Playdates“ abmachen, um ausserhalb der Schulzeiten miteinander zu spielen (Ecuador, ihr wisst schon).

Ich erinnere mich noch wie unendlich langweilig ich mich fühlte. Damals gab es noch keine 24-Stunden-Kinderfernsehen-Kanäle, kein Internet, kein iPhone. Nichts. Man musste sich irgendwie selbst beschäftigen.

Aus reiner Langeweile habe ich also angefangen zu lesen, in den Ferien 2-3 Bücher pro Woche. Aus Langeweile habe ich mir meine eigene Kartenspiele ausgedacht, Abenteuergeschichten geschrieben, Puppentheater gemacht, Klavierspielen gelernt, eigene Geheimsprachen erfunden. Aus Langeweile habe ich gebastelt, gemalt, gebacken. Als ich mal eine Ferienwoche bei meinen Grosseltern war und keine Bücher dabei hatte, las ich sogar die gesamte Bibel durch (altes und neues Testament!).

Rückblickend bin ich dankbar über diese Langeweile. Ich sehne sie mir richtig zurück. Heutzutage bleibt keine Zeit für Langeweile und Muße. Nicht nur weil man als erwachsene Person einfach mehr Verpflichtungen hat als während der Kindheit, sondern weil wir zur Unterhaltungsgesellschaft mutiert sind.

Wir können uns die ganze Zeit schön ablenken: TV, Laptop, iPad, iPhone, etc. laden uns förmlich ein auf Whatsapp, Facebook, Instagram und Pinterest zu gehen. Um zu sehen was die anderen so tun. Um nicht gelangweilt zu sein. Auf der Suche nach Inspiration. Glaubt mir, ich weiss wovon ich rede. Ich bin die Erste die das Handy zückt wenn gerade mal nichts ist.. Wenn ich an der Schlange stehe, im Wartezimmer, im Zug, oder im Restaurant während ich auf Freunde warte.

Manchmal funktioniert’s und ich bin interessiert. Manchmal gibt es mir viele Ideen für mein Blog. Für Home-Deco. Für Backprojekte. Doch sehr oft bin ich auch ganz einfach überwältigt von der unendlichen Menge an Eindrücke. Ich bin dann stundenlang auf Pinterest und alles was ich kriege ist einen Riesenfrust.

Ich möchte irgendwie alles auch tun, und doch habe ich gerade zwei Stunden verloren die Ideen zu „suchen“.  Das einzige was dann hilft, ist das Handy wegzulegen und einfach nichts tun. Nichts denken. Tee trinken.

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Ich bin überzeugt viele der grossen Erfindungen und Kunstwerke unserer Geschichte stammen aus einem Moment der Langeweile heraus. Wie zum Beispiel die Sonnenuhr. Wisst ihr wie sie erfunden wurde? Ein ägyptischer Hirte hatte sein Hirtenstab in den Sand gesteckt, und beobachtet wie sich mit der Zeit der Schatten bewegte. Wäre er abgelenkt gewesen, hätte er nie die Sonnenuhr erfunden!

Oder Einstein. Er war zwar ein Genie und hatte schon eine Idee der Relativitätstheorie im Kopf, aber erst seinen langweiligen Job im Berner Patentamt gab ihm die Zeit es fertig zu denken.

Deshalb möchte ich euch heute fragen wann ihr euch das letzte Mal so richtig gelangweilt habt. Erinnert ihr euch daran? Einfach da sein, nichts tun müssen. Tee trinken, in den Himmel schauen, kein Fernseher, Handy oder andere Ablenkungen. Wer weiss, vielleicht kommt ja nichts. Im schlimmsten Fall dient es euch als Erholung. Aber vielleicht kommen dann auch die ganz guten Ideen…. Versucht es doch mal und erzählt es mir, ok?

(Und wenn ihr Kinder habt und ihnen etwas Gutes tun wollt…lasst sie auch mal langweilen!)

{DIY} Tee-Geschenk

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Teetrinken ist eines dieser Dinge die ich sehr gerne in der kälteren und dünkleren Jahreszeit wieder aufnehme. Obwohl ich im Sommer selbstgemachter kalter Pfefferminztee liebe, warte ich für die warmen Tees bis der Herbst kommt.

Für mich hat Tee etwas meditatives, ruhiges. Ich verbinde es mit Lesen, oder mit ruhiger Musik. Wenn ich von einem stressigen Tag nach Hause komme, bereite ich mir den Tee vor, und kann mich gleich viel besser entspannen. Ich atme tief ein, nehme ein Schluck, und langsam lasse ich den ganzen Stress hinter mir.

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Passend zur Jahreszeit bringe ich Euch heute also ein Tee-Geschenkpäckchen, das man entweder als Mitbringsel für eine gute Freundin, Nachbarin, oder einfach einer Arbeitskollegin schenken kann. Für diese Leute die viel für uns tun, oder für uns da sind, als Dankeschön. Oder als Trost für jemand der eine schwere Zeit durchmacht. Eine Aufmerksamkeit für die Nachbarin die unsere Katzen oder Pflanzen gehütet haben. In einer Zeit in der alle schon alles haben, sind es die kleinen Dinge, die uns glücklich machen.

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Was Du brauchst:
Papier-Teefilter (vom Supermarkt)
Liebelingstee (lose)
Nadel und schwarzer Faden (oder in irgend einer anderen Farbe)
Tropfenpapier (von HIER ausdrucken)

Auf der Rückseite des Tropfenpapiers habe ich dann mit Bleistift eine Teekanne gezeichnet und dann ausgeschnitten, so dass es am Schluss in etwa so aussah:

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Bitte quält Euch nicht es ganz genau exakt zu machen, ich musste es auch aus freier Hand draufzeichnen, aber das ist gar nicht so schlimm. Ich finde man darf das „Handgemachte“ sehen, es macht es gleich charmanter.

Den Teebeutel in Herzform ausschneiden und mit Nadel und Faden den Rand wieder zusammennähen. Bevor es ganz zugenäht ist, den Lieblingstee vorsichtig mit einem kleinen Löffel reinfüllen. Ich habe Apfel-Zimt-Tee von LOV Organic genommen. Nicht allzu fest füllen, sonst geht das mit dem Zunähen nicht mehr so gut. Am Schluss soll es etwa so aussehen:

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Und schon kann man diesen kleinen Genuss mit Liebe verschenken.

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Und da wir schon die schwarz-weiss Thematik aufgegriffen haben, passt dazu ein Oreo ganz gut dazu! Ich finde diese Kekse ziemlich süss, aber mit einem ungesüssten Tee passt es köstlich dazu.

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AUF EINE GUTE TASSE TEE ALLERSEITS!

You can’t geht a cup of tea big enough or a book long enough to suit me. C.S. Lewis. (Autor von Narnia)

 

Keep calm… and drink some tea!

Liebe Blogleser,

Die Welt teilt sich bekanntlich zwischen Tee- und Kaffeetrinker. Ich bin definitiv mehr der Kaffee-Trinker. Tee gab’s bei mir höchstens wenn ich krank war.

Aber irgendwie kam ich in letzter Zeit auf den Geschmack von Tee. Einerseits weil ich es im Starbucks ausprobiert habe (ironisch? Vielleicht). Andererseits weil ich auf vielen Blogs immer diesen LOV Organic Tea gesehen habe. Dann habe ich es einmal gekauft und ausprobiert. Und ich muss sagen, es ist ein ziemlich guter Tee. Und ich habe bis jetzt nur zwei Sorten ausprobiert: Apple Cinnamon und Mint. Weitere werden aber sicherlich folgen.

Wer also auch gerne Tee trinkt sollte unbedingt diesen Tee ausprobieren. Wegen der schönen Dose finde ich es auch das perfekte Geschenk für eine Freundin.

Und da ich versprochen habe, dass ich mehr Still Life fotografieren werde (siehe HIER), bringe ich hier ein paar Bilder davon:

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Tee trinken hat so eine magische beruhigende Wirkung. Kein Wunder haben die Japaner eine ganze Zeremonie daraus gemacht. Ich liebe es mit einer Tasse Tee meine Fotos zu bearbeiten oder ein Buch zu lesen, es entspannt total. Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen ganz ruhige Feiertage zu haben, und nicht von einem Ort zum nächsten zu hetzen, sondern die Stille und die Ruhe geniessen. Und das habe ich mehr als erreicht!

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Da kommt mir in den Sinn dass ich unbedingt noch den Earl Grey Cake backen möchte, den Ina auf ihrem Blog What Ina Loves gezeigt hat. Aber das kann noch warten…. zuerst gehe ich nochmals einen Tee trinken.  Ich wünsche euch gemütliche Tee-Tage!

Und du? Bist Du mehr der Tee- oder der Kaffeetyp?