Reisen

{Reisebericht} Brügge in iPhone Fotos

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Hier kommt der Bericht vom 2. Teil der Reise, der uns nach Brügge brachte.

Brügge ist eine kleine Stadt in Westflandern Belgien, und wird wegen ihren vielen Wasserkanälen oft auch das „Venedig des Nordens“ genannt.  Brügges historisches Zentrum ist ebenfalls Weltkulturerbe der UNESCO.

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Eins vorab:  Brügge war definitiv meine allerliebste Destination während dieser Reise, und hat mich positiv überrascht. Es ist der ultimative Geheimtipp für ein romantisches verlängertes Wochenende zu Zweit. Wer mittelalterliche Bauten, romantische Wasserkanäle, viele kleine Restaurants, echte Windmühlen, Klosterpärke und kleine Gassen mag, ist in Brügge genau richtig.

Vom Bahnhof kann man zum Grote Markt laufen, oder zwei Stationen mit dem Bus fahren.  (In Belgien heisst die grosse Plätze im Zentrum der Stadt fast immer Grote Markt, der „Grosse Markt“). Hier ein Panorama-Bild davon:

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Eines der Vorteile von Brügge ist die übersichtliche Grösse. Vom Grote Markt aus kann man die ganze Stadt zu Fuss erkunden. Und das haben wir dann auch getan, nicht ohne uns zuerst in einem Restaurant zuerst die Bäuche mit feinsten Leckereien zu füllen (ich sage nur: Käsekroketten!). Und ausserdem war es wieder einmal Zeit für… WAFFELN!

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Von vielen Stationen aus, kann man auf das Touristen-Boot steigen, und die Stadt aus dem Wasser betrachten. Wir bevorzugten es aber trotzdem zu Fuss zu gehen, aber bei einem nächsten Besuch gehe ich sicher auch noch aufs Boot! Besonders gut hat mir gefallen, dass die Stadt so sauber ist. Normalerweise stinkt es oft in Städte mit Wasserkanäle, aber hier ist das überhaupt nicht der Fall.

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Wo man nur hinschaut, einfach wunderbar sauberes, klares und ruhiges Wasser.

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In der Nähe des Grote Markts findet man die Basilika, die einen unteren und einen oberen Teil hat. Der obere Teil ist gotisch und es hat mich sehr beeindruckt wie das Licht einfliesst, es ist magisch:

Kirche

Auch hier sieht man erst auf dem Panorama-Bild wie schön es da ist:

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Anschliessend liefen wir weiter und sahen ein Tor zu einem Innenpark, der uns neugierig machte. Es ist der Beginenhof, früher eine Wohnanlage für Beginen (das war eine Art Nonne aber ohne Klostergelübde). Ein Ort der Stille und Ruhe, wo man das Rauschen der Bäume hört, und einfach nur mal sein kann.

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Wenn man ein auf der anderen Seite des Parks rausläuft hat man folgende Aussicht:

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Ich meine… ist das nicht ein TRAUM?

Und wie die Häuser gebaut sind fand ich ziemlich süss:

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Und mein ganz persönliches Highlight….. eine Windmühle! Ich liebe Windmühlen!

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Also ich kann Euch Brügge von ganzem Herzen empfehlen, es war grossartig und ich war ganz sicher nicht das letzte Mal dort.

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Fast hätte ich es vergessen! Es gibt einen Actionfilm dessen Handlung in Brügge stattfindet. Es heisst In Bruges (auf Deutsch: Brügge sehen… und sterben?) mit Colin Farrell und Ralph Fiennes. Hat es jemand schon gesehen?

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{Reisebericht} Brüssel in iPhone Fotos

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Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Ich war diese Woche zu Besuch in Belgien. Vier beste Freundinnen, die sich seit der Schulzeit kennen, und die überall auf der Welt verteilt wohnen, waren für fünf Tage zusammen und machten Belgien und die Niederlande unsicher. Wir haben wunderbare Tage miteinander verbracht und lachten viel. Wir sind alle so unterschiedlich, und wohnen so weit voneinander weg, aber uns verbindet die gegenseitige Liebe die man einfach hat wenn man sich seit der Kindheit kennt.

Dabei haben wir aber auch die Zeit genutzt und Belgien ein bisschen bereist. Homebase war Antwerpen, aber wir haben Tagesausflüge nach Brüssel, Brügge und Rotterdam (NL) gemacht. Ich wollte alles zusammen nehmen, aber ich habe so viele Fotos, die ich Euch zeigen will, dass ich es lieber aufteile. Also fangen wir heute mit Brüssel an.

Brüssel

Von Antwerpen aus ist man in ca. 1 Stunde in Brüssel. Man kann aus Zürich direkt fliegen (z.B. mit der Swiss), aber aus einem mir unerklärlichen Grund sind diese Tickets sehr sehr teuer. Amsterdam ist als Flugdestination viel günstiger und man ist mit dem Zug in zwei Stunden auch in Brüssel.

Brüssel ist zwar die Hauptstadt von Belgien sowie der Hauptsitz der UNO, aber das Wahrzeichen der Stadt ist eine 61 cm kleine Bronze-Statue eines urinierenden Kleinkindes (das soll mal einer erklären!). Ich präsentiere: Manneken Pis. Auch benannt als Le Petit Julien. Man findet ihn als Souvenir, in Schokoladenform, und auf T-Shirts bedruckt:

Manneken

Gleich in der Nähe des Bahnhofs findet man die Galerien Royales Saint-Hubert. Eine wunderschöne Ladenpassage aus dem Jahr 1847, wo man von Schokolade, elegante Schuhe und Kleider, Kunst, Bücher, und vieles mehr einkaufen kann.

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Aber Brüssel hat viel mehr zu bieten und hat wunderschöne Bauten, Pärke, Kirchen und Street Art. Eines vorab, es gibt viel Schokolade und Waffeln überall, die kalorienarme Diät kann man also ruhig zu Hause lassen.

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Kathedrale St. Michael und St. Gudula

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Die Grand-Place (Grote Markt) ist der zentrale Platz der Stadt Brüssel. Es ist wunderschön barock und gotisch, und ist deshalb auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Hier zwei iPhone Panorama-Bilder aus verschiedenen Perspektiven:

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Am eindrücklichsten ist das Rathaus (aus dem 15. Jahrhundert).

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Am Ende des Tages besuchten wir noch das Atomium, das ein bisschen ausserhalb Brüssels ist. Da die U-Bahn aber sehr klar und übersichtlich ist waren wir in kürzester Zeit an unserem Ziel. Das Atomium wurde 1958 für die Expo gebaut und besteht aus neun Kugeln, von denen sechs begehbar sind. Aus der obersten Kugel gibt es eine geniale Aussicht auf Brüssel, leider waren wir da als es schon geschlossen war. Es eignet sich aber auch von aussen ideal für lustige Fotos.

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Alles in Allem war es einen wunderschönen Tag in Brüssel und ich kann diese Stadt wirklich jedem empfehlen. Es hat für jeden etwas: gutes Essen (Moules-frites!), Süssigkeiten (Waffeln und Schokolade!) Kunst, schöne Pärke, Kultur, Geschichte, Street Art, und viele schöne Läden.

Die Berichte zu Brügge und Rotterdam folgen. 🙂

Der Aletschgletscher | zu Besuch beim grössten Gletscher der Alpen

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Liebe Blogleserin, lieber Blogleser,

Während den Ferien waren wir nicht richtig weg, und hier möchte ich mich gerne auf diesen Post von Mamambini beziehen, denn das Wetter war dieses Jahr wohl kein Highlight (wie Ihr ja schon wisst). ABER wir waren ein paar Tage auf der Bettmeralp. Für uns Wander-Greenhorns war es natürlich wunderbar, mal was ganz anderes. Unser Ziel war der Aletsch-Gletscher zu besichtigen, denn obwohl wir schon seit über ein Jahrzehnt in der Schweiz leben haben wir noch nie in unserem Leben einen Gletscher in Echt gesehen. Schande über unser Haupt. Aber das konnten wir endlich jetzt aus unserer Bucket-List streichen.

Ich kann Euch gar nicht erklären wie mächtig und überwältigend so ein Gletscher ist. Du stehst da, siehst ihn an, und denkst Du stehst vor einer Panorama-3D-Leinwand. Weil es einfach so unglaublich gross ist, und man sich unglaublich klein fühlt. Wir waren so erstaunt darüber, dass wir ohne es zu merken eine spontane 5-Stunden-Wanderung machten. Aber mehr dazu später.

Zuerst musste ich abklären wie man dahin kommt, denn das ist für jemand der sich mit den ganzen Berg-Tunnel-Autoverlad- nicht auskennt (z.B. WIR) gar nicht so einfach. Ich rief also beim Hotel an, um es mir erklären zu lassen. Mit meinem Züri-Dütsch war ich aber dem Dialekt ausgeliefert, und verstand knapp einen Drittel davon. Irgendwas mit „Das ist hier nicht so gross, unser Hotel findet ihr dann schon“ hat sie glaub ich noch gesagt. Immerhin den richtigen Autoverlad habe ich herausgehört. Und die Hotelbesitzerin gab uns den wichtigen Hinweis, wir sollen auf keinem Fall nach 19 Uhr eintreffen, da fährt nämlich die letzte Bahn auf die Bettmeralp hoch.

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Auf der Fahrt zur Bettmeralp fuhren wir durch die Region Goms, und wir (ganz die Touris) mussten das Auto anhalten um folgende architektonische Besonderheiten zu fotografieren:

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Dann fuhren wir weiter und liessen das Auto also im Parkhaus bei der Ortschaft Betten stehen und sattelten auf die Bergbahn um. Nach einer kurzen Fahrt, ist man dann endlich auf der Bettmeralp. Diese empfing uns mit dichtem Nebel (man sah kaum die ausgestreckte Hand), was uns die Suche nach dem Hotel etwas erschwerte. Da aber alle dort so freundlich und zuvorkommend sind (und die Ortschaft wirklich nicht allzu gross), haben wir es schliesslich auch gefunden.

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Das Hotel Garni hat uns eines der grössten Hotelzimmer reserviert, die wir bisher je bei einer Reise hatten. Es war auf zwei Etagen aufgeteilt, insgesamt ein Doppelbett und drei Einzelbette, mit sehr viel Raum und ein grosses Badezimmer. Ausserdem war gleich ein Skilift nebenan, was im Winter ein Pluspunkt ist. Die Aussicht verspricht auch viel, obwohl ich das aufgrund den obengenannten dichten Nebels leider nicht beurteilen konnte.

Am nächsten Tag nahmen wir von der Bettmeralp wieder eine Bahn, dieses Mal zum Bettmerhorn. Oben angekommen, hat man folgende Aussicht:

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Ich muss vorab erklären, dass wir überhaupt nicht auf eine Wanderung vorbereitet waren. Ich hatte mein ganzes Kamera-Equipment dabei, Zusatzgewicht ca. 7kg. Winterjacke und Schneestiefel noch dazu. Mann und Kind etwa ähnlich. Jedenfalls fingen wir an, in eine Richtung zu laufen wo alle anderen Touristen auch gingen. Der Mann meinte dann „laufen wir ein bisschen in diese Richtung, wahrscheinlich kann man dort bis ganz nah ran an den Gletscher“. Das war der Weg (sieht doch nicht nach Wanderweg aus, oder?):

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Offenbar stand auf meiner Bucketlist „Gletscher sehen“, auf seiner hingegen „Gletscher sehen und berühren“. Jedenfalls liefen wir ca.1.5 – 2 Stunden, immer bergab. Als wir merkten, dass es doch anscheinend eine längere Wanderung sein würde, war es bereits zu spät um umzukehren. Also liefen wir weiter, immer mit dieser Aussicht:

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Nach ca. 4 Stunden Wanderung, wohlbemerkt ohne Proviant, waren wir endlich in der Nähe des Gletschers. Um aber bis ganz zum Gletscher zu kommen, mussten wir noch ein steiler Weg über grosse rutschige Steinplatten nach unten laufen, und über einen Fluss klettern. Indiana Jones wir kommen! Aber der Manneswunsch erfüllte sich:

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Diese flachen Steinplatten wieder hinauf, und über den Fluss klettern, brachte mich doch kurz an meine Grenzen, aber hey, Grenzerfahrungen sind immer gut, also wanderten wir weiter. Hunger, Durst und Müdigkeit machten sich bemerkbar, aber zum Glück war da bald das Gletscherhäuschen zu sehen, ein kleines Bergrestaurant, wo wir uns dann ausruhen konnten und unsere leeren Bäuche wieder füllten. Wir wanderten zurück bis zur Bergbahn die uns dann nach Fiesch hinunterbrachte. Und dann, als wäre das nicht genug Schönheit für die Augen, hatten wir auf dem Nachhauseweg auch noch diese Aussicht:

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Never measure the height of a mountain until you have reached the top. Then you will see how low it was.  Dag Hammarskjöld (Schwedischer Staatssekretär und Friedensnobelpreisträger)

 

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