Rezepte

Vorkochen easy | Gesund Essen am Arbeitsplatz

Eines der grössten Herausforderungen für mich ist, mich im Alltag ausgewogen zu ernähren. Die Wahl zwischen Kantine am Arbeitsplatz oder die Pommes-Döner-Bude um die Ecke sind nicht immer die leckersten/gesündesten Alternativen. Und zum Selberkochen fehlt halt immer die Zeit.

Seit einigen Jahren feile ich aber an einem System um ebendiese Zeit zu reduzieren, und trotzdem gesunde und leckere Mittagsmenus im Büro zu haben. Und heute stelle ich Euch meine Methode Schritt für Schritt vor! Man kann entweder jeden Tag 15 Minuten investieren, oder wie ich, am Sonntag einfach 1 Stunde, und man kann die ganze Woche super lecker essen.

Und so sieht ein Wochenplan bei mir in etwa aus:

Montag: Restenverwertung oder Wiederholung vom Wochenende. Sonntag ist meistens mein „Kochtag“, da ich kein Problem damit habe zwei Tage hintereinander dasselbe zu essen, nehme ich einfach die Resten am Montag ins Büro.

Dienstag: Reis mit Avocado und ein gekochtes Ei

Mittwoch: Hähnchen mit Broccoli und Zimt-Süsskartoffeln

Donnerstag: Asiatische Nudelpfanne mit Paprika, gerösteten Pinienkernen und Sesam

Freitag: Lachs mit Couscous, Paprika und Sprossen

Einkaufsliste für 1 Person:

1 Hähnchenbrust
1 Lachsfilet
1 Süsskartoffel
1 Ei
200g Broccoli
1 Paprika
1 Avocado
200g grüne Bohnen
1 Pak Choy
Soya Sauce
Sesam
Zimtpulver
Oliven- oder Kokosöl
Packung Asia Nudeln
Packung Couscous
Packung Quinoa

Schritt für Schritt Anleitung:

Zuerst den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Währenddessen kochen wir den Couscous und den Reis gemäss Packungsanweisungen. Wenn man noch eine Pfanne übrig hat, kocht man auch gleich das Ei.

Während Reis, Couscous und Ei kochen, bereite ich den Lachs vor. Dazu gebe ich 1 EL Butter oder Öl in eine Pfanne, und sobald es heiss genug ist, brate ich das Lachsfilet beidseitig, zusammen mit einer Knoblauchzehe. Der Lachs ist fertig, wenn auf den Seiten eine weisse Flüssigkeit rauskommt.

Süsskartoffel schälen und in Scheiben schneiden. In eine Ofenfeste Form geben, mit Olivenöl einpinseln und mit Meersalz bestreuen. In den Ofen geben und für ca. 15 Minuten backen.

Das Hähnchen mit Kräutersalz würzen und in etwas Öl beidseitig anbraten. Den Broccoli in kleine Röschen schneiden und während ungefähr 10 Minuten in kochendes Salzwasser geben.

Kurz kontrollieren ob die Süsskartoffeln schon gar sind. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten auch der Reis und der Couscous fast fertig sein.

Wir konzentrieren uns nun auf die Asiatische Nudelpfanne. Dafür kochen wir die asiatische Nudeln gemäss Packungsanweisung. In einer separaten Pfanne rösten wir die Pinienkernen bis sie goldbraun sind und nach Popcorn riechen. Schliesslich schneiden wir die Paprika in kleine Stücke und mischen alles zusammen mit den Nudeln.

Das wichtigste für mich ist, dass die Rezepte einfach, schnell und lecker sind. Ausserdem langweile ich mich sehr schnell, und so baue ich mir jede Woche etwas Abwechslung in den Plan ein. Aber damit ich das Rad nicht jedes Mal neu erfinden muss, hat sich bei mir den Reste-Montag, den Asia-Donnerstag und den Fish-Freitag gefestigt.

Das hier ist mein standard Menuplan, aber ich habe verschiedene Varianten je nach Lust und Laune (und je nach Saisonalitäten oder Jahreszeit). Ich mach mir aber auch kein Stress, und wenn wir am Sonntag nicht zu Hause sind oder ich einfach keine Zeit oder Lust habe, dann lasse ich auch mal eine Woche aus. Ist ja auch nicht so tragisch.

So, ich hoffe ich konnte euch etwas inspirieren und mit Ideen helfen.

Bereitet ihr euch auch das Mittagessen vor? Habt ihr weitere gute Ideen?

 

Rezept aus Ecuador: Patacones | Knusprige Kochbananen-Chips

Ich poste hier viel zu wenig ecuadorianische Rezepte, ich weiss. Deshalb, und als Vorgeschmack auf unsere Ecuador-Reise in wenigen Wochen, habe ich heute ein typisch ecuadorianisches Rezept für euch, das sehr lecker und zudem auch noch einfach herzustellen ist: Patacones.

Sie sind so etwas wie Kochbananen-Chips, und zieeemlich lecker. In Ecuador isst man die Patacones als Snack zusammen mit etwas Tomatensalsa, oder neuerdings auch mit Guacamole. Aber ursprünglich ass man sie als Beilage zum Hauptgang (so quasi wie Brot).

Alles was ihr dazu braucht ist eine grüne Kochbanane (und die muss wirklich noch sehr grün sein), Frittieröl, und Salz. Eine gelbliche Kochbanane nützt uns für dieses Rezept nicht, da sie schon etwas süsslich schmeckt.

Alles was man dazu braucht ist eine Kochbanane (als Snack für ca. 2 Personen), Frittieröl und Salz. Und so geht’s:

Die Spitzen der Kochbanane abschneiden und dann schälen. Die Kochbanane schält man am einfachsten, indem man das Rüstmesser der Länge nach ein paar Mal durchzieht, um dann die grüne Schale abzuziehen. Das braucht etwas Übung, aber da kann man nicht so viel falsch machen. Danach schneidet man sie in 2cm breite Scheiben ab:

Etwas Frittieröl in einer Pfanne auf mittlerer/hoher Hitze erhitzen und die Bananenscheiben ca 2-3 Minuten auf beiden Seiten anbraten, bis sie eine hellgoldene Farbe bekommen. Rausnehmen, und mit der Hilfe eines Bratenwenders flach drücken. Danach wieder in die Pfanne werfen und nochmals auf jeder Seite 2-3 Minuten braten bis sie eine goldige Farbe haben.

Wenn sie goldbraun und knusprig sind, rausnehmen und solange sie noch heiss sind, Salz drüber streuen. Übrigens verwende ich dazu das Sel des Alpes, von Sel a l’Ancienne, ein Salz aus unseren schönen Schweizer Alpen. So haben wir Ecuador und Schweiz in einem Gericht vereint.

Et voilà! Fertig sind die Patacones:

 

{Rezept} Süsse Orangenmarmelade zum Sonntagsbrunch | La vie est dure sans confiture

Sorry wegen dem kitschigen Titel, aber das musste sein! Aber nun zu etwas Schönerem. Frühstück. Oder noch besser: Sonntagsfrühstück. Denn Sunday is Brunch-Day! Das hat bei uns Tradition. Wir sitzen zwar auch wochentags morgens alle zusammen am Frühstückstisch, aber das ist eher kurz und zweckbedingt. Sonntags hingegen, nehmen wir uns sehr viel Zeit und frühstücken meist erst um 11 Uhr. Wir hören Musik, wir reden, wir lachen.

Man liest ja immer wie wichtig der Frühstück ist. Und trotzdem gibt es so viele Menschen, die nicht frühstücken. Ich hatte vor Jahren eine Phase wo ich auch nicht gefrühstückt habe, um diese Kalorien für später „aufzusparen“. Aber das war für mich ein Stück Lebensqualität, das ich da aufgab, und ich war mürrisch und schlecht gelaunt. Seither lasse ich mir mein Frühstück nicht mehr nehmen.

Wir lieben Orangen und geniessen am Sonntag unser Frühstück mit einem frisch gepressten Orangensaft, oder mit Orangenmarmelade. Habt ihr schon mal Orangenmarmelade selbst gemacht? Sie ist ganz und gar nicht wie die einkaufte Version. Letztere mag ich nicht besonders wegen der bitteren Note.

Die selbstgemachte Marmelade ist hingegen überhaupt nicht bitter und hat einen viel intensiveren Orangengeschmack. Mega!

Dabei ist es keine Hexerei, man macht die Orangenmarmelade wie alle anderen Marmeladen auch. Ich mag Marmeladen nicht so extrem süss, und füge jeweils weniger Zucker hinzu, als im Rezept steht. Aber wer es süss mag, kann natürlich mehr Zucker dazu geben . Falls ihr es ausprobieren möchtet, kommt hier die Anleitung.

Für diese feine Orangenmarmelade braucht ihr folgende Zutaten:

1kg Orangenfrucht (aus ca. 2kg Orangen)
500g Gelierzucker
Den Saft einer Zitrone
Leere Einmachgläser

Der Geheimtipp liegt im filetieren der Orangen. Man muss wirklich alle weisse Stellen entfernen, weil diese der Marmelade den bitteren Geschmack geben. Die geschälten und filetierten Orangen in einen grossen Topf geben, und zusammen mit dem Gelierzucker und einem Spritzer Zitronensaft aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren und für ca 20-30 Minuten leicht köcheln lassen. Etwas auskühlen lassen, und in die Einmachgläser abfüllen.

Und wie sieht’s bei euch aus?

Seid ihr Frühstücksmenschen oder eher nicht?

{Rezept} Vegan Ginger Latte to go

Seit mehreren Jahren schon lebe ich als Teilzeit-Veganerin, oder wie man heute so schön sagt (und viel besser klingt), Flexiganerin. Will heissen, dass ich mich plusminus ausgewogen ernähre, und Fleisch oder Tierprodukte nur in sehr reduzierten Mengen verspeise. Dahinter steckt aber nichts weiter Philosophisches, sondern reiner Eigennutz: Fleisch und Tierprodukte kann ich schlecht verdauen. Aber ich schweife ab.

Eigentlich möchte ich euch heute ein veganes Rezept bringen. Obwohl „Rezept“ hier schon fast übertrieben ist. Drei Zutaten plus das Wasser? Come on…. Und die meiste Arbeit liegt beim Ingwer schälen. Also keine 5 Minuten. Ich war schon beim Zutaten-Lesen Feuer und Flamme.

Dieser veganer Ginger Latte bringt euch direkt in den Ingwer-Himmel. Es riecht himmlisch und schmeckt wunderbar nach Winter.

Hier kommt es. Die volle Ladung Winter-Starbucks-Feeling: vegan, aber selbstverständlich ohne Kompromisse im Geschmack. Perfekt, oder?

Für den Ingwer-Sirup:

1.5 Tassen Wasser
1/2 Tasse Rohzucker (weisser Zucker geht auch)
1 Tasse Ingwer geschält und in Scheiben geschnitten
Achtung: ich mag mehr Ingwer-Geschmack mit weniger Zucker, und so gibt das eher ein Ingwer-Sud als ein Sirup. Falls ihr es aber gerne etwas süsser mögt, dann ist das Verhältnis Ingwer-Zucker 1:1 (1 Tasse Ingwer und 1 Tasse Zucker).

Für den Latte:

1 – 2 EL Ingwer-Sirup
1 Tasse Mandelmilch (ungezuckert)
Optional: Zimt oder Kardamompulver

Für den Ingwer-Sirup, lässt man alle Zutaten in einem Topf aufkochen. Danach für ca. 30-35 Minuten köcheln lassen, bis ein brauner Sirup entsteht. Durch ein Sieb in ein Glasfläschchen (oder ein Glas) abgiessen, und zur Seite stellen.

Für den Latte, Mandelmilch aufwärem und 1-2 EL Ingwer-Sirup hinzufügen. Für das spezielle Starbucks-Feeling schäume ich das ganze noch etwas auf.  In die Lieblingstasse servieren, und nach Wunsch mit Zimt- und Kardamompulver bestreuen. Ready!

Um die Ingwer-Reste nicht wegzuwerfen, kannst du damit kandierter Ingwer machen. Die noch warme Ingwerschweiben einfach in Zucker wenden und ein paar Stunden trocknen lassen (neutralisiert den Magen und unterstützt die Verdauung).

Der Ginger Latte ist fertig! Geniesst es!

Was sind eure Lieblingsdrinks im Winter?

Veganes Tofu mit Glasnudeln und Gemüse | Endlich ein leckeres Tofu-Rezept

Als ich vor Jahren das erste Mal Tofu probiert habe, konnte ich es nicht essen. Es schmeckte mir nicht, und die Konsistenz war nicht gerade berauschend. Es braucht viel bis ich etwas nicht essen kann, aber Tofu war dann eine Weile lang tabu.

Das hat sich nun geändert. Ich habe endlich eine Möglichkeit gefunden, Tofu zu einer wahrhaft schmackhaften Speise zu machen. Die Wunder-Lösung heisst: Sesamöl mit Mandelbutter. Naja, nicht nur, aber hauptsächlich schon. Denn mit diesen beiden Zutaten bekommt man die spannende Süss-Saure-Note, die mein Herz höher schlagen lässt. Tofu wird jetzt also richtig mit Genuss gegessen.

Zutaten für 2-3 Personen:

TOFU & SAUCE:
230g Tofu
3 EL Sesamöl
2 EL Mandelbutter
1 EL Tamari oder Soja-Sauce
1 EL Limettensaft
1-2 EL Ahornsirup
3-4 EL Maisstärke
Chili geschnitten oder Pulver- nach Bedarf

DRESSING:
2 Knoblauchzehen
1 EL Ahornsirup
2 TL Tamari oder Soja-Sauce
1 EL Limettensaft
2 EL Reisessig (Apfelessig oder Weissweinessig tun’s auch)
1 EL Sesamöl
Chili geschnitten oder Pulver – nach Bedarf

NUDELN & BEILAGE:
Vermicelli oder Reis-Nudeln (vom Asia-Laden)
1/2 rote Paprika in Würfel geschnitten
2 Karotten gerieben oder mit dem Schäler geschält
1/3 Gurke geschält und diagonal geschnitten und halbiert
1 Frühlingszwiebel geschnitten
Basilikum oder Koriander
Sesam

ZUBEREITUNG:

Damit der Tofu nicht so glitschig schmeckt, muss man es zuerst etwas auspressen. Dazu wickelt man es in ein sauberes Küchentuch, und presst es mit etwas Schwerem obendrauf (z.B. ein Topf) für ca. 10 Minuten. 1 EL Sesamöl und alle anderen Zutaten unter TOFU & SAUCE mixen, und zur Seite stellen. Tofu wieder aus dem Wickeln rausnehmen, in Würfel schneiden und in etwas Maizena wenden. Es ist wichtig, dass die Tofuwürfel wirklich auf jeder Seite Maizena haben. Dann erhitzt man die 2 restlichen EL Sesamöl und sautiert die Tofuwürfel auf allen Seiten bis sie goldbraun sind (ca. 5 Minuten). Tofu-Sauce hinzufügen, und für 2-3 Minuten weiter in der Pfanne sautieren und vorsichtig wenden. Zur Seite stellen. Danach kocht man die Nudeln gemäss Verpackungsangaben. Zum Servieren legt man in einer grossen Bowle die Nudeln, das Gemüse und die Tofuwürfel obendrauf. Mit Sesamkörner sprenkeln und geniessen!

Viel Spass beim Geniessen!

{Rezept} Randen Tarte Tatin | was man alles wegen einer Farbe tut

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Ich muss euch jetzt etwas gestehen. Was mir an diesem Rezept am besten gefällt ist eigentlich der Name. Diese vier „T“ klingen wie ein Kinderlied, oder? Tart Tatän. Das zweitbeste an diesem Rezept ist definitiv die Farbe. Dieses Bordeaux rot, manchmal auch fast lila, ist eine meiner Lieblingsfarben.

Geschmacklich ist dann aber auch ein Highlight: ich liebe Randen (Rote Beete), und esse es meistens geraffelt, und mit viel Zwiebel. Aber in dieser Variante hat es noch so ein süssliche Note, und zusammen mit dem Blätterteig und dem Mascarpone-Topping ist es ein wahrer Schmaus.

Und das braucht man dazu:

1 Rande (rote Beete) gekocht
1 Runder Blätterteig
3 EL brauner Zucker
3 EL Aceto Balsamico (Creme)
Etwas Mascarpone
Salz und Pfeffer

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Rande schälen und in Scheiben schneiden. Zucker und Balsamico in einer Pfanne warm werden lassen bis der Zucker geschmolzen ist.  Randen hinzufügen, ein paar Mal wenden. Randen in eine ofenfeste Form legen und mit dem Blätterteig bedecken. Am Rand muss man den Blätterteig gut eindrücken. 15 Minuten in den Ofen, oder bis der Blätterteig goldbraun ist. Rausnehmen und abkühlen lassen. Tarte Tatin stürzen, und zusammen mit Mascarpone servieren (oder wer Schafskäse mag, mit Schafskäse).

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Herrlich rustikal, schmackhaft und gesund! Und dann erst noch mit so einem sexy Name… Geniesst es und schreibt mir hier falls ihr das Rezept ausprobiert!

Habt ihr auch schon mal ein Rezept wegen der Farbe gewählt?

{Rezept} Danish Twist Apfel oder gedrehter Apfelkuchen

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„An apple a day keeps the doctor away“ sagt ein englisches Sprichwort („einen Apfel pro Tag hält den Arzt fern“). Gut, vielleicht nicht gerade dieses Rezept hier, wegen dem Blätterteig- und Zucker-Anteil. Aber immerhin habe ich die Hälfte des Zuckers weggelassen, weil das amerikanische Rezept sonst noch viel süsser wäre. Also eben, fast schon wieder gesund.

img_4903Alles was du für die Danish Twist brauchst ist:

1 Apfel
5 EL brauner Zucker
2 ausgewallte Blätterteige (25x42cm)
* Ergibt ca. 8-9 Stück.

Und so gehts: 

Ofen auf 180 Grad vorheizen und Blech mit Backpapier vorbereiten. Den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit 3 EL brauner Zucker und 1/2 TL Zimtpulver in einer Pfanne auf mittlerer Hitze während 5 Minuten köcheln, oder bis die Äpfel weich sind. Dann zur Seite stellen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit eines der Blätterteige auf das Backpapier legen und mit 2 EL brauner Zucker und etwas Zimtpulver bestreuen (je nach Geschmack kann das mehr oder weniger sein). Die Apfelstücke über den Blätterteig verteilen und mit dem anderen Blätterteig bedecken. Ecken zusammendrücken und in 2cm breite Streifen schneiden. Die Streifen verdrehen schön auf dem Backblech verteilen. Für ca. 12 Minuten in den Ofen backen bis sie goldbraun sind.

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Übrigens!! Habt Ihr euch den 25. November auch schon im Kalender eingetragen? Die Gilmore Girls kommen wieder! Das ist die einzige Serie die ich jemals komplett (und mehrmals) gesehen habe und ich kann es kaum erwarten weitere Folge zu sehen!

Falls euch dieses Rezept gefällt, schreibt mir es doch in den Kommentaren!

Halloween | Friedhof-Tiramisu und Gift-Karamell-Äpfel

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Da meine Mutter in einer amerikanischen Schule studierte und ein paar Jahre in Amerika lebte, nahm sie einige Traditionen aus den USA mit. Eine davon war Halloween. So kam es, dass wir jedes Jahr Halloween feierten, auch wenn es ausserhalb von den USA noch nicht so bekannt war. Aber sie überredete ihre Freundinnen, sich und ihre Kinder auch zu verkleiden, und am Schluss waren wir eine echt grosse Gruppe die um die Häuser ging um Süssigkeiten zu ergattern. Ich habe die schönsten Erinnerungen daran.

Den grossen Mann konnte ich schon ein kleines bisschen anstecken. Aber der junge Mann, der sowieso schon mit dem ganzen Harry Potter und Vampir-Hype gross wurde, ist natürlich ein riesengrosser Halloween-Fan.

Also backen wir jedes Jahr was das Zeugs hält, dekorieren Kürbisse, planen unser Outfit für die Halloween-Nacht, besuchen die Kürbis-Ausstellung, und bereiten Süssigkeiten vor, für die Kinder die bei uns läuten werden.

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Dieses Jahr habe ich endlich den Friedhof-Tiramisu gemacht, den ich letztes Jahr bei Vera gesehen habe. Die Kekse sind genau nach ihrem Rezept, und gehen super schnell.

Danach habe ich Gift-Karamell-Äpfel gemacht. Was ihr dazu braucht:

Grüne Äpfel
Holzstäbchen
3 Tassen Zucker
3 Tassen Wasser
Schwarze Lebensmittelfarbe (Paste)

Äpfel mit den Holzstäbchen versehen, und auf ein Backbleck mit Backpapier legen. Zucker und Wasser zusammen in einem Topf erhitzen. Wenn das Zucker geschmolzen ist, Lebensmittelfarbe hinzufügen. Weiter kochen, bis ein Karamell entsteht, und dann vom Herd nehmen. Vorsichtig Äpfel im Karamell dippen, und zum trocknen auf das Blech legen.

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Übrigens haben wir dieses Jahr ganz coole Kostüme geplant, aber ich verrate noch nichts (ihr könnt es dann auf Instagram sehen!).

Den Halloween-Abend wird dieses Jahr mit einer Kürbissuppe (natürlich!) und mit einem Halloween-Bingo abgerundet. Falls ihr die Vorlage vom Halloween-Bingo haben möchtet, könnt ihr sie HIER herunterladen.

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So und jetzt würde es mich interessieren ob ihr auch etwas für Halloween geplant habt? Schreibt mir unten in den Kommentaren!

{Rezept} Nutella Cheesecake | eine Sünde a la Nigella

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Normalerweise hat Nigella Lawson doch eher so unmögliche Rezepte, wie zum Beispiel „Linguine with Lobster, Crab and Watercress“. Die Zutaten sind entweder schwierig zu finden oder kosten ein halbes Vermögen. Ausserdem sind ihre Rezepte, sagen wir mal, äusserst reichhaltig. Beim Durchlesen der Zutaten für ein Dessert verliert man in Gedanken schon seine Zehen an Diabetes.

Aber ich mag Nigella trotzdem. Niemand sonst bringt im Fernsehen so unschuldig und souverän diese komplizierten und schwerhaltigen Kalorienbomben auf den Tisch. Von ihr stammt ausserdem der legendäre Satz „I don’t believe in low-fat cooking“. In einer Welt voller Deliciously Ellas und Oh She Glows, ist ihre Haltung doch irgendwie erfrischend.

Dieses Nutella Cheesecake ist ebenfalls deftig. Dafür sehr schnell und einfach. Den Boden habe ich extra mit Vollkornkekse gemacht, um das schlechte Gewissen ein bisschen zu beruhigen. Die Kekse waren nicht mehr die Neusten, und zerbrösmelten etwas beim Servieren, aber Scheiss drauf, es hat ja NUTELLA!!! 🙂

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Zutaten:
250g Vollkornkekse
75g Butter (Raumtemperatur)
400g Nutella
100g geröstete Haselnüsse, zerhackt
500g Philadelphia (Raumtemperatur)
50g Puderzucker

Und so wird’s gemacht:
Vollkornkekse in der Küchenmaschine zusammen mit der Butter mixen, bis sich kleine Klumpen bilden. 3 EL der zerhackten Haselnüsse und einen grossen Löffel Nutella hinzufügen, und weiter mixen bis alles schön sandig ist. Eine Springform aus ca. 23cm mit etwas Butter bestreichen und Kekse auf den Boden andrücken (mit einem Löffel oder mit den Händen klappt das wunderbar). Lege die Springform in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit, mische den Philadelphia Käse mit der restlichen Nutella und dem Puderzucker.  Lege diese Mischung auf den Tortenboden und streue die Haselnüsse über dem Cheesecake. Mindestens 5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen (noch besser: über Nacht) und geniessen!

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Viel Spass beim Nachmachen!

 

 

{Rezept} Brasilien: Pao de Queijo & warum ich die Olympiaden liebe

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Ich bin wie immer voll im Olympia-Fieber. Alle vier Jahre ist es dasselbe: ich klebe am Fernseher: diese Emotionen, diese Dramatik, dieser Teamgeist! Besser als jede Reality Show, da kann der Bachelor gleich einpacken (und wenn die Sportler während der Siegerehrung auch noch weinen ist es um mich geschehen). Momentan wird der Fernseher bei uns eingeschaltet und bis tief in die Nacht die Wettkämpfe verfolgt. Nicht mal der junge Mann schaut so verbissen wie ich. Ausser es ist Fussball, da ist er immer dabei.

Deshalb und weil heute ganz wichtige Termine anstehen (im Moment gerade Golf Frauen, danach kommt noch Ringen) gibt es ein ganz schnelles Rezeptchen aus Brasilien: Pao de Queijo. Für das Ganze braucht Ihr höchstens 10 Minuten, man kann sie also locker zwischen zwei Wettkämpfe oder kurz vor der Siegerehrung machen. Und wenn sie ganz frisch aus dem Ofen kommen sind diese Brötchen der absolute Hammer.

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In Ecuador nennt man es Pan de Yuca, in Kolumbien Pan de Queso, aber im Grunde genommen ist es fast dasselbe: ein Brötchen aus Tapioka-Stärke mit Käsefüllung. Tapioka-Stärke ist ein weisses feines Pulver (ähnlich wie Maizena) und wird aus der Maniok-Wurzel hergestellt, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Die Tapioka-Stärke bekommt man in zwei Varianten: Flocken (oder Kügelchen) und Pulver. Für dieses Rezept benötigen wir das Pulver. Ihr findet es vorallem im Reformhaus oder im Asia-Laden.

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Was ihr dazu braucht:

2 Tassen Tapioka-Stärke
4 Tassen geriebener Mozzarellakäse
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
115g Butter (Zimmertemperatur)
2 Eier

Backofen auf 260 Grad vorheizen. Backblech mit Backpapier vorbereiten. Tapioka-Stärke, Käse, Backpulver und Salz miteinander in einer Schüssel vermengen. Butter und Eier hinzufügen und weiter mischen. Ich habe es im Standmixer gemacht, aber man kann es auch gut einfach mit der Hand vermengen. Wenn alles gut zusammengemischt ist, kleine Bällchen  formen (etwas kleiner als ein Golfball) und auf das Backpapier legen. In den Ofen für ca. 7 Minuten backen (ich habe sie 8 Min. gebacken damit sie etwas Farbe bekommen).

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In Südamerika isst man diese Käsebrötchen als Snack für zwischendurch, mit Kaffee oder in Ecuador mit Joghurt. Falls ihr es nachkocht bitte unbedingt zurück melden ob es euch gefallen hat! Und erzählt mal… schaut ihr auch so gerne die Olympiaden wie ich?

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