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{Ausflugtipp} Die wunderschöne Aareschlucht im Berner Oberland

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Es gibt in der Schweiz wunderschöne Orte zum reisen. Wenn ich im Auto sitze und Postkarten-ähnliche Landschaften vorbeiziehen sehe, wundere ich mich immer, warum wir nicht öfters unser eigenes Land bereisen.

Letzte Woche waren wir zum ersten Mal in der Aareschlucht. Senkrechte Felswände und pastellgrünes Gletscherwasser, das hier während Millionen Jahren fliesst und eine Schlucht in das Kalkgebirge gegraben hat. Die zauberhafte Kraft der Natur.

Die Schlucht ist 1.4km lang und bis zu 200m tief. An manchen Stellen ist die Schlucht kaum 2m breit. Das Licht der Sonne strahlt indirekt in die Schlucht rein und macht den Spaziergang zu einem wahren Erlebnis.

Von Zürich braucht man knapp 1.5 Stunden mit dem Auto, und nur schon der Weg dorthin ist eine Reise Wert. Man fährt nämlich am Lungernsee vorbei, wo wir angehalten haben um diesen wunderschönen See zu fotografieren. Dieses Foto hat keine Bearbeitung, das Wasser hat tatsächlich diese beeindruckende smaragdgrüne Farbe.

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Danach fuhren wir weiter bis zum Westeingang der Aareschlucht, und fingen dort unsere Tour an. Es ist zum grössten Teil Rollstuhl- und Kinderwagen-tauglich, und wenn man ganz gemütlich spaziert, braucht man 40-50 Minuten bis zu anderen Seite.

Ich empfehle aber früh dort zu sein, da es sonst sehr voll ist und man in den schmalen Gänge kaum mehr Platz hat um schöne Fotos zu machen. Wir waren zum Glück relativ früh dort und ich konnte doch noch ein paar Fotos machen.

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Auf der anderen Seite der Schlucht haben wir uns noch im Imbiss entsprechend gestärkt, und gingen denselben Weg wieder zurück. Einfach weil es so schön war.

War jemand von euch auch schon mal dort? Habt ihr Ausflugtipps für uns? Wir möchten mehr solcher Naturspektakel erleben.

Märchenhafte Toskana-Landschaften | Ein Roadtrip

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Wir waren letzte Woche in der Toskana und haben es uns dort sehr gut gehen lassen. Nachdem wir für unsere letzten Ferien immer Flugtickets buchten, haben wir uns dieses Mal für einen Roadtrip entschieden, weil unser Ziel nur 6 Stunden mit dem Auto entfernt war und wir Vorort mobil sein wollten.

Diese Ferien waren übrigens so eine Last-Minute-Aktion, weil wir uns lange nicht einig wurden wohin, und es plötzlich eng mit den Terminen wurde. Also haben wir schnell schnell noch ein Bead & Breakfast im Internet gebucht und fuhren los.

Als wir dort ankamen machte mein Herz einen Sprung. Diese Landschaft!!  Hügel mit mittelalterliche Dörfer, Zypressenwege, weite Felder, viel Sonne, und Olivenbäume so weit das Auge reicht.

IMG_3767 roadtripIch war hin und weg. Kein Wunder dass hier die Renaissance entstand. Diese Künstler konnten ja gar nicht anders als wunderbare Werke hervorbringen, bei diesem Ausblick!

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Unterkunft

Wir haben eine kleine Wohnung bei Agriturismo Cafaggio gebucht. Die Unterkunft ist eine Art Finca mitten im Nichts (theoretisch liegt es in der Ortschaft San Miniato – aber es ist eher ausserhalb), mit einem grossen Pool, und eine sehr sympathische Gastgeberin: Claudia. Der Vorteil: es liegt genau in der Mitte zwischen Florenz und Pisa und auch andere interessante Städte und Dörfer erreicht man in weniger als eine Stunde. Es ist rustikal und preiswert, und hat alles was man braucht: Pool, Klimaanlage, WiFi und saubere Toiletten. Unsere Wohnung hatte auch eine eigene Küche, wo wir uns Abendessen oder Frühstück zubereiten konnten.

Die Wohnung haben wir über e-domizil gebucht, und vor der Reise alle nötigen Informationen per E-Mail erhalten (inklusive genaue Anreise). Die Mitarbeiterin am Telefon sympathisch und kompetent. Wir sind eigentlich eher per Zufall im Internet auf diese Seite gestossen.

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Florenz

Ist definitiv eine Stadt die man gesehen haben muss. Nicht weil sie besonders schön ist (das ist sie auch) sondern wegen ihrer Bedeutung. Florenz ist das Mekka für Kunst und Geschichte in einem. Im Museum Uffizi befindet sich im Zentrum der Stadt und beherbergt eines der grössten Sammlungen der Welt an Werke aus der Zeit der Renaissance.

Tipp: um sehr lange Wartezeiten und Anstehen zu vermeiden, kauft man die Tickets vorher online, und kann dann einfach zur angegebenen Zeit dort sein und kommt gleich rein.

Wer aber nicht ins Museum will, kann auch ganz einfach die Stadt besichtigen, die Kathedrale Santa Maria del Fiore bewundern und auf dem Ponte Vecchio spazieren gehen.

Achtung: Florenz hat wirklich viele Touristen und es ist meistens sehr voll. Daher entschieden wir uns, das Auto in Empoli zu parken und mit dem Zug in die Stadt zu reisen.

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Siena

Siena war die grosse Überraschung bei dieser Reise. Ich hatte schon viele positive Berichte über diese Stadt im Internet gelesen, aber ich finde die Fotos werden ihr irgendwie nicht gerecht. Auch meine Fotos finde ich nicht so gelungen im Vergleich zur Realität. Vielleicht ist es einfach das „Feeling“ dieser Stadt, sie ist so warm und freundlich. Eine wunderschöne Stadt!

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Pisa, Montepulciano, Vinci, usw.

Von San Miniato aus gibt es viele Orte die man sonst noch in Tagesausflüge besuchen kann, wie zum Beispiel Pisa natürlich. Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Pisa, da mir die Stadt nicht besonders gut gefällt, aber der grosse und der junge Mann wollten unbedingt den schiefen Turm sehen, also waren wir schnell dort und haben entsprechend die obligaten Fotos gemacht. Es war aber so unerträglich heiss, dass wir danach wieder ganz schnell in unser Hotel zurück gingen um uns im Pool wieder aufzufrischen.

IMG_3740Montepulciano ist echt ein Besuch Wert. Ein kleines süsses Dorf wo man (na was denn) unendlich viele Wein-Läden findet. Da ist der Besuch eines Weinkellers und die entsprechende Degustation schon fast ein Muss. Natürlich haben wir uns entsprechend eingedeckt und genug Wein für die nächsten paar Monate gesichert.

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Und schliesslich waren wir auch noch in Vinci, der Geburtsort von Leonardo Da Vinci. Es war ein extrem heisser Tag vorausgesagt, und wir wollten irgendwo hingehen wo es etwas frischer war, also gingen wir ins Vinci-Museum. Ich fand es jetzt nicht so spannend, aber es ist der ideale Ausflug wenn man Kinder im Schulalter hat, weil sie da viele Erfindungen von Da Vinci hautnah erleben können.

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Das Essen (mangia, mangia!)

Ich mag italienisches Essen sehr, finde es aber nichts aussergewöhnliches, für mich ist es mehr eine Art „Alltagsessen“. Pizza und Pasta sind zwar lecker, aber irgendwie eben doch alltäglich. NICHT SO IN DER TOSKANA! Hier ist das Essen einmalig. Ich habe noch nie in meinem Leben so gut gegessen wie dort. Sei es das typische Toskana-Essen mit Wildschwein-Spezialitäten und Trüffel-Risotto, oder die bekannten Pizzas, Focaccias, oder Bruscchette. Alles war sehr lecker und wir konnten uns nicht satt essen.

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Die Tomaten schmecken so richtig nach sonnengereifte Tomaten, der Espresso schmeckt nach richtigem Espresso, und der Olivenöl ist zu unserem hier unvergleichbar. Oder vielleicht hat es einfach mit der „Italinitá“ zu tun, jedenfalls waren wir von der Vielfalt der Leckereien total hingerissen.

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Und wie sagt man nochmal so schön? „Nach den Ferien ist vor den Ferien“ (nein, das habe ich mir gerade ausgedacht – aber ist es nicht schön gleich die nächsten Ferien zu planen?). Also bin ich schon auf der Suche nach einer guten Unterkunft im Elsass. Im Herbst soll es dort schön sein! Wer war schon im Elsass und hat gute Tipps?

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Zürich: ein unkonventioneller City Guide

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Beim vorletzten Post habe ich Euch erzählt, wie Zürich und ich uns am Anfang nicht mochten. Die Stadt zeigte mir ihre kalte Schulter, und ich hasste sie dafür. Aber mit der Zeit haben wir uns ziemlich gut arrangiert. Ausserdem hat sie hat es nicht einfach: als Banken-Stadt und Finanzzentrum hat sie einen grauen und kalten Ruf. Dabei ist diese Stadt so viel mehr als das. Das hervorragende Essen, die kulturelle Vielfalt, der See, usw.

Deshalb habe ich mir kurzerhand entschlossen Euch meine Lieblingsorte von Zürich zu zeigen. So quasi als Travelguide falls Ihr mal einen Städtetrip plant.

Heute fangen wir mit einer kurzen Runde an. Einen zweistündigen Spaziergang durch Zürich würde bei mir etwa so aussehen:

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Wir fangen mit einem Insidertipp an: Die Schipfe. Sie liegt in der Nähe der Bahnhofstrasse, gleich an der Limmat.  Es ist eines der ältesten besiedelten Gebiete der Stadt, man weiss dass bereits keltische Siedlungen in diesem Teil des heutigen Zürichs lebten. Ich liebe es hier spazieren zu gehen. Es ist schön ruhig, man ist in der Nähe des Wassers, und kann das gegenüberliegende Ufer betrachten.

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Dann läuft man etwas weiter in Richtung Zürich-See, und kommt zur „Frauenbadi“. Das Frauenbad beim Stadthausquai hat historisch Tradition. Als es noch kein fliessendes Wasser in Zürich gab, konnten sich Frauen hier ihrer Körperpflege widmen. Und bis zum heutigen Tag ist diese Badeanstalt nur für Frauen zugänglich. Abends wird die Frauenbadi in die Barfussbar umgewandelt, da dürfen die Herren der Schöpfung allerdings gerne teilnehmen.

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Gleich nach der Frauenbadi kommt das Bauschänzli. Eines der letzten Relikte der Stadtbefestigung, ist heute eine künstlich angelegte Flussinsel, wo man im Sommer gut essen, und im Herbst Oktoberfest im Zelt feiern kann.

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Wer sich jetzt etwas sportlich betätigen will, oder ganz einfach schneller vorankommen möchte, kann gerne bei einem der Stände von Züri rollt einen Fahrrad gratis ausleihen. Gleich neben dem Bauschänzli hat es nämlich eins. Und obwohl ich keinesfalls Tourist bin, habe ich das auch schon mehrmals gemacht. Nur schon weil es so praktisch ist! In Zürich ist man mit dem Fahrrad oft schneller als mit dem Auto unterwegs.

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So, und jetzt sind wir schon fast am See angekommen. Die Aussicht ist einfach atemberaubend, und wer Zeit hat, kann natürlich am Seeufer rechts oder links flanieren gehen.

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Wir gehen allerdings weiter zum Bürkliplatz, wo jeden Freitag einen supertollen Markt stattfindet. Frischer Oregano, Olivenbäume, Brot, Fisch, Fleisch, und die schönsten Blumen die ich jemals gesehen habe, werden dort zum Kauf angeboten.IMG_3381Schliesslich gehen wir die Bahnhofstrasse entlang in Richtung Bahnhof, wo sich das Shopping-Herz erfreuen kann (sofern man über das nötige Kleingeld verfügt – ich sage nur Gucci Louis Vuitton und Prada).

Was man keinesfalls verpassen sollte ist einen Abstecher beim Sprüngli am Paradeplatz. Entweder gleich hinsetzen und bei Kaffee und Kuche die Beine strecken, oder sich im Geschäft mit genügend Schokolade und Luxemburgerli eindecken. Und das Zeug ist lecker, das kann ich Euch sagen! Ich habe mich schon durch das ganze Sortiment durchgegessen.

IMG_3385Dann kommen wir zu einer meiner allerliebsten Orte in Zürich: den Lindenhof. Eine Oase der Ruhe mitten in Zürich. Es ist so ruhig und angenehm da oben, dass man nicht meinen könnte wenige Meter weiter unten ist hektisches Stadttreiben. Auch im Lindenhof vermutet man keltische Siedlungen aus der vorrömischen Zeit.

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IMG_3395Der Lindenhof bietet auch die, von mir aus, schönste Aussicht der Altstadt von Zürich, das Niederdörfli.

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IMG_3397Gleich neben dem Lindenhof, etwas weiter unten, kommt ein Kinderspielplatz mit einer perfekten Wiese zum hinlegen, und den Duft der Rosen geniessen.

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IMG_3402Auch von hier wieder einen wunderschönen Ausblick in die Stadt:

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So, das wars meine Lieben, ich hoffe den Ausflug gefällt Euch genauso wie mir.  Stay tuned… bald gibt es mehr davon!