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Vorkochen easy | Gesund Essen am Arbeitsplatz

Eines der grössten Herausforderungen für mich ist, mich im Alltag ausgewogen zu ernähren. Die Wahl zwischen Kantine am Arbeitsplatz oder die Pommes-Döner-Bude um die Ecke sind nicht immer die leckersten/gesündesten Alternativen. Und zum Selberkochen fehlt halt immer die Zeit.

Seit einigen Jahren feile ich aber an einem System um ebendiese Zeit zu reduzieren, und trotzdem gesunde und leckere Mittagsmenus im Büro zu haben. Und heute stelle ich Euch meine Methode Schritt für Schritt vor! Man kann entweder jeden Tag 15 Minuten investieren, oder wie ich, am Sonntag einfach 1 Stunde, und man kann die ganze Woche super lecker essen.

Und so sieht ein Wochenplan bei mir in etwa aus:

Montag: Restenverwertung oder Wiederholung vom Wochenende. Sonntag ist meistens mein „Kochtag“, da ich kein Problem damit habe zwei Tage hintereinander dasselbe zu essen, nehme ich einfach die Resten am Montag ins Büro.

Dienstag: Reis mit Avocado und ein gekochtes Ei

Mittwoch: Hähnchen mit Broccoli und Zimt-Süsskartoffeln

Donnerstag: Asiatische Nudelpfanne mit Paprika, gerösteten Pinienkernen und Sesam

Freitag: Lachs mit Couscous, Paprika und Sprossen

Einkaufsliste für 1 Person:

1 Hähnchenbrust
1 Lachsfilet
1 Süsskartoffel
1 Ei
200g Broccoli
1 Paprika
1 Avocado
200g grüne Bohnen
1 Pak Choy
Soya Sauce
Sesam
Zimtpulver
Oliven- oder Kokosöl
Packung Asia Nudeln
Packung Couscous
Packung Quinoa

Schritt für Schritt Anleitung:

Zuerst den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Währenddessen kochen wir den Couscous und den Reis gemäss Packungsanweisungen. Wenn man noch eine Pfanne übrig hat, kocht man auch gleich das Ei.

Während Reis, Couscous und Ei kochen, bereite ich den Lachs vor. Dazu gebe ich 1 EL Butter oder Öl in eine Pfanne, und sobald es heiss genug ist, brate ich das Lachsfilet beidseitig, zusammen mit einer Knoblauchzehe. Der Lachs ist fertig, wenn auf den Seiten eine weisse Flüssigkeit rauskommt.

Süsskartoffel schälen und in Scheiben schneiden. In eine Ofenfeste Form geben, mit Olivenöl einpinseln und mit Meersalz bestreuen. In den Ofen geben und für ca. 15 Minuten backen.

Das Hähnchen mit Kräutersalz würzen und in etwas Öl beidseitig anbraten. Den Broccoli in kleine Röschen schneiden und während ungefähr 10 Minuten in kochendes Salzwasser geben.

Kurz kontrollieren ob die Süsskartoffeln schon gar sind. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten auch der Reis und der Couscous fast fertig sein.

Wir konzentrieren uns nun auf die Asiatische Nudelpfanne. Dafür kochen wir die asiatische Nudeln gemäss Packungsanweisung. In einer separaten Pfanne rösten wir die Pinienkernen bis sie goldbraun sind und nach Popcorn riechen. Schliesslich schneiden wir die Paprika in kleine Stücke und mischen alles zusammen mit den Nudeln.

Das wichtigste für mich ist, dass die Rezepte einfach, schnell und lecker sind. Ausserdem langweile ich mich sehr schnell, und so baue ich mir jede Woche etwas Abwechslung in den Plan ein. Aber damit ich das Rad nicht jedes Mal neu erfinden muss, hat sich bei mir den Reste-Montag, den Asia-Donnerstag und den Fish-Freitag gefestigt.

Das hier ist mein standard Menuplan, aber ich habe verschiedene Varianten je nach Lust und Laune (und je nach Saisonalitäten oder Jahreszeit). Ich mach mir aber auch kein Stress, und wenn wir am Sonntag nicht zu Hause sind oder ich einfach keine Zeit oder Lust habe, dann lasse ich auch mal eine Woche aus. Ist ja auch nicht so tragisch.

So, ich hoffe ich konnte euch etwas inspirieren und mit Ideen helfen.

Bereitet ihr euch auch das Mittagessen vor? Habt ihr weitere gute Ideen?

 

Rezept aus Ecuador: Patacones | Knusprige Kochbananen-Chips

Ich poste hier viel zu wenig ecuadorianische Rezepte, ich weiss. Deshalb, und als Vorgeschmack auf unsere Ecuador-Reise in wenigen Wochen, habe ich heute ein typisch ecuadorianisches Rezept für euch, das sehr lecker und zudem auch noch einfach herzustellen ist: Patacones.

Sie sind so etwas wie Kochbananen-Chips, und zieeemlich lecker. In Ecuador isst man die Patacones als Snack zusammen mit etwas Tomatensalsa, oder neuerdings auch mit Guacamole. Aber ursprünglich ass man sie als Beilage zum Hauptgang (so quasi wie Brot).

Alles was ihr dazu braucht ist eine grüne Kochbanane (und die muss wirklich noch sehr grün sein), Frittieröl, und Salz. Eine gelbliche Kochbanane nützt uns für dieses Rezept nicht, da sie schon etwas süsslich schmeckt.

Alles was man dazu braucht ist eine Kochbanane (als Snack für ca. 2 Personen), Frittieröl und Salz. Und so geht’s:

Die Spitzen der Kochbanane abschneiden und dann schälen. Die Kochbanane schält man am einfachsten, indem man das Rüstmesser der Länge nach ein paar Mal durchzieht, um dann die grüne Schale abzuziehen. Das braucht etwas Übung, aber da kann man nicht so viel falsch machen. Danach schneidet man sie in 2cm breite Scheiben ab:

Etwas Frittieröl in einer Pfanne auf mittlerer/hoher Hitze erhitzen und die Bananenscheiben ca 2-3 Minuten auf beiden Seiten anbraten, bis sie eine hellgoldene Farbe bekommen. Rausnehmen, und mit der Hilfe eines Bratenwenders flach drücken. Danach wieder in die Pfanne werfen und nochmals auf jeder Seite 2-3 Minuten braten bis sie eine goldige Farbe haben.

Wenn sie goldbraun und knusprig sind, rausnehmen und solange sie noch heiss sind, Salz drüber streuen. Übrigens verwende ich dazu das Sel des Alpes, von Sel a l’Ancienne, ein Salz aus unseren schönen Schweizer Alpen. So haben wir Ecuador und Schweiz in einem Gericht vereint.

Et voilà! Fertig sind die Patacones:

 

Veganes Tofu mit Glasnudeln und Gemüse | Endlich ein leckeres Tofu-Rezept

Als ich vor Jahren das erste Mal Tofu probiert habe, konnte ich es nicht essen. Es schmeckte mir nicht, und die Konsistenz war nicht gerade berauschend. Es braucht viel bis ich etwas nicht essen kann, aber Tofu war dann eine Weile lang tabu.

Das hat sich nun geändert. Ich habe endlich eine Möglichkeit gefunden, Tofu zu einer wahrhaft schmackhaften Speise zu machen. Die Wunder-Lösung heisst: Sesamöl mit Mandelbutter. Naja, nicht nur, aber hauptsächlich schon. Denn mit diesen beiden Zutaten bekommt man die spannende Süss-Saure-Note, die mein Herz höher schlagen lässt. Tofu wird jetzt also richtig mit Genuss gegessen.

Zutaten für 2-3 Personen:

TOFU & SAUCE:
230g Tofu
3 EL Sesamöl
2 EL Mandelbutter
1 EL Tamari oder Soja-Sauce
1 EL Limettensaft
1-2 EL Ahornsirup
3-4 EL Maisstärke
Chili geschnitten oder Pulver- nach Bedarf

DRESSING:
2 Knoblauchzehen
1 EL Ahornsirup
2 TL Tamari oder Soja-Sauce
1 EL Limettensaft
2 EL Reisessig (Apfelessig oder Weissweinessig tun’s auch)
1 EL Sesamöl
Chili geschnitten oder Pulver – nach Bedarf

NUDELN & BEILAGE:
Vermicelli oder Reis-Nudeln (vom Asia-Laden)
1/2 rote Paprika in Würfel geschnitten
2 Karotten gerieben oder mit dem Schäler geschält
1/3 Gurke geschält und diagonal geschnitten und halbiert
1 Frühlingszwiebel geschnitten
Basilikum oder Koriander
Sesam

ZUBEREITUNG:

Damit der Tofu nicht so glitschig schmeckt, muss man es zuerst etwas auspressen. Dazu wickelt man es in ein sauberes Küchentuch, und presst es mit etwas Schwerem obendrauf (z.B. ein Topf) für ca. 10 Minuten. 1 EL Sesamöl und alle anderen Zutaten unter TOFU & SAUCE mixen, und zur Seite stellen. Tofu wieder aus dem Wickeln rausnehmen, in Würfel schneiden und in etwas Maizena wenden. Es ist wichtig, dass die Tofuwürfel wirklich auf jeder Seite Maizena haben. Dann erhitzt man die 2 restlichen EL Sesamöl und sautiert die Tofuwürfel auf allen Seiten bis sie goldbraun sind (ca. 5 Minuten). Tofu-Sauce hinzufügen, und für 2-3 Minuten weiter in der Pfanne sautieren und vorsichtig wenden. Zur Seite stellen. Danach kocht man die Nudeln gemäss Verpackungsangaben. Zum Servieren legt man in einer grossen Bowle die Nudeln, das Gemüse und die Tofuwürfel obendrauf. Mit Sesamkörner sprenkeln und geniessen!

Viel Spass beim Geniessen!

{Rezept} Randen Tarte Tatin | was man alles wegen einer Farbe tut

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Ich muss euch jetzt etwas gestehen. Was mir an diesem Rezept am besten gefällt ist eigentlich der Name. Diese vier „T“ klingen wie ein Kinderlied, oder? Tart Tatän. Das zweitbeste an diesem Rezept ist definitiv die Farbe. Dieses Bordeaux rot, manchmal auch fast lila, ist eine meiner Lieblingsfarben.

Geschmacklich ist dann aber auch ein Highlight: ich liebe Randen (Rote Beete), und esse es meistens geraffelt, und mit viel Zwiebel. Aber in dieser Variante hat es noch so ein süssliche Note, und zusammen mit dem Blätterteig und dem Mascarpone-Topping ist es ein wahrer Schmaus.

Und das braucht man dazu:

1 Rande (rote Beete) gekocht
1 Runder Blätterteig
3 EL brauner Zucker
3 EL Aceto Balsamico (Creme)
Etwas Mascarpone
Salz und Pfeffer

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Rande schälen und in Scheiben schneiden. Zucker und Balsamico in einer Pfanne warm werden lassen bis der Zucker geschmolzen ist.  Randen hinzufügen, ein paar Mal wenden. Randen in eine ofenfeste Form legen und mit dem Blätterteig bedecken. Am Rand muss man den Blätterteig gut eindrücken. 15 Minuten in den Ofen, oder bis der Blätterteig goldbraun ist. Rausnehmen und abkühlen lassen. Tarte Tatin stürzen, und zusammen mit Mascarpone servieren (oder wer Schafskäse mag, mit Schafskäse).

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Herrlich rustikal, schmackhaft und gesund! Und dann erst noch mit so einem sexy Name… Geniesst es und schreibt mir hier falls ihr das Rezept ausprobiert!

Habt ihr auch schon mal ein Rezept wegen der Farbe gewählt?

{Rezept} Brasilien: Pao de Queijo & warum ich die Olympiaden liebe

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Ich bin wie immer voll im Olympia-Fieber. Alle vier Jahre ist es dasselbe: ich klebe am Fernseher: diese Emotionen, diese Dramatik, dieser Teamgeist! Besser als jede Reality Show, da kann der Bachelor gleich einpacken (und wenn die Sportler während der Siegerehrung auch noch weinen ist es um mich geschehen). Momentan wird der Fernseher bei uns eingeschaltet und bis tief in die Nacht die Wettkämpfe verfolgt. Nicht mal der junge Mann schaut so verbissen wie ich. Ausser es ist Fussball, da ist er immer dabei.

Deshalb und weil heute ganz wichtige Termine anstehen (im Moment gerade Golf Frauen, danach kommt noch Ringen) gibt es ein ganz schnelles Rezeptchen aus Brasilien: Pao de Queijo. Für das Ganze braucht Ihr höchstens 10 Minuten, man kann sie also locker zwischen zwei Wettkämpfe oder kurz vor der Siegerehrung machen. Und wenn sie ganz frisch aus dem Ofen kommen sind diese Brötchen der absolute Hammer.

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In Ecuador nennt man es Pan de Yuca, in Kolumbien Pan de Queso, aber im Grunde genommen ist es fast dasselbe: ein Brötchen aus Tapioka-Stärke mit Käsefüllung. Tapioka-Stärke ist ein weisses feines Pulver (ähnlich wie Maizena) und wird aus der Maniok-Wurzel hergestellt, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Die Tapioka-Stärke bekommt man in zwei Varianten: Flocken (oder Kügelchen) und Pulver. Für dieses Rezept benötigen wir das Pulver. Ihr findet es vorallem im Reformhaus oder im Asia-Laden.

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Was ihr dazu braucht:

2 Tassen Tapioka-Stärke
4 Tassen geriebener Mozzarellakäse
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
115g Butter (Zimmertemperatur)
2 Eier

Backofen auf 260 Grad vorheizen. Backblech mit Backpapier vorbereiten. Tapioka-Stärke, Käse, Backpulver und Salz miteinander in einer Schüssel vermengen. Butter und Eier hinzufügen und weiter mischen. Ich habe es im Standmixer gemacht, aber man kann es auch gut einfach mit der Hand vermengen. Wenn alles gut zusammengemischt ist, kleine Bällchen  formen (etwas kleiner als ein Golfball) und auf das Backpapier legen. In den Ofen für ca. 7 Minuten backen (ich habe sie 8 Min. gebacken damit sie etwas Farbe bekommen).

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In Südamerika isst man diese Käsebrötchen als Snack für zwischendurch, mit Kaffee oder in Ecuador mit Joghurt. Falls ihr es nachkocht bitte unbedingt zurück melden ob es euch gefallen hat! Und erzählt mal… schaut ihr auch so gerne die Olympiaden wie ich?

Drei Rezepte für den 1. August und mein Lieblingswort auf Schweizerdeutsch

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Dieses Wochenende ist für die meisten Schweizer ein verlängertes Wochenende, denn wir feiern am 1. August den Nationalfeiertag. Da es dieses Jahr auf einem Montag fällt, werden wir es schon am 31. Juli zusammen mit Freunden feiern und -sofern das Wetter es zulässt- grillieren.

Eines der vielen Eigenschaften der Schweiz ist das Schweizerdeutsch. Unsere Mundart, die so unterschiedlich ist, dass man vom Gesprächspartner gleich die Ortschaft oder zumindest die Region erkennen kann, ist doch etwas Schönes. Niemand weiss wie viele unterschiedliche Dialekte es vom Schweizerdeutschen gibt, aber es sind viele. Ich persönlich mag vorallem Bündner und Walliser Dialekt, obwohl ich manchmal Mühe habe sie zu verstehen, aber das macht nichts.

Es gibt keine standardisierte Rechtschreibung, und keine Zukunftsform. Wenn wir also WhatsApp oder persönliche E-Mails auf Schweizerdeutsch schreiben, machen wir das nach Gefühl, so wie es für uns richtig klingt. Wir sind so vielfältig wie unser Dialekt, jeder eine Welt für sich, und doch gehören wir alle irgendwie zusammen.

Heute habe ich drei Ideen für den 1. August für euch vorbereitet: süss, salzig und einen Drink.

Süss: Schweizer Kreuz aus Blätterteig und Erdbeeren

Alles was man dazu braucht ist:

Eine Packung Blätterteig
250g frische Erdbeeren
Philadelphia
Ein Päckchen Vanillezucker
Die abgeriebene Schale einer Zitrone
1 Ei

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blätterteig dünn auswallen und in Schweizerkreuzform ausschneiden. Ich hatte keine Form, sondern habe es mit einem scharfen Messer von Hand gemacht (geht ganz einfach). Das Kreuz sollte nicht allzu klein ausfallen, sondern ca. 10cm gross sein. Alle Kreuze auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einer Gabel in den Teig einstechen. Philadelphia mit Vanillezucker und die abgeriebene Zitronenschale gut mischen, und diese dann vorsichtig auf die Schweizerkreuze streichen. Die Erdbeeren klein schneiden und ebenfalls auf die Schweizerkreuze verteilen. Anschliessend das Ei verquirlen und die Ecken der Kreuze damit bestreichen. Für 12 Minuten im Ofen backen und rausnehmen.

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Salzig: Kleine Maikäferchen

Dazu braucht ihr:

Runde Kekse (in meinem Fall „Ritz“)
Philadelphia
Cherry Tomaten
Schwarze Oliven (entsteint)
Thymian oder Schnittlauch

Die Ritz-Kekse mit dem Philadelphia bestreichen, Cherry Tomate halbieren und drauf legen. Die Olive vorne drauf legen und die Kräuter (Thymian oder Schnittlauch) sind die Fühler vom Maikäferchen.

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Drink

Was ihr dazu braucht:

1 Flasche Champagner oder Prosecco
1 Tasse Blaubeeren
1 Tasse Zucker
1 Tasse Wasser
Thymian Blätter und Brombeere zur Deko

Die Blaubeeren zusammen mit dem Zucker und das Wasser in einem Topf 10 Minuten lang kochen und dabei immer rühren. Mit einer Gabel die Blaubeeren zerdrücken und dann zum Abkühlen zur Seite stellen.

Ein Glas bis zur Hälfte mit Champagner füllen, der Rest mit dem Blaubeeren-Sirup auffüllen. Hier kommt es vorallem auf den Geschmack darauf an. Ich mag die Drinks etwas süsser und deshalb war für mich 50% Prosecco und 50% Sirup die beste Kombination. Wer es gerne etwas weniger süss mag kann es natürlich anders mischen. Brombeere und Thymianblatt als Deko hinzufügen

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Übrigens, meine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch sind Chrüsimüsi (Durcheinander) und Tüpflischiisser (was so etwas wie kleinlich heisst, oder Erbsenzähler).

Was sind deine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch?

Bring dir den Urlaub nach Hause mit {Thai-Food} Ananas Fried Rice

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Wer dieses Jahr während den Sommerferien hier bleibt und „Staycation“ betreibt, kann es sich jetzt gemütlich machen und die Ferienstimmung zu sich nach Hause holen. Die aktuellen Temperaturen sind ja gar nicht so schlecht. Und mit dem Rezept den ich euch heute bringe, fühlt ihr euch im Nu in Phuket oder Koh Samui am Strand. Yeah!

Apropos Thailand, bei diesem Gericht dachte ich immer es sei Hawaiianisch (wegen der Ananas und so), aber anscheinend stammt dieses megafeine Gericht -gemäss Pinterest- aus Thailand.

Einfach erklärt, ist es ein Fried Rice, serviert in einer Ananas. Aber es schmeckt so lecker und es ist so einfach zum kochen, das sogar ich es kann. Meine Variante hier ist Vegi, ihr könnt es aber gerne auch mit Shrimps oder Poulet am Spiess machen.

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Das braucht ihr dazu:

Reis (vorzugsweise Jasmin-Reis, aber irgend eine anderer Reis tuts auch)
Eine reife Ananas
2 Karotten
1 Tasse Erbsen
2 Frühlingszwiebeln
2 Eier
3-4 Knoblauchzehen
2 EL Kokosmilch
1 EL Kokosöl
2 EL Sojasauce
1 Tasse Cashewnüsse geröstet

Ofen auf 180 Grad vorheizen und den Reis gemäss Anweisung zubereiten. Während der Reis kocht, Ananas halbieren und aushöhlen. Bei mir funktionierte es am besten so, dass ich ein Rechteck ausgeschnitten habe um es dann in Scheiben aufzuteilen. Scheiben rausnehmen und mit einem Löffel noch die Reste nachschaben. Das Ananasfleisch zusammen mit der Flüssigkeit zur Seite stellen. Die Innenseite der Ananas trockentupfen. Die Blätter der Ananas in Alufolie einpacken und für 5 Minuten in den Ofen legen, damit sie etwas trocknet.

Karotten schälen, würfeln und zusammen mit den Erbsen in heissem Wasser bissfest kochen. In einem Wok oder Bratpfanne Kokosöl erhitzen. Frühlingszwiebel in Scheiben schneiden und Knoblauchzehen pressen. Beides in der Pfanne andünsten. Eier in einem Teller rühren und in die Pfanne geben. Ein paar Minuten anbraten. Anschliessend Karotten, Erbsen und Reis hinzufügen und weiter anbraten. Cashewnüsse hinzufügen und mischen.

Wer mag, kann es mit frischem Koriander servieren. Ich esse es am liebsten mit einer extra Portion Sweet and Sour Sauce.

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Übrigens, die Ananasschalen nicht wegwerfen! Die eignen sich prima für einen leckeren und erfrischenden Sommer-Tee. Einfach Fruchtfleisch entfernen und die Schalen in heissem Wasser für ein paar Minuten aufkochen. Auskühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Schmeckt himmlisch!

Falls es jemand nachkocht, freue ich mich riesig, wenn ihr mir ein Kommentar hinterlässt wie es euch gefallen hat 🙂

Habt ihr sonst noch tolle Rezeptideen die den Urlaub nach Hause bringen?

Genusszeit im Sommer: Flammkuchen mit Pfirsich und Ziegenkäse

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Kennt ihr dieses Gefühl wenn man sich bei jeder neuen Jahreszeit denkt: Das ist meine Lieblings-Jahreszeit! Ich sage das bei jeder Jahreszeit. Aber der Sommer ist wirklich meine Lieblingsjahreszeit. Man kann barfuss laufen ohne dass einem die Füsse schockfrieren, man kann schöne Sandalen und farbenfrohe Kleider anziehen, und man muss nicht immer warm essen, da machen es auch mal nur Früchte.

Im Sommer bin ich essenstechnisch auch experimentierfreudiger als sonst. Ich suche auf Pinterest „Rhabarber mal anders“ oder „Salat mal anders“, oder „Eis mal anders“. Untypische Fruchtkombinationen in sonst salzigen Gerichten oder mit Kräuter, scheinen es mir angetan zu haben. Früher total verhasst, heute meine Lieblingsgerichte.

Deshalb kommt heute ein Rezept für Pfirsich-Ziegenkäse-Flammkuchen, oder wie der junge Mann sagt: „Pfirsich-Pizza“! Die herbe Note vom Rosmarin gibt diesem einfachen Gericht noch der letzte Schliff. Wer Ziegenkäse nicht so mag, mischt halt mehr Philadelphia-Käse rein. Meine Version hingegen ist NUR mit Ziegenkäse, weil ich es liebe.

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Pfirsich-Ziegenkäse-Flammkuchen | Das brauchst du:

2-3 Pfirsiche
Pizzateig
ca. 5 EL Creme Fraiche oder Philadelphia
ca. 1 EL Ziegenkäse
ein paar Rosmarin-Zweige

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Und so geht’s: 

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Creme Fraiche (oder Philadelphia) mit Ziegenkäse und Rosmarin-Blätter vermischen. Salz und Pfeffer hinzufügen. Pizzateig auswallen und die Mischung darauf verteilen. Pfirsiche in dünne Scheiben schneiden und auf dem Flaumkuchen verteilen. 15-20 Minuten in den Backofen auf 200 Grad backen. Wer möchte kann am Schluss nochmals frischen Rosmarin drauf legen.

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Und das oben im Bild? Das mag ich auch im Sommer: Frauenbierchen!

Habt ihr weitere fruchtig-würzige Rezepte für mich?

{Rezept} Der allerbeste Hummus

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Erst kürzlich habe ich Hummus für mich entdeckt. Ich kannte es von früher, es war einfach diesen leckeren Dip den man beim Libanesen bekommt. Jetzt esse ich es fast täglich und bin begeistert. Ich bereite mir am Wochenende ein Glas voll, und verputze es innerhalb weniger Tage. Aufs Brot oder mit Salat. Es ist nicht nur super lecker, sondern auch noch gesund (Und das können nicht viele Lebensmittel von sich behaupten).

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Es gibt übrigens verschiedene Varianten davon, aber das Grundrezept ist immer dasselbe. Je nachdem was Ihr in der Küche herumliegen habt, könnt Ihr es auch noch dazu mischen. Die Zubereitung dauert keine 5 Minuten (und für einfach/schnell/lecker bin ich immer zu haben).

Die Zutaten:

1 Dose Kichererbsen (abgetropft)
4 EL Tahin (Sesampaste)
2 EL Olivenöl
6 EL Wasser
Salz und Pfeffer
Einen Schuss Zitronensaft (Optional)
Paprikapulver (Optional)
Basilikum (Optional)
Knoblauch (Optional – für den Büro-Lunch eher ungeeignet 😉

Ihr schmeißt alles in den Mixer…und fertig! Der perfekte Snack für Frühlingstage ist fertig.

Auch sehr lecker ist es zum Beispiel mit Pita Chips. Dafür einfach Pitabrot in Dreiecke schneiden, mit Olivenöl und Knoblauch bestreichen, und bei 190 Grad ca. 10-12 Minuten in den Ofen backen.

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Probiert’s doch einfach mal aus und sagt mir Bescheid ob es Euch auch schmeckt!

{Rezept} Selbstgemachte Pasta

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Als ich vor fast 20 Jahren heiratete war ich sehr jung und meine Kochkünste reduzierten sich auf das Aufwärmen von Dosen-Essen in der Mikrowelle. Ich meine, ich wäre nicht verhungert. Reis oder Pasta hätte ich knapp (sehr knapp) auch noch geschafft. Mein Mann hat sich damals schon darauf eingestellt, dass er die kochende Hälfte in dieser Ehe sein würde.

Wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass ich später einmal meine Spagettis selber machen würde -wie so eine echte italienische Mamma- wär ich vor Lachen umgefallen. Echt.

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Aber wie es halt so ist, man lernt ja nie aus, und vor ein paar Monaten haben wir hausgemachte Spagettis bei Freunden gegessen. Wir waren hin und weg. Nie hätten wir gedacht, dass es so viel besser schmecken würde als die normale Pasta aus der Packung (und die schmeckt ja schon lecker genug). Kurz darauf haben wir uns auch eine Pasta-Maschine zugelegt (ich weiss nicht mal ob das der richtige Name dafür ist) und lernten wie man selber Spagetti macht. Es ist tatsächlich zu einfach um wahr zu sein, und heute zeige ich Euch wie.

Ihr braucht dazu folgende Zutaten: Mehl und Eier. Das ist alles. Pro 100g Mehl ein Ei. Ich mache immer ein bisschen mehr, damit ich Reserve habe für den Rest der Woche. In meinem Fall habe ich 5 Eier und 500g Mehl vermischt.

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Mit den Händen durchkneten, es gibt eine etwas zähe Masse, die etwa so aussieht:

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Dann stellt man die Pasta-Maschine auf die grösstmögliche Öffnung ein, und lässt die Pasta mehrmals (6 oder 7 Mal) durch diese Öffnung durch. Jedes Mal wieder bemehlen und falten bevor man es wieder durchlässt:

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_MG_3050Danach schliesst man die Öffnung auf die nächstkleinste Grösse, und lässt die Pasta ohne zu falten dort durch.

_MG_3056Ihr könnt jetzt die Öffnung immer kleiner machen, bis die Pasta die Dicke hat die Ihr wünscht. Wenn Ihr breite Nudeln machen wollt kann es ruhiger etwas dicker sein, bei Spaghetti etwas dünner. Das ist einfach Geschmacksache.

Am Schluss lässt Ihr die Pasta durch die Nudeln- bzw. Spagetti Schneider durch, und bemehlt es sehr gut.

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_MG_3061Jetzt muss man es nur noch etwa eine Stunde trocknen lassen, und dann kann man es ins kochende Wasser geben. Achtung: frische Pasta braucht nur ca. 3 Minuten bis sie fertig ist, auf keinem Fall 8-10 Minuten drin lassen wie die Spagetti aus der Packung.

Wer es etwas spezielles will, kann der Masse ganz am Anfang auch etwas Randensaft (Rote Beete) geben. Ich hatte keinen Saft, habe aber ein kleines Stück gekochte Randen in die Masse gerieben, das ergibt dann diese schöne ROSAROTE Pasta:

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Mein (italienischer) Onkel hat mir bereits ein gutes Rezept für Ravioli gegeben. Das wird sicher bald mal ausprobiert!

Habt Ihr auch schon Pasta selbst gemacht? Oder habt Ihr auch andere Rezepte?

Einen wundervollen Sonntag wünsche ich Euch!

 

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