Less Food Waste | Weniger Essen wegwerfen – der Umwelt zu Liebe

Less Food Waste

Vor ein paar Jahren habe ich mir vorgenommen weniger Abfall in der Küche zu generieren. Auf der einen Seite tat es mir weh wenn Lebensmittel im Abfall landeten (aber aufgrund schlechter Planung passierte mir das leider öfter). Innerlich höre ich immer meine Mutter rufen „es gibt so viele Kinder die hungern müssen…“ wenn ich meinen Teller nicht aufessen wollte. „Wir können das Essen ja sowieso nicht nach Afrika schicken“ – dachte ich mir dabei.

Heute weiss ich aber, dass Lebensmittelabfall für einen grossen Teil der Umweltverschmutzung verantwortlich ist. Die CO2 Bilanz der produzierten aber nicht konsumierten Lebensmittel beträgt 3.3 Gigatonnen! Insgesamt gehen ein Drittel aller Lebensmittel zwischen Feld und Teller verloren.

Wäre Lebensmittelabfall ein Land, wäre es in CO2 Emission gleich hinter China und der USA. Dies abgesehen von der Tatsache, dass wir Wasser und Land für die Produktion von Lebensmittel verschwenden, die im Abfalleimer enden werden.

Schliesslich ist es aber nicht nur die Umwelt, sondern auch unser Geldbeutel, der darunter leidet. Weniger Essen im Abfall entlastet also auch ganz klar unser Haushaltsbudget. Für mich ist das eine klare Win-Win-Situation und deshalb versuche ich mein Bestes um möglichst wenig Lebensmittel in den Abfall zu werfen.

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Ich möchte aber hier nicht den Moralapostel spielen, selbstverständlich habe ich auch nicht die endgültige Lösung für dieses Problem. Eine Zero Waste Lösung wäre für mich momentan unrealistisch, und deshalb strebe ich eher eine Less Food Waste Lösung an. Ich meine, wenn jeder von uns ein bisschen weniger wegwirft, ist das doch schon etwas, oder?

Hier möchte ich mit euch meine Tipps teilen, wie es mir in den letzten 2-3 Jahren gelungen ist, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Vielleicht könnt ihr das eine oder andere für euch nutzen.

Öfters einkaufen gehen

Früher ging ich nur 1x pro Woche einkaufen, heutzutage gehe ich öfters. Praktisch jeden zweiten Tag. Der Grund dazu ist, dass wir zu Hause am Samstag nicht wissen worauf wir am Mittwoch Lust haben. Also lassen wir es solange offen, bis 1-2 Tage vorher, und ich gehe erst dann einkaufen.

Mengen beachten

Beim Kochen die Mengen richtig einzuschätzen ist nicht einfach, aber reine Übungssache. Ich habe meine Mengen herausgefunden, und sollte jemand wider Erwarten mehr Hunger als sonst haben, kann er sich ja ein Stück Brot dazu nehmen.

Auch beim Einkaufen achte ich mich auf die Mengen und kaufe möglichst zurückhaltend.

Haltbarkeitsdatum nicht so beachten

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung ist nur ein Vorschlag, und die Industrie setzt es mit Absicht früher, damit sie auf der sicheren Seite sind. Das heisst aber nicht, dass man es nach diesem Datum nicht mehr essen kann.

Hier ist gesunder Menschenverstand gefragt.  Sehen, riechen, probieren. Wenn es noch gut aussieht und schmeckt, dann spreche ich Homer Simpson nach: „Das ist noch gut, das kann man noch essen!“

Resten verwerten

Wenn der Kühlschrank schon langsam leer wird, kontrolliere ich noch was übrig bleibt und versuche noch ein Menu damit zu planen. Für Restenverwertung wunderbar geeignet sind Pizza, Pasta, Omelettes, Flammkuchen, Suppen oder Smoothies. Paniermehl aus altem Brot, Marmelade aus reifen Früchten, usw.

Hier musst du herausfinden was für dich am besten funktioniert. Paniermehl aus altem Brot, Tee aus Orangenschalen, usw.

Vorallem beim Backen kann man vieles wieder verwenden. Wusstest du z.B. dass du die gebrauchten Vanillestengel in eine Dose mit Zucker verpacken kannst, und dieses Zucker danach als Vanillezucker verwenden kannst?

Rohe Früchte- und Gemüseresten oder Schalen die du nicht brauchst lieber kompostieren als in den Eimer werfen.

Lustiges Gemüse und komische Früchte kaufen

Gemüse und Früchte müssen nicht immer perfekt aussehen. Bei uns im Lebensmittelladen gibt es einen Korb mit „inperfektem“ Gemüse. Die Qualität ist einwandfrei und es kostet nur halb so viel, es sieht einfach etwas komisch aus: zwei Karotten aneinander gewachsen, eine zu lange Paprika die aussieht wie eine Riesen-Chilischote, usw.

Einfrieren

Wenn du merkst dass du Früchte oder Gemüse nicht rechtzeitig verwenden kannst bevor sie kaputt gehen, kannst du sie schälen, schneiden, und einfrieren.

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Hast du auch gute Tipps wie wir weniger Lebensmittel wegwerfen? Oder kennt jemand eine gute Webseite für Restenverwertung?

 

{DIY} Drei Gewinnt | Tic Tac Toe

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Alles fing so an. Ich wollte ein Geschenk für mein Patenkind basteln. Wie immer bekam ich auf Pinterest die Idee dazu und wollte gleich loslegen. Ich würde euch jetzt liebend gerne erzählen, ich hätte diese Steine ganz zufällig während eines Waldspaziergangs gefunden. Aber nein, ich fand natürlich keine passenden Steine (sie müssen ja auch noch eine bestimmte Grösse und Farbe haben). Ich war insgesamt zwei Mal im Wald und habe die verflixten Steine gesucht, ohne Erfolg.

Also habe ich es ganz unromantisch im Bastelladen gekauft. Als ich nach Hause kam meinte der grosse Mann nur „Du gehst jetzt auch noch Steine shoppen?!“. Liess ich natürlich unkommentiert. Hey ich habs zumindest versucht!

Du brauchst dazu:

Flache dunkle Steine
(entweder aus der Nähe eines Flusses oder eben aus dem Bastelladen)

Marabu Acrylmalstift weiss

Ein nettes Stoffsäckchen oder eine schöne Schachtel in weiss

Wasserfester Edding Marker schwarz

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Steine gut waschen und trocknen, anschliessend mit dem weissen Acrylmalstift bemalen. Mit dem Edding die vier Striche auf das Stoffsäckchen oder die Schachtel zeichnen, und trocknen lassen. Fertig isses!

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Der junge Mann hatte zumindest eine grosse Freude bei diesem Spiel. Heute nennt man das ja ganz cool Tic Tac Toe, und nicht mehr Drei Gewinnt. Spass macht es trotzdem!

Habt ihr auch Spiele für den Sommer oder für Picknick-Abende?

{App-Love} Meine Lieblingsapps Fotobearbeitung

Gute Apps machen das Leben einfacher. Oder schöner. Oder beides. Ich mag App-Bewertungen auf Blogs zu lesen, da ich mir dann selbst überlegen kann ob ich es wirklich herunterladen will. Und da mein letzter App-Love Beitrag auch schon eine Weile her ist, möchte ich euch diese neue Liste nicht vorenthalten.

Over

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Diese App hat echt Suchtpotential! Man kann damit Fotos mit eigene oder vorgefertigte Texte versehen. Die Benutzung ist sehr intuitiv und einfach. Was ich sehr gut finde ist, dass man gleich auf Gratis-Fotos von Unsplash zugreifen kann. Man muss also kein eigenes Foto verwenden wenn man ein Bild&Text auf Instagram posten will. Der Download der App ist gratis, für bestimmte Textgruppen (Motivational) kann man zusätzlich Pakete kaufen.

A Color Story (from A Beautiful Mess)

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Wer kennt diese zwei Schwestern von A Beautiful Mess nicht. Sie haben einen supertollen Blog und wissen einfach wie man gute Produkte mit einem schönen Design entwirft. Ich hatte schon ihre anderen Apps Party-Party und A Beautiful Mess, aber die neuste App A Color Story übertrifft meiner Meinung nach alles was sie bisher gemacht haben. Momentan ist das meine absolute Lieblingsapp.

Litely

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Ist eine relativ „einfache“ App, man hat also nicht so viele Möglichkeiten, aber bei dieser App lohnt es sich trotzdem. Die Faded Filter sind wunderschön und sind in manchen Fällen sogar besser als so mancher von der beliebten App VSCO. Auch hier ist der Download gratis und man kann zusätzliche Pakete kaufen. Sehr empfehlenswert.

Autostitch

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Diese App habe ich lange nicht heruntergeladen, obwohl sie alle so in den Himmel lobten. Mit dieser App kann man zwei Bilder aufeinander tun, was ziemlich lustige Resultate geben kann. Eigentlich nicht so mein Ding. Trotzdem wollte ich es mal ausprobieren und habe die App heruntergeladen. Und jetzt bin ich nur noch am Juxtaposen. Spassfaktor hoch 10!

Snapseed

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Diese App habe ich hier schon einmal vorgestellt, und sie ist einfach so gut, dass ich sie wieder bringen muss. Ich bearbeite alle meine Smartphone-Fotos zuerst mit Snapseed, bevor ich überhaupt irgend etwas anderes mache. Ich finde sie ganz einfach Spitze.

Und welche Apps benutzt ihr so für eure Fotos?

 

{Good Reads} Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

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Von Sommerlektüre zu reden wenn man einen dicken Pulli und einen Schal anhat, ist ja schon fast etwas frech. Aber da ich beim letzten Post schon Sommersaison mit dem Tomaten-Himbeer-Ketchup eröffnet habe, ziehen wir das jetzt durch. OK? Wir tun jetzt einfach mal so als wäre es draussen sonnig und warm und wir wären im Garten und die Sonne würde unsere Füsse wärmen.

Heute stelle ich euch das letzte Buch vor dass ich gelesen habe: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert. Das Krimi-Genre ist sonst nicht so meins, vorallem wenn die Tötungsdelikte sehr detailliert und makaber geschildert werden, aber in diesem 700-Seiten-Roman ist das überhaupt nicht der Fall. Es ist eher ein „Krimi-Light“.

Die Handlung

Marcus Goldmann ist die Hauptfigur im Buch. Er ist ein junger Schriftsteller der gerade seinen ersten Bestseller geschrieben hat und internationalen Erfolg feiert. Alle Welt erwartet nun sein zweites Buch, das mindestens so gut wie das erste sein soll. Marcus leidet unter diesem Erwartungsdruck und hat eine totale Schreibblockade.

Dann erfährt er, dass sein ehemaliger Uni-Lehrer und guter Freund Harry Quebert in einer dunklen Geschichte verwickelt ist. In seinem Rosengarten wurde nämlich der leblose Körper einer jungen Frau gefunden, Nola. Sie gilt seit über 30 Jahren als vermisst.

Harry Quebert ist ein angesehener Schriftsteller, der einen Klassiker der amerikanischen Literatur geschrieben hat, und somit Promi-Status geniesst. Er ist für Marcus Goldmann wie ein Vater. Er lehrt ihm das Boxen, und ist zugleich sein Schriftsteller-Mentor.

Interessantes Detail: jedes Kapitel im Buch fängt mit einem Ratschlag von Harry an Marcus an, was es alles für ein gutes Buch braucht. Die Kapitel, wie die Ratschläge, werden nicht aufsteigend, sondern absteigend, also als Countdown gezählt, was der Handlung noch mehr Spannung gibt.

Lerne deine Niederlagen zu lieben, Marcus. Denn an ihnen wirst du wachsen. Es werden deine Niederlagen sein, die deine Siege so köstlich machen.

Als dann eine Affäre zwischen Harry und Nola ans Licht kommt (damals war er 30 und Nola 15 Jahre alt) ist das ein gefundenes Fressen für die amerikanische Presse. Der Skandal ist perfekt.

Marcus ist überzeugt von der Unschuld seines Mentors und reist in das kleine Städtchen Aurora um seine eigenen Recherchen anzufangen. Er hofft insgeheim eine Inspiration für sein neues Buch zu bekommen. Seine Ermittlungen bringen immer weitere und ganz unerwartete Informationen ans Licht, und die Geschichte wird immer komplizierter und verwickelter.

Erzählart

Das Buch ist in Ich-Form geschrieben, und Marcus Goldmann macht immer wieder zeitliche Rückblenden in verschiedene Momente der Vergangenheit: als Harry sein Lehrer war, als Harry und Nola sich kennengelernt haben, usw.

Es ist ein zeitlich sehr komplex strukturierter Roman, mit verschiedenen Perspektiven aber der Autor schafft es gut den Leser nicht zu verwirren (was mir oft geschieht wenn es viele Perspektivenwechsel gibt).

Die zentrale Themen im Roman sind die verbotene Liebe, das Bücherschreiben, und die öffentliche Verurteilung eines Menschen, dessen Schuld noch nicht bewiesen ist.

Fazit

Das Buch hat meiner Ansicht nach zwei Schwächen: ein paar Klischees zu viel, und an manchen Stellen ist es etwas langatmig. Aber schicksalhafte Themen werden in einer hochspannendne Handlung eingepackt, und das macht diesen Roman sehr fesselnd. Die 700+ Seiten eignen sich also super für eine lockere Sommerlektüre.

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Ich verrate euch hier jetzt nichts mehr und hoffe ihr kauft euch das Buch und lest es selbst!

Derselbe Autor hat übrigens eine Art „Spin-Off“ geschrieben: Die Geschichte der Baltimores. Es handelt sich dabei um die Familiengeschichte von Marcus Goldmann. Ich habe es vor noch im Sommer-Herbst zu lesen und dann schreibe ich auch eine Rezension darüber.

Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert dass man es ausgelesen hat.

Hat jemand von euch das Buch auch schon gelesen?
Was steht auf eurer Sommerbuchliste?

*Dieser Post enthält Affiliate Links

{Grill & Chill} Tomaten-Himbeer-Ketchup

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Ich weiss ich weiss, wenn man aus dem Fenster schaut ist es noch nicht gaaaanz so sommerlich wie man sich das eigentlich wünschen würde. Aber ich bin ein ewiger Optimist und eröffne hiermit hochoffiziell die Grill & Chill Saison!

Jedes Jahr entdecke ich immer mehr Dinge, die einfach viel leckerer schmecken wenn man sie selbst macht. Seit letztem Jahr machen wir z.B. die Pasta zu Hause, wie eine richtige Maaaammmmaaa (nur dass die Pasta-Herstellung bei uns im Haus hauptsächlich Männersache ist – aber das nur so nebenbei). Oder die selbstgemachten Müsliriegel sind auch der Renner hier.

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Jedenfalls habe ich ein superleckeres Rezept für Ketchup gesucht und bin auf dieses Juwelen gekommen: Tomaten-Himbeer-Ketchup. Kombiniert das Beste der Saison! Am besten passt es zu gegrilltem Geflügel, aber eigentlich will man es am liebsten überall draufstreichen, so lecker ist es. Ihr werdet es lieben, versprochen!

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Tomaten-Himbeer-Ketchup Zutaten für 8dl:

1,2kg reife Tomaten
100g Himbeeren
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
10g Ingwer
3 EL Himbeeressig
4 EL Rohrzucker

Und so gehts: Tomaten und Himbeeren waschen. Tomaten in Würfel schneiden (Stiel entfernen). Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und hacken. Vorbereitete Zutaten mit Himbeeressig und Zucker in eine Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren ca. 40 Minuten einkochen lassen. Vorsichtig mit einem Stabiler pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Mit Salz und Tabasco oder Chili abschmecken und in die Flaschen füllen!

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Und jetzt wünsche ich euch ganz viel Grill & Chill Spass!

Ein Sommersalat und ein Upcycling DIY

Ich sollte ja eigentlich die Steuererklärung meiner Mama ausfüllen, Zahlungen machen, und archivieren. Aber ich bin die Meisterin im Prokrastinieren und deshalb schaue ich mir jetzt die Bilder der Eröffnungsfeier des Gotthard-Basistunnels wieder an. Es ist ja der längste Eisenbahntunnel der Welt! Das MUSS man mehrmals schauen!!!!

Ich träume schon von der ersten Reise nach Mailand mit der Bahn. Ab Dezember ist man ab Zürich in zweieinhalb Stunden dort, da ist ja so ein Shopping-Tag in Mailand in greifbarer (und gefährlicher) Nähe. Aber darüber werde ich selbstverständlich noch berichten wenn es dann soweit ist.

Heute habe ich einen super feinen Sommersalat für euch. Ich habe mich ja jahrelang geweigert Salat mit Früchte zu essen, bis ich einmal genau diesen Salat probierte. Danach ist der Sprung zu Spargel mit Erdbeeren nur noch ein ganz kleiner, glaub mir.

Das ist so quasi einen Sommersalat für Anfänger, megalecker!

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Alles was ihr dazu braucht ist gemischter Salat oder Rucolasalat, Fetakäse (kann durch Halloumi ersetzt werden), und Nektarinen oder Pfirsiche. Diese schneiden, kurz in etwas Olivenöl anbraten und abkühlen lassen.

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Lieblingsdressing hinzufügen (ein Feigen-Balsamico-Dressing passt wunderbar) und geniessen!

Per Zufall habe ich ausserdem eine sehr interessante Marke entdeckt (keine Werbung – ich finde es einfach genial). Indi Lemon Tonic. INDI & Co ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Santa Maria, Spaniens Südküste. Sie verwenden exotische Gewürze, leckere Früchte und Kräuter für ihre Tonics. Mehr über ihre Produkte könnt ihr hier lesen. Es schmeckt jedenfalls köstlich!

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Und was sind eure Lieblings-Sommersalate?

Hier kommt noch ein wirklich kleines Upcycling DIY, das aber trotzdem Spass macht und dekorativ ist. Alles was ihr dazu braucht sind 1-2 paar leere PET-Flaschen (in meinem Fall sind es Drink-Joghurt-Flaschen) und Sprühdosen in der Farbe eurer Wahl (ich hatte noch Kupfer-Spraydosen vom Vorjahr übrig – nicht gerade die Trendfarbe 2016 aber sieht doch gut aus). Plastikflaschen mit Farbe besprayen und trocknen lassen.

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Ich wünsche euch allen noch einen supertollen Tag!

 

40 things I have learned in 40 years

Ich erinnere mich noch als meine Mutter vierzig Jahre alt wurde. In meinen Augen war sie damals uuuuralt. Vierzig! Mein Gott, das ist ja eine halbe Ewigkeit, da geht’s nur noch bergab. Dachte ich.

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Nun sitze ich hier, einen Tag bevor ich 40 Jahre alt werde. Ich denke darüber nach, was es bedeutet vierzig Jahre alt zu werden. Auf der einen Seite kann ich es kaum fassen. „Was, so schnell?!“ ist der erste Gedanke der mir durch den Kopf geht. „Ich war doch erst gerade 28, wo ging die Zeit hin?“ Gemischte Gefühle machen sich breit.

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Ich freue mich jedes Jahr auf meinen Geburtstag, auch dieses Jahr. Auf der anderen Seite ist aber auch so ein Gefühl von Countdown da. Vierzig fühlt sich an wie Halbzeit. Mit etwas Glück werde ich vielleicht 80 Jahre alt. Die ersten Vierzig gingen so schnell vorbei, und ich stelle mir unweigerlich die Frage: bin ich dort wo ich mit 40 sein wollte? Habe ich das erreicht was ich wollte? Und was will ich mit meinen nächsten vierzig Jahren anstellen?

Ich möchte noch so vieles tun, lernen, erleben. Ich möchte so gesund wie möglich sein, so fit wie möglich, so glücklich wie möglich. Und das alles liegt in meinen Händen.

Die ersten 40 Jahre waren toll, ich habe viel gelernt. Wichtige und unwichtige Dinge, manchmal schmerzhaft und manchmal lustig, und manchmal ganz einfach aus der Not hinaus. Aber rückblickend ist die Bilanz mehr als positiv. Und das gibt mir Vertrauen für die nächsten Jahre die kommen werden.

Denn grundsätzlich möchte ich nichts an meinem Leben verändern, sondern viel eher neue Dinge dazu bringen: Erlebtes, erlerntes, gelesenes.

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Deshalb möchte ich hier nicht die typische Bucket-List schreiben, mit den Dingen die ich noch tun möchte, sondern eher einen Rückblick auf das Gelernte in den „ersten“ 40 Jahren machen.

Es soll eine kleine Hommage an den Weg hierhin sein, eine kleine Pause um nach hinten zu schauen und stolz zu sein, dass man diesen Weg so gut gemeistert hat. Dass man doch die eine oder andere Fertigkeit im Rucksack hat. Und aus dieser Liste Vertrauen und Inspiration nehmen für das was kommt.

Hier ist sie, die Liste. Wichtige und weniger wichtige Fertigkeiten, die ich in meinen ersten 40 Jahren gelernt habe:

  1. Fahrrad fahren
  2. Auto fahren
  3. Motorrad fahren
  4. Wissen was ich will
  5. Vier Sprachen fliessend sprechen
  6. Nähen (psst! Bloss am grossen Mann nichts davon erzählen, er lebt im Glauben dass ich das nicht kann)
  7. Kochen
  8. Backen
  9. Tanzen
  10. Zuhören
  11. Ja sagen wenn ich ja sagen will
  12. Nein sagen wenn ich nein sagen will
  13. Gute Manieren
  14. Singen (Karaokeeee!)
  15. Vor Publikum sprechen
  16. Windeln wechseln
  17. Mich Schminken (erst mit 28 gelernt!)
  18. Meinem Bauchgefühl vertrauen
  19. Die Wahrheit sagen
  20. Ein Geheimnis hüten
  21. Grundvertrauen haben
  22. Meditieren
  23. Skifahren
  24. Snowboarden (naja – da muss ich noch üben)
  25. Autoreifen wechseln (echt!)
  26. In Krisensituationen die Ruhe bewahren
  27. Wände streichen
  28. Joggen (oder eher 5km-Ohne-Dabei-Zu-Sterben-Joggen)
  29. Optimistisch sein (Sometimes you win sometimes you learn)
  30. Einen Schal stricken
  31. Kreativ sein
  32. Eine voll-choreographierte Step-Stunde unterrichten
  33. Mit dem grossen Mann kuscheln
  34. Mit dem jungen Mann kuscheln
  35. Die innere Schönheit in anderen erkennen
  36. Ein Lied auf Klavier spielen
  37. Tennisbälle jonglieren (nicht gut genug für den Zirkus, aber gut genug um kleine Kinder zu beeindrucken)
  38. Komplimente dankend entgegennehmen
  39. Zöpfe flechten (kann das nicht jeder?)
  40. Den Unterschied zwischen einem guten Wein und einem schlechten Wein erkennen

Als Geburtstagsgeschenk wünsche ich mir von euch ein Kommentar: in welchem Lebensabschnitt befindet ihr euch gerade? Erzählt mal worin ihr gut seid oder was ihr gelernt habt, das würde mich total interessieren!

Habt einen wunderschönen Tag!

{Zürich} Das Gartenjahr | Kräuter im Museum

Hände hoch wer bereits wusste, dass dieses Jahr in der Schweiz das offizielle Gartenjahr gefeiert wird! Eben, ich auch nicht.

Aaaaaber vorletzten Montag hatte ich auf Facebook etwas über einen Kräutermarkt im Museum Rietberg gelesen, und dass sie dort neben all den ganz normalen Kräutern wie Basilikum und Thymian, auch ziemlich exotische Sorten hätten. Da wollte ich natürlich hin (warum weiss ich auch nicht, denn ich koche nicht besonders viel exotisches Zeug aber ich fand es einfach spannend).

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Wie im folgendem Bild zu erkennen ist, kam ich leider etwas zu spät und die meisten exotischen Kräuterpflanzen waren schon weg. Ich konnte gerade noch eine englische Minze ergattern, mit der ich mir leckere Ice-Teas machen will.

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Ihr fragt euch sicher was jetzt ein Kräutermarkt in einem Museum verloren hat?

Tja, das ist im Museum Rietberg ganz normal. Es ist zwar ein Kunstmuseum wie jedes andere auch, aber sie lassen sich immer ganz coole Sachen einfallen, um nicht nur Kunstinteressierte anzulocken, sondern auch alle anderen.

Und so haben sie neben der Ausstellung „Gärten der Welt“ (13. Mai bis 9. Oktober) auch ganz viele Workshops und Events am Laufen. Der Event-Kalender klingt wie ein wahr gewordener Traum: Japanische Teezeremonien im Park, Räucherstäbchen-Workshops, Serenaden-Konzerte, und ein… Glühwürmchen-Festival!!!!! Da bin ich sicher dabei.

Ausserdem hat das Museum Rietberg eines der schönsten Pärke der Stadt Zürich. Es lohnt sich wirklich dorthin zu gehen, ob mit kleinen Kindern, Hund, oder sich einfach mit Lieblingsbuch unter einem Baum zu setzen und lesen.

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DSC_4718(Foto Museum Rietberg)

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Die Fotos sind nicht alle sooooo schön (ähem), weil Fräulein Vergesslichkeit aus lauter Aufregung über die Kräuterausstellung die dicke Kamera zu Hause vergaß. Deshalb sind meine Fotos mit dem iPhone, und andere (die schönen Fotos) von der Webseite vom Museum Rietberg genommen (hüstel). Aber ihr könnt euch sicher schon etwa vorstellen wie schön es dort sein kann.

Gleich neben dem Rietberg liegt auch noch ein bisschen versteckt eine kleine süsse Bonsai-Ausstellung, wo es noch viel ruhiger als im grossen Park ist.

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Wenn ihr also das nächste Mal in Zürich seid, müsst ihr unbedingt dieses Museum besuchen. Es liegt in der Nähe vom Bahnhof Enge (10 Min. zu Fuss) und hat eine eigene Tramstation (mit dem 7ner bis zur Haltestelle Museum Rietberg).

War jemand von euch schon mal da? Oder hat jemand mehr Tipps über Zürich?

{DIY} Organic Lemon Scrub

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Es gibt Dinge im Leben, die tut man einfach wenn man jung ist und ganz viel Zeit hat. Ich hatte in meinen Zwanzigern mal eine Phase wo ich tatsächlich meine eigenen Pflegeprodukte selbst hergestellt habe. Bodylotion, Puder, Lip-Balm, sogar Seifen habe ich selbst gemacht (hier im Blog gab es mal ein DIY dazu).

Dann kam die sogenannte „Gut-Genug-Zeit“. Das ist der Lebensabschnitt wenn man kleine Kinder hat, und somit auch keine Zeit mehr für gar nichts sonst im Leben. Da ist man an manchen Tagen froh überhaupt geduscht zu haben (und wenn man aus Still-technischen Gründen oder akutem Schlafmangel kein Hirn mehr hatte und vergass Shampoo und Duschgel zu kaufen nahm man halt die Duschsachen vom Mann).

Irgendwann wachsen aber diese Dreikäsekochs zu richtigen Teenager heran und werden automatisch (und hoffentlich) selbständiger. Was uns Mütter wieder mehr Zeit für andere Dinge gibt, wie zum Beispiel für UNS. :) Für mich heisst das endlich wieder mal den einen oder anderen Sonntag in einen Spa-Day zu verwandeln.

Der Frühling ist für mich der richtige Zeitpunkt um zum Beispiel die käsebleichen Füsse wieder auf Vordermann zu bringen. Schliesslich kommt der Sommer bald, und da kann man nicht mehr mit ungepflegten Füssen in Sandalen herumlaufen.

Der grosse Mann meint übrigens ich hätte einen Fusstick. Aber das stimmt nicht. Ich finde nur braungebräunte Füsse schöner als käsebleiche. Und wie meine Grossmutter schon zu sagen pflegte: nackte Füsse wollen gepflegt sein. Offene Schuhe ja, aber bitte nicht ohne Pedicure.

Also mixte ich mir kurzerhand ein Zitronen-Peeling zusammen, der super riecht und auch noch BIO ist. Eignet sich auch gut als Geschenk (z.B. für die Freundin mit den kleinen Kindern!). Und ich verspreche: dieses DIY hat man in wenigen Minuten gemacht.

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Alles was man dazu braucht ist eine Bio-Zitrone, 2 Tassen brauner Zucker (oder ganz normaler Zucker tut es auch), und 1 Tasse Kokosöl. Letzteren in der Mikrowelle schmelzen lassen bis es flüssig ist (ca. 45 Sekunden). Dann mit dem Zucker und etwas Zitronensaft vermischen…voilá!

Ich habs euch ja gesagt! Es ist wirklich super schnell gemacht!

Oben genannte Menge ergibt zwei solche Einmachgläser:

IMG_4079Für den extra Frischekick füge ich noch die abgeriebene Schale der Zitrone hinzu, sowie ein paar Minzeblätter. Es riecht so lecker, ich habe sogar ein kleines bisschen davon gegessen. Könnte glatt als Dessert durchgehen. Ich wünsche euch viel Spass beim „scrubben“

Einmachglas von Amazon

Tafelaufkleber von Amazon

 

{Rezept} Blaubeer Torte

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Endlich wieder mal einen Rezept auf dem Blog! Ich backe echt fürs Leben gern, aber oft backe ich die Torten auf den letzten Drücker und dann werden sie schnellstens verspeist. Was ja ein gutes Zeichen ist. Aber dann bleibt halt keine Zeit mehr für schöne Fotos, denn dafür muss ich zuerst den Schreibtisch vom jungen Mann entleeren (dort gibt es das schönste Licht im Haus). Und das dauert bei all diesem Prozess am längsten.

Dieses Mal hatte ich weder Gäste noch sonst eine bevorstehende Party, sondern ich wollte ganz einfach genügend Zeit haben um ein Torten-Rezept von Linda Lomelino auszuprobieren. Die sehen nämlich so richtig aufwändig aus.

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Es stellte sich heraus, dass es überhaupt nicht so schwer ist! Und das Resultat ist eine hinreissende superleckere „Angeber-Torte“ (Ha!).

Zuerst musste ich aber die Blaubeeren verstecken, denn der junge Mann liebt sie und isst sie gleich kiloweise.

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Und so wird sie gemacht.

BLAUBEEREN TORTE | Zutaten:

Teigboden:
3 grosse Eier
240g Zucker
100ml Milch
1.5 TL Vanillepulver
180g Mehl
2 TL Backpulver

Blaubeerkonfitüre für die Füllung:
500g Blaubeeren (plus 150g für die Deko)
160g Gelierzucker
80g Zucker
1 Vanillestange

Creme-Füllung und Topping:
300g Doppelrahmfrischkäse
120g Puderzucker
300ml Rahm (Sahne)
125 Blaubeeren für die Deko

Zuerst den Backofen auf 175g vorheizen.

Den Boden einer Springform von 15cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, und die Ränder ausfetten.

Eier und Zucker etwa 5 Minuten schaumig schlagen. Milch und Vanillepulver erhitzen und unter die Eiermasse rühren. Mehl und Backpulver durch ein Sieb hinzufügen. Teig in die Vorbereitete Form füllen, und ca. 50 Min. backen.

Während dieser Zeit Einmachgläser heiss ausspülen, gut trocknen und zur Seite stellen. Blaubeeren, Gelierzucker und Zucker in einen grossen Topf füllen. Die Vanillestange längs aufschneiden, das Mark auskratzen und zusammen mit der Schote ebenfalls hinzufügen. Aufkochen und 10-15 Minuten köcheln lassen. Vanillestange herausfischen, und Konfitüre in die Gläser einfüllen. Gut zuschrauben und mit dem Deckel nach unten kehren.

Den Tortenboden horizontal in drei Scheiben schneiden. Den ersten Boden auf einen Tortenteller legen. Gleichmässig mit einer Schicht Creme bestreichen, dann mit einer Schicht Blaubeerkonfitüre bedecken. So mit zwei weiteren Teigböden fortfahren. Torte rundum mit einer dicken Schicht Creme überziehen und mit Blaubeeren dekorieren.

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Am Ende blieben trotzdem noch genügend Blaubeeren für den jungen Mann und sogar für ein Glas Konfitüre. Schliesslich will man das fruchtige süss-säuerliche Geschmack noch ein paar Wochen länger geniessen.

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Wenn du also das nächste Mal jemand mit deinen Kuchenkreationen beeindrucken willst, unbedingt ein Rezept von Linda Lomelino ausprobieren. Übrigens hat sie auch super Rezepte auf ihre Blog Call me Cupcake publiziert.

Ich wünsche euch noch eine super Woche!

 

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