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Keine Lebensmittel im Müll: 6 Tipps gegen Food Waste

Less Food Waste

Vor ein paar Jahren habe ich mir vorgenommen weniger Abfall in der Küche zu generieren. Auf der einen Seite tat es mir weh wenn Lebensmittel im Abfall landeten, aber aufgrund schlechter Planung passierte mir das leider öfter. Innerlich höre ich immer meine Mutter rufen „es gibt so viele Kinder die hungern müssen…“ wenn ich meinen Teller nicht aufessen wollte. „Wir können das Essen ja sowieso nicht nach Afrika schicken“ – dachte ich mir dabei.

Heute weiss ich aber, dass Lebensmittelabfall für einen grossen Teil der Umweltverschmutzung verantwortlich ist. Die CO2 Bilanz der produzierten aber nicht konsumierten Lebensmittel beträgt 3.3 Gigatonnen! Insgesamt gehen ein Drittel aller Lebensmittel zwischen Feld und Teller verloren. Das muss man sich zuerst irgendwie vorstellen können: 1/3 von allen Lebensmittel landen im Müll. Ist das nicht traurig?

Wäre Lebensmittelabfall ein Land, wäre es in CO2 Emission gleich hinter China und der USA. So quasi Spitzenreiter. Dies abgesehen von der Tatsache, dass wir Wasser und Land für die Produktion von Lebensmittel verschwenden, die im Abfalleimer enden werden.

Schliesslich ist es aber nicht nur die Umwelt, sondern auch unser Geldbeutel, der darunter leidet. Weniger Essen im Abfall entlastet also auch ganz klar unser Haushaltsbudget. Für mich ist das eine klare Win-Win-Situation und deshalb versuche ich mein Bestes um möglichst wenig Lebensmittel in den Abfall zu werfen.

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Ich möchte aber hier nicht den Moralapostel spielen, selbstverständlich habe ich auch nicht die endgültige Lösung für dieses Problem. Eine Zero Waste Lösung wäre für mich momentan unrealistisch, und deshalb strebe ich eher eine Less Food Waste Lösung an. Ich meine, wenn jeder von uns ein bisschen weniger wegwirft, ist das doch schon etwas, oder?

Hier möchte ich mit euch meine Tipps teilen, wie es mir in den letzten 2-3 Jahren gelungen ist, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Vielleicht könnt ihr das eine oder andere für euch nutzen.

1. Öfter einkaufen

Früher ging ich nur 1x pro Woche einkaufen, heute gehe ich alle 2-3 Tage. Der Grund dazu ist, dass wir zu Hause am Samstag nicht wissen worauf wir am Mittwoch Lust haben. Also lassen wir es solange offen, bis 1-2 Tage vorher, und ich gehe erst dann einkaufen.

2. Mengen beachten

Beim Kochen die Mengen richtig einzuschätzen ist nicht einfach, aber reine Übungssache. Ich habe meine Mengen herausgefunden, und sollte jemand wider Erwarten mehr Hunger als sonst haben, kann er sich ja ein Stück Brot dazu nehmen.

Auch beim Einkaufen achte ich mich auf die Mengen und kaufe möglichst zurückhaltend.

3. Haltbarkeitsdaten sind nicht in Stein gemeisselt

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung ist nur ein Vorschlag, und die Industrie setzt es mit Absicht früher, damit sie auf der sicheren Seite sind. Das heisst aber nicht, dass man es nach diesem Datum nicht mehr essen kann.

Hier ist gesunder Menschenverstand gefragt.  Sehen, riechen, probieren. Wenn es noch gut aussieht und schmeckt, dann spreche ich Homer Simpson nach: „Das ist noch gut, das kann man noch essen!“

4. Resten verwerten

Wenn der Kühlschrank schon langsam leer wird, kontrolliere ich was noch übrig bleibt und versuche ein Menu damit zu planen. Für Restenverwertung wunderbar geeignet sind Pizza, Pasta, Omelettes, Reis, Suppen oder Smoothies. Paniermehl aus altem Brot, Marmelade aus reifen Früchten, usw.

Hier musst du herausfinden was für dich am besten funktioniert. Paniermehl aus altem Brot, Tee aus Orangenschalen, usw.

Vorallem beim Backen kann man vieles wieder verwenden. Wusstest du z.B. dass du die gebrauchten Vanillestengel in eine Dose mit Zucker verpacken kannst, und dieses Zucker danach als Vanillezucker verwenden kannst?

Rohe Früchte- und Gemüseresten oder Schalen die du nicht brauchst lieber kompostieren als in den Eimer werfen.

5. Lustiges Gemüse und komische Früchte kaufen

Gemüse und Früchte müssen nicht immer perfekt aussehen. Bei uns im Lebensmittelladen gibt es einen Korb mit „inperfektem“ Gemüse. Die Qualität ist einwandfrei und es kostet nur halb so viel, es sieht einfach etwas komisch aus: zwei Karotten aneinander gewachsen, eine zu lange Paprika die aussieht wie eine Riesen-Chilischote, usw.

6. Einfrieren

Wenn du merkst dass du Früchte oder Gemüse nicht rechtzeitig verwenden kannst bevor sie kaputt gehen, kannst du sie schälen, schneiden, und einfrieren.

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Hast du auch gute Tipps wie wir weniger Lebensmittel wegwerfen? Oder kennt jemand eine gute Webseite für Restenverwertung?

Nachträglich editiert: Wenn du mehr darüber lernen willst, schau dir die Doku „Taste the Waste“ von Valentin Thurn.

{Salat im Glas} Gesund und umweltbewusst

Meine Liebsten!

Ich weiss nicht wie es euch ging, aber mir fiel es dieses Jahr nach den Ferien besonders schwer in die Routine zurück zu kommen. Früh aufstehen, nicht einfach in den Tag reinleben sondern planen, vorbereiten, kochen, war wie eine Qual. Auch das gute Essen blieb mir hängen und ich wollte weiterhin den ganzen Tag Pizzas, Pasta und Gelati verspeisen. Doch im Alltag geht das ja nicht, sonst sieht man bald wie ein Sumo-Ringer aus.

Also machte ich mir auf die Suche nach etwas Inspiration (oder viele eher Motivation!) im Web, und fand auf Pinterest die Mason Jars. Ihr habt sicher auch schon vom grossen Hype der „Mason Jars“ gehört oder gelesen. Die Einmachgläser wo Oma die selbstgemachte Marmelade drin hatte, werden heute für alles mögliche verwendet. Es gibt Gifts in a Jar, Cookies in a Jar, Smoothies in a Jar, sogar Wellness in a Jar habe ich schon gesehen. Und ich bin ja bei solchen Dingen ja nicht immer die Schnellste, aber schliesslich bin ich auch auf den Mason-Jar-Zug gestiegen, um mich für die gesunde Alltags-Ernährung wieder zu motivieren.

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Ich brauche immer etwas Neues um wieder in den Fluss der guten Ernährungsweise zu kommen. Also habe ich mir kurzerhand verschiedene Salate vorbereitet, die ich nun locker ins Büro mitnehmen kann. Und das auch noch schön in diesen Mason Jars verkleidet. Ausserdem ist es auch umweltverträglicher als die Plastik-Behälter. Denn Plastik ist nicht nur schlecht für die Umwelt, es ist auch eine Gesundheitsgefahr für uns Menschen.

Wusstet ihr dass die Weichmacher, die über den Plastikmüll in die Nahrungskette kommen  Krebs auslösen und das Erbgut verändern können? Deshalb wäre es gut wenn wir alle dazu beitragen würden weniger Plastikmüll zu verursachen. Es gibt Leute die hier sehr radikal sind und Plastik komplett vermeiden (siehe auch diesen TEDxTalk von Beth Terry – vom Blog My Plastic Free Life). Aber wir können schon mit kleinen Dingen dazu beitragen, und zum Beispiel Stofftaschen zum Einkaufen nehmen, oder andere Verpackungseinheiten ohne Plastik wählen, usw. Aber ich schweife ab. Zurück zu den Salaten, hier sind meine für nächste Woche:

IMG_3843Das System ist ganz einfach. Man giesst zuerst die gewünschte Salat-Sauce rein, damit die auf dem Glas-Boden bleibt und der Salat nicht matschig wird. Dann schneidet man die gewünschten Zutaten zurecht, und das kann alles mögliche sein. Hier einige Ideen:

Salate: Spinatblätter, Ruccola, Blattsalat, usw.
Salat-Optionen: Tomaten, Gurken, Avocado, Pilze, Paprika, Radieschen, usw.
Salat-Saucen: Vinaigrette, Magerjogurt-Sauce, Balsamico, usw.
Protein: Hähnchen, Krevetten, gekochte Eier, Bohnen, Mozzarella, usw.
Toppings: Nüsse, Preiselbeeren, Granatapfel, ein paar Oliven, Frischkäse usw.

Das Gute ist, man nimmt alle Zutaten und füllt die Gläser unterschiedlich, damit man jeden Tag eine andere Kombination im Glas hat. Die Salate für die kommende Woche sind im Nu gemacht, und man muss sich nicht mehr darum kümmern. Guten Appetit!

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Habt ihr sonst noch gute Motivation-Tipps für mich?