Rezepte

Drei Rezepte für den 1. August und mein Lieblingswort auf Schweizerdeutsch

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Dieses Wochenende ist für die meisten Schweizer ein verlängertes Wochenende, denn wir feiern am 1. August den Nationalfeiertag. Da es dieses Jahr auf einem Montag fällt, werden wir es schon am 31. Juli zusammen mit Freunden feiern und -sofern das Wetter es zulässt- grillieren.

Eines der vielen Eigenschaften der Schweiz ist das Schweizerdeutsch. Unsere Mundart, die so unterschiedlich ist, dass man vom Gesprächspartner gleich die Ortschaft oder zumindest die Region erkennen kann, ist doch etwas Schönes. Niemand weiss wie viele unterschiedliche Dialekte es vom Schweizerdeutschen gibt, aber es sind viele. Ich persönlich mag vorallem Bündner und Walliser Dialekt, obwohl ich manchmal Mühe habe sie zu verstehen, aber das macht nichts.

Es gibt keine standardisierte Rechtschreibung, und keine Zukunftsform. Wenn wir also WhatsApp oder persönliche E-Mails auf Schweizerdeutsch schreiben, machen wir das nach Gefühl, so wie es für uns richtig klingt. Wir sind so vielfältig wie unser Dialekt, jeder eine Welt für sich, und doch gehören wir alle irgendwie zusammen.

Heute habe ich drei Ideen für den 1. August für euch vorbereitet: süss, salzig und einen Drink.

Süss: Schweizer Kreuz aus Blätterteig und Erdbeeren

Alles was man dazu braucht ist:

Eine Packung Blätterteig
250g frische Erdbeeren
Philadelphia
Ein Päckchen Vanillezucker
Die abgeriebene Schale einer Zitrone
1 Ei

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blätterteig dünn auswallen und in Schweizerkreuzform ausschneiden. Ich hatte keine Form, sondern habe es mit einem scharfen Messer von Hand gemacht (geht ganz einfach). Das Kreuz sollte nicht allzu klein ausfallen, sondern ca. 10cm gross sein. Alle Kreuze auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einer Gabel in den Teig einstechen. Philadelphia mit Vanillezucker und die abgeriebene Zitronenschale gut mischen, und diese dann vorsichtig auf die Schweizerkreuze streichen. Die Erdbeeren klein schneiden und ebenfalls auf die Schweizerkreuze verteilen. Anschliessend das Ei verquirlen und die Ecken der Kreuze damit bestreichen. Für 12 Minuten im Ofen backen und rausnehmen.

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Salzig: Kleine Maikäferchen

Dazu braucht ihr:

Runde Kekse (in meinem Fall „Ritz“)
Philadelphia
Cherry Tomaten
Schwarze Oliven (entsteint)
Thymian oder Schnittlauch

Die Ritz-Kekse mit dem Philadelphia bestreichen, Cherry Tomate halbieren und drauf legen. Die Olive vorne drauf legen und die Kräuter (Thymian oder Schnittlauch) sind die Fühler vom Maikäferchen.

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Drink

Was ihr dazu braucht:

1 Flasche Champagner oder Prosecco
1 Tasse Blaubeeren
1 Tasse Zucker
1 Tasse Wasser
Thymian Blätter und Brombeere zur Deko

Die Blaubeeren zusammen mit dem Zucker und das Wasser in einem Topf 10 Minuten lang kochen und dabei immer rühren. Mit einer Gabel die Blaubeeren zerdrücken und dann zum Abkühlen zur Seite stellen.

Ein Glas bis zur Hälfte mit Champagner füllen, der Rest mit dem Blaubeeren-Sirup auffüllen. Hier kommt es vorallem auf den Geschmack darauf an. Ich mag die Drinks etwas süsser und deshalb war für mich 50% Prosecco und 50% Sirup die beste Kombination. Wer es gerne etwas weniger süss mag kann es natürlich anders mischen. Brombeere und Thymianblatt als Deko hinzufügen

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Übrigens, meine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch sind Chrüsimüsi (Durcheinander) und Tüpflischiisser (was so etwas wie kleinlich heisst, oder Erbsenzähler).

Was sind deine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch?

Bring dir den Urlaub nach Hause mit {Thai-Food} Ananas Fried Rice

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Wer dieses Jahr während den Sommerferien hier bleibt und „Staycation“ betreibt, kann es sich jetzt gemütlich machen und die Ferienstimmung zu sich nach Hause holen. Die aktuellen Temperaturen sind ja gar nicht so schlecht. Und mit dem Rezept den ich euch heute bringe, fühlt ihr euch im Nu in Phuket oder Koh Samui am Strand. Yeah!

Apropos Thailand, bei diesem Gericht dachte ich immer es sei Hawaiianisch (wegen der Ananas und so), aber anscheinend stammt dieses megafeine Gericht -gemäss Pinterest- aus Thailand.

Einfach erklärt, ist es ein Fried Rice, serviert in einer Ananas. Aber es schmeckt so lecker und es ist so einfach zum kochen, das sogar ich es kann. Meine Variante hier ist Vegi, ihr könnt es aber gerne auch mit Shrimps oder Poulet am Spiess machen.

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Das braucht ihr dazu:

Reis (vorzugsweise Jasmin-Reis, aber irgend eine anderer Reis tuts auch)
Eine reife Ananas
2 Karotten
1 Tasse Erbsen
2 Frühlingszwiebeln
2 Eier
3-4 Knoblauchzehen
2 EL Kokosmilch
1 EL Kokosöl
2 EL Sojasauce
1 Tasse Cashewnüsse geröstet

Ofen auf 180 Grad vorheizen und den Reis gemäss Anweisung zubereiten. Während der Reis kocht, Ananas halbieren und aushöhlen. Bei mir funktionierte es am besten so, dass ich ein Rechteck ausgeschnitten habe um es dann in Scheiben aufzuteilen. Scheiben rausnehmen und mit einem Löffel noch die Reste nachschaben. Das Ananasfleisch zusammen mit der Flüssigkeit zur Seite stellen. Die Innenseite der Ananas trockentupfen. Die Blätter der Ananas in Alufolie einpacken und für 5 Minuten in den Ofen legen, damit sie etwas trocknet.

Karotten schälen, würfeln und zusammen mit den Erbsen in heissem Wasser bissfest kochen. In einem Wok oder Bratpfanne Kokosöl erhitzen. Frühlingszwiebel in Scheiben schneiden und Knoblauchzehen pressen. Beides in der Pfanne andünsten. Eier in einem Teller rühren und in die Pfanne geben. Ein paar Minuten anbraten. Anschliessend Karotten, Erbsen und Reis hinzufügen und weiter anbraten. Cashewnüsse hinzufügen und mischen.

Wer mag, kann es mit frischem Koriander servieren. Ich esse es am liebsten mit einer extra Portion Sweet and Sour Sauce.

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Übrigens, die Ananasschalen nicht wegwerfen! Die eignen sich prima für einen leckeren und erfrischenden Sommer-Tee. Einfach Fruchtfleisch entfernen und die Schalen in heissem Wasser für ein paar Minuten aufkochen. Auskühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Schmeckt himmlisch!

Falls es jemand nachkocht, freue ich mich riesig, wenn ihr mir ein Kommentar hinterlässt wie es euch gefallen hat 🙂

Habt ihr sonst noch tolle Rezeptideen die den Urlaub nach Hause bringen?

Knuspermüesli selbermachen | Best Granola Ever {Rezept}

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Ein richtig gutes Knuspermüesli hat mir schon manche Morgen gerettet. Ich bin eben ein kleines bisschen Morgenmufflig. Wenn ich mir unter der Woche dann zu früh zu fest überlegen muss was frühstücken, werde ich noch muffiger. Wenn ich aber mein eigenes mega leckeres Müesli habe, sieht die Welt um 6 Uhr morgens nicht mehr so schlimm aus.

Heute gibt’s mal eines der ganz seltenen Dinge im Leben: megalecker und megagesund. Das ist so selten, dass es fast schon einhornmässig suspekt klingt. Und wenn ich etwas finde, was so sündhaft gut schmeckt, und gleichzeitig auch noch gesund ist, dann kann ich das tagelang essen, inklusive Freudentänze. Aber lange Rede kurzer Sinn, hier kommt das Rezept.

Du brauchst dazu nur folgende Zutaten:

1 Tasse Mandeln mit Schale
3 Tassen Haferflocken
1/2 TL Salz
1/3 Tasse brauner Zucker (wer es nicht so süss mag einfach weniger)
1/3 Tasse Honig
3 EL Kokosöl
1 Vanillestange ausgekratzt (Optional)
Etwas Cranberries oder Sultaninen (Optional)

Im Prinzip kann man auch andere Zutaten nehmen, wie z.B. Pistazien oder Walnüsse, usw. Wichtig ist vorallem der Honig und das Kokosöl damit es diesen Crunchy-Granola-Effekt bekommt.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Mandeln grob klein hacken (in der Maschine oder ganz einfach in ein Tuch wickeln und mit dem Hammer drauf schlagen – letzteres macht Spass!). Honig und Kokosöl in einer mikrowellensicheren Schüssel für 40 Sekunden in der Mikrowelle schmelzen. Alle Zutaten gut vermengen.

Ein Backblech mit Backpapier versehen und die Mischung flach darauf verteilen. Fünf Minuten backen, rausnehmen, alles wieder etwas vermischen und wieder flach verteilen. Erneut fünf Minuten in den Ofen stellen. Rausnehmen und abkühlen lassen. Wenn es abgekühlt mit den Händen „brechen“ und in einem geschlossenen Behälter oder einer Dose reintun.

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Letztes Jahr habe ich schon Granola Bars gemacht. Auch super lecker!

Habt ihr Müesli schon mal zu Hause gemacht? 

 

Genusszeit im Sommer: Flammkuchen mit Pfirsich und Ziegenkäse

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Kennt ihr dieses Gefühl wenn man sich bei jeder neuen Jahreszeit denkt: Das ist meine Lieblings-Jahreszeit! Ich sage das bei jeder Jahreszeit. Aber der Sommer ist wirklich meine Lieblingsjahreszeit. Man kann barfuss laufen ohne dass einem die Füsse schockfrieren, man kann schöne Sandalen und farbenfrohe Kleider anziehen, und man muss nicht immer warm essen, da machen es auch mal nur Früchte.

Im Sommer bin ich essenstechnisch auch experimentierfreudiger als sonst. Ich suche auf Pinterest „Rhabarber mal anders“ oder „Salat mal anders“, oder „Eis mal anders“. Untypische Fruchtkombinationen in sonst salzigen Gerichten oder mit Kräuter, scheinen es mir angetan zu haben. Früher total verhasst, heute meine Lieblingsgerichte.

Deshalb kommt heute ein Rezept für Pfirsich-Ziegenkäse-Flammkuchen, oder wie der junge Mann sagt: „Pfirsich-Pizza“! Die herbe Note vom Rosmarin gibt diesem einfachen Gericht noch der letzte Schliff. Wer Ziegenkäse nicht so mag, mischt halt mehr Philadelphia-Käse rein. Meine Version hingegen ist NUR mit Ziegenkäse, weil ich es liebe.

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Pfirsich-Ziegenkäse-Flammkuchen | Das brauchst du:

2-3 Pfirsiche
Pizzateig
ca. 5 EL Creme Fraiche oder Philadelphia
ca. 1 EL Ziegenkäse
ein paar Rosmarin-Zweige

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Und so geht’s: 

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Creme Fraiche (oder Philadelphia) mit Ziegenkäse und Rosmarin-Blätter vermischen. Salz und Pfeffer hinzufügen. Pizzateig auswallen und die Mischung darauf verteilen. Pfirsiche in dünne Scheiben schneiden und auf dem Flaumkuchen verteilen. 15-20 Minuten in den Backofen auf 200 Grad backen. Wer möchte kann am Schluss nochmals frischen Rosmarin drauf legen.

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Und das oben im Bild? Das mag ich auch im Sommer: Frauenbierchen!

Habt ihr weitere fruchtig-würzige Rezepte für mich?

{Grill & Chill} Schnelles Tomaten-Himbeer-Ketchup Rezept

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Ich weiss ich weiss, wenn man aus dem Fenster schaut ist es noch nicht gaaaanz so sommerlich wie man sich das eigentlich wünschen würde. Aber ich bin ein ewiger Optimist und eröffne hiermit hochoffiziell die Grill & Chill Saison!

Jedes Jahr entdecke ich immer mehr Dinge, die einfach viel leckerer schmecken wenn man sie selbst macht. Seit letztem Jahr machen wir z.B. die Pasta zu Hause, wie eine richtige Maaaammmmaaa (nur dass die Pasta-Herstellung bei uns im Haus hauptsächlich Männersache ist – aber das nur so nebenbei). Oder die selbstgemachten Müsliriegel sind auch der Renner hier.

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Jedenfalls habe ich ein superleckeres Rezept für Ketchup gesucht und bin auf dieses Juwelen gekommen: Tomaten-Himbeer-Ketchup. Kombiniert das Beste der Saison! Am besten passt es zu gegrilltem Geflügel, aber eigentlich will man es am liebsten überall draufstreichen, so lecker ist es. Ihr werdet es lieben, versprochen!

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Tomaten-Himbeer-Ketchup Zutaten für 8dl:

1,2kg reife Tomaten
100g Himbeeren
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
10g Ingwer
3 EL Himbeeressig
4 EL Rohrzucker

Und so gehts: Tomaten und Himbeeren waschen. Tomaten in Würfel schneiden (Stiel entfernen). Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und hacken. Vorbereitete Zutaten mit Himbeeressig und Zucker in eine Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren ca. 40 Minuten einkochen lassen. Vorsichtig mit einem Stabiler pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Mit Salz und Tabasco oder Chili abschmecken und in die Flaschen füllen!

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Und jetzt wünsche ich euch ganz viel Grill & Chill Spass!

Frischer Sommersalat und ein Upcycling DIY

Ich sollte ja eigentlich die Steuererklärung meiner Mama ausfüllen, Zahlungen machen, und archivieren. Aber ich bin die Meisterin im Prokrastinieren und deshalb schaue ich mir jetzt die Bilder der Eröffnungsfeier des Gotthard-Basistunnels wieder an. Es ist ja der längste Eisenbahntunnel der Welt! Das MUSS man mehrmals schauen!!!!

Ich träume schon von der ersten Reise nach Mailand mit der Bahn. Ab Dezember ist man ab Zürich in zweieinhalb Stunden dort, da ist ja so ein Shopping-Tag in Mailand in greifbarer (und gefährlicher) Nähe. Aber darüber werde ich selbstverständlich noch berichten wenn es dann soweit ist.

Heute habe ich einen super feinen Sommersalat für euch. Ich habe mich ja jahrelang geweigert Salat mit Früchte zu essen, bis ich einmal genau diesen Salat probierte. Danach ist der Sprung zu Spargel mit Erdbeeren nur noch ein ganz kleiner, glaub mir.

Das ist so quasi einen Sommersalat für Anfänger, megalecker!

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Alles was ihr dazu braucht ist gemischter Salat oder Rucolasalat, Fetakäse (kann durch Halloumi ersetzt werden), und Nektarinen oder Pfirsiche. Diese schneiden, kurz in etwas Olivenöl anbraten und abkühlen lassen.

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Lieblingsdressing hinzufügen (ein Feigen-Balsamico-Dressing passt wunderbar) und geniessen!

Per Zufall habe ich ausserdem eine sehr interessante Marke entdeckt (keine Werbung – ich finde es einfach genial). Indi Lemon Tonic. INDI & Co ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Santa Maria, Spaniens Südküste. Sie verwenden exotische Gewürze, leckere Früchte und Kräuter für ihre Tonics. Mehr über ihre Produkte könnt ihr hier lesen. Es schmeckt jedenfalls köstlich!

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Und was sind eure Lieblings-Sommersalate?

Hier kommt noch ein wirklich kleines Upcycling DIY, das aber trotzdem Spass macht und dekorativ ist. Alles was ihr dazu braucht sind 1-2 paar leere PET-Flaschen (in meinem Fall sind es Drink-Joghurt-Flaschen) und Sprühdosen in der Farbe eurer Wahl (ich hatte noch Kupfer-Spraydosen vom Vorjahr übrig – nicht gerade die Trendfarbe 2016 aber sieht doch gut aus). Plastikflaschen mit Farbe besprayen und trocknen lassen.

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Ich wünsche euch allen noch einen supertollen Tag!

 

{Rezept} Fruchtige Blaubeer Torte

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Endlich wieder mal einen Rezept auf dem Blog! Ich backe echt fürs Leben gern, aber oft backe ich die Torten auf den letzten Drücker und dann werden sie schnellstens verspeist. Was ja ein gutes Zeichen ist. Aber dann bleibt halt keine Zeit mehr für schöne Fotos, denn dafür muss ich zuerst den Schreibtisch vom jungen Mann entleeren (dort gibt es das schönste Licht im Haus). Und das dauert bei all diesem Prozess am längsten.

Dieses Mal hatte ich weder Gäste noch sonst eine bevorstehende Party, sondern ich wollte ganz einfach genügend Zeit haben um ein Torten-Rezept von Linda Lomelino auszuprobieren. Die sehen nämlich so richtig aufwändig aus.

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Es stellte sich heraus, dass es überhaupt nicht so schwer ist! Und das Resultat ist eine hinreissende superleckere „Angeber-Torte“ (Ha!).

Zuerst musste ich aber die Blaubeeren verstecken, denn der junge Mann liebt sie und isst sie gleich kiloweise.

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Und so wird sie gemacht.

BLAUBEEREN TORTE | Zutaten:

Teigboden:
3 grosse Eier
240g Zucker
100ml Milch
1.5 TL Vanillepulver
180g Mehl
2 TL Backpulver

Blaubeerkonfitüre für die Füllung:
500g Blaubeeren (plus 150g für die Deko)
160g Gelierzucker
80g Zucker
1 Vanillestange

Creme-Füllung und Topping:
300g Doppelrahmfrischkäse
120g Puderzucker
300ml Rahm (Sahne)
125 Blaubeeren für die Deko

Zuerst den Backofen auf 175g vorheizen.

Den Boden einer Springform von 15cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, und die Ränder ausfetten.

Eier und Zucker etwa 5 Minuten schaumig schlagen. Milch und Vanillepulver erhitzen und unter die Eiermasse rühren. Mehl und Backpulver durch ein Sieb hinzufügen. Teig in die Vorbereitete Form füllen, und ca. 50 Min. backen.

Während dieser Zeit Einmachgläser heiss ausspülen, gut trocknen und zur Seite stellen. Blaubeeren, Gelierzucker und Zucker in einen grossen Topf füllen. Die Vanillestange längs aufschneiden, das Mark auskratzen und zusammen mit der Schote ebenfalls hinzufügen. Aufkochen und 10-15 Minuten köcheln lassen. Vanillestange herausfischen, und Konfitüre in die Gläser einfüllen. Gut zuschrauben und mit dem Deckel nach unten kehren.

Den Tortenboden horizontal in drei Scheiben schneiden. Den ersten Boden auf einen Tortenteller legen. Gleichmässig mit einer Schicht Creme bestreichen, dann mit einer Schicht Blaubeerkonfitüre bedecken. So mit zwei weiteren Teigböden fortfahren. Torte rundum mit einer dicken Schicht Creme überziehen und mit Blaubeeren dekorieren.

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Am Ende blieben trotzdem noch genügend Blaubeeren für den jungen Mann und sogar für ein Glas Konfitüre. Schliesslich will man das fruchtige süss-säuerliche Geschmack noch ein paar Wochen länger geniessen.

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Wenn du also das nächste Mal jemand mit deinen Kuchenkreationen beeindrucken willst, unbedingt ein Rezept von Linda Lomelino ausprobieren. Übrigens hat sie auch super Rezepte auf ihre Blog Call me Cupcake publiziert.

Ich wünsche euch noch eine super Woche!

 

{Salat im Glas} Gesund und umweltbewusst

Meine Liebsten!

Ich weiss nicht wie es euch ging, aber mir fiel es dieses Jahr nach den Ferien besonders schwer in die Routine zurück zu kommen. Früh aufstehen, nicht einfach in den Tag reinleben sondern planen, vorbereiten, kochen, war wie eine Qual. Auch das gute Essen blieb mir hängen und ich wollte weiterhin den ganzen Tag Pizzas, Pasta und Gelati verspeisen. Doch im Alltag geht das ja nicht, sonst sieht man bald wie ein Sumo-Ringer aus.

Also machte ich mir auf die Suche nach etwas Inspiration (oder viele eher Motivation!) im Web, und fand auf Pinterest die Mason Jars. Ihr habt sicher auch schon vom grossen Hype der „Mason Jars“ gehört oder gelesen. Die Einmachgläser wo Oma die selbstgemachte Marmelade drin hatte, werden heute für alles mögliche verwendet. Es gibt Gifts in a Jar, Cookies in a Jar, Smoothies in a Jar, sogar Wellness in a Jar habe ich schon gesehen. Und ich bin ja bei solchen Dingen ja nicht immer die Schnellste, aber schliesslich bin ich auch auf den Mason-Jar-Zug gestiegen, um mich für die gesunde Alltags-Ernährung wieder zu motivieren.

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Ich brauche immer etwas Neues um wieder in den Fluss der guten Ernährungsweise zu kommen. Also habe ich mir kurzerhand verschiedene Salate vorbereitet, die ich nun locker ins Büro mitnehmen kann. Und das auch noch schön in diesen Mason Jars verkleidet. Ausserdem ist es auch umweltverträglicher als die Plastik-Behälter. Denn Plastik ist nicht nur schlecht für die Umwelt, es ist auch eine Gesundheitsgefahr für uns Menschen.

Wusstet ihr dass die Weichmacher, die über den Plastikmüll in die Nahrungskette kommen  Krebs auslösen und das Erbgut verändern können? Deshalb wäre es gut wenn wir alle dazu beitragen würden weniger Plastikmüll zu verursachen. Es gibt Leute die hier sehr radikal sind und Plastik komplett vermeiden (siehe auch diesen TEDxTalk von Beth Terry – vom Blog My Plastic Free Life). Aber wir können schon mit kleinen Dingen dazu beitragen, und zum Beispiel Stofftaschen zum Einkaufen nehmen, oder andere Verpackungseinheiten ohne Plastik wählen, usw. Aber ich schweife ab. Zurück zu den Salaten, hier sind meine für nächste Woche:

IMG_3843Das System ist ganz einfach. Man giesst zuerst die gewünschte Salat-Sauce rein, damit die auf dem Glas-Boden bleibt und der Salat nicht matschig wird. Dann schneidet man die gewünschten Zutaten zurecht, und das kann alles mögliche sein. Hier einige Ideen:

Salate: Spinatblätter, Ruccola, Blattsalat, usw.
Salat-Optionen: Tomaten, Gurken, Avocado, Pilze, Paprika, Radieschen, usw.
Salat-Saucen: Vinaigrette, Magerjogurt-Sauce, Balsamico, usw.
Protein: Hähnchen, Krevetten, gekochte Eier, Bohnen, Mozzarella, usw.
Toppings: Nüsse, Preiselbeeren, Granatapfel, ein paar Oliven, Frischkäse usw.

Das Gute ist, man nimmt alle Zutaten und füllt die Gläser unterschiedlich, damit man jeden Tag eine andere Kombination im Glas hat. Die Salate für die kommende Woche sind im Nu gemacht, und man muss sich nicht mehr darum kümmern. Guten Appetit!

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Habt ihr sonst noch gute Motivation-Tipps für mich?

 

{Rezept} Real American Chocolate Chip Cookies

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Heute nur ein kleines Rezeptchen, denn jetzt fängt ja die Schule wieder an und wir sind definitiv im Post-Ferien-Alltags-Stress drin. Stundenpläne wurden ausgedruckt und Agendas mit den neusten Fussball-Daten vom jungen Mann aktualisiert.

Trotzdem wollte ich mir auf keinem Fall dieses Rezept entgehen lassen. Es handelt sich dabei nämlich um ein wahres Fundstück aus dem Internet, das ich aber noch nach vielem Ausprobieren etwas angepasst habe. Jahrelang suchte ich schon nach einem echt amerikanischem Rezept für Chocolate Chip Cookies. Die bisherigen schmeckten irgendwie unecht. Ich glaube aber, dass ich mit diesen hier voll ins Schwarze getroffen habe. Sie sind aussen knackig und innen weich, genauso wie sie sein müssen. Und da es ein echt amerikanisches Rezept ist, kommen die Mengeneinheiten auch in Tassen statt in Gramm.

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Zutaten:

3 1/2 Tassen Mehl
1 Teelöffel (gestrichen) Natron
1 Teelöffel (grosszügig) Backpulver
1/2 Teelöffel Salz
1 1/4 Tasse Butter (Zimmertemperatur)
1 1/2 Tasse Rohrzucker
1 Tasse Zucker
2 Eier
1 Vanillestange
1 Packung Chocolate Chips

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Alle Zutaten ausser die Chocolate Chips gut mischen, am besten eignet sich hier natürlich eine Küchenmaschine, die lässt man dann einfach ein paar Minuten lang laufen. Dann die Chocolate Chips von Hand in den Teig mischen, und dann mit dem Inhalt von ungefähr 3 Esslöffel je ein Bällchen formen. Mit genügend Platz dazwischen die Bällchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Zwischen 15 und 17 Minuten backen. Die Backzeit ist das Wichtigste! Wenn man sie zu lange drin lässt schmecken sie warm dann immer noch gut, aber wenn sie auskühlen werden sie zu hart. Ich musste es ein paar Mal ausprobieren und bei mir werden sie mit 15 Minuten perfekt. Am besten machst Du sie nicht alle auf einmal, dann kannst du die Backzeit ausprobieren und anpassen.

Probiers doch aus und sag mir Bescheid wie sie dir gefallen. Ich glaube das sind echt die besten.

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{Rezept} Tarte au Melon

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Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Heute gibt es ein feines Rezept für eine Quarktarte mit Melone, aber vorher muss ich euch unbedingt eine Anekdote aus meiner Jugend erzählen. Dazu greife ich ein bisschen in die Erinnerungskiste und nehme euch mit auf einer Zeitreise in die 90er Jahre. Da war ich in der Sekundarschule und lebte noch in Ecuador. Wir erinnern uns, Ecuador, 35 Grad im Schatten, 90% Luftfeuchtigkeit (diese Info ist wichtig für später).

Unser Schultag war relativ lang (von 7.30 bis 13.30 Uhr mit zwei kleinen Pausen) was dazu führte, dass wir auf unsere Lunchboxen angewiesen waren wenn wir nicht verhungern wollten. Es gab zwar auch ein Kiosk, aber meine Mutter -schon immer sehr Bedacht um die Ernährung- hätte mir niemals Geld gegeben um dort etwas zu kaufen, also schickte sie mir Gesundes mit. Soweit so gut.

Es gab immer ein Sandwich, manchmal ein gekochtes Ei, Crackers, und etwas zu trinken. In dieser Hitze eignete sich natürlich frisches Wasser oder kühle Tees am besten. Und was hatte ich in der Thermoskanne? MELONENSAFT! So richtig dickflüssige Cantaloupe-Melone mit Wasser gemixt. Ich glaube es hatte sogar noch kleine Stückchen drin. Ich meine, wir waren in den Tropen, da wächst ja alles mögliche und ist supergünstig: Wassermelonen, Passionsfrucht, Limetten, Zitronen, usw. Irgendwie aber fand meine Mutter, Melonensaft sei das richtige für mich.

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Wie ihr sicher versteht, konnte ich unmöglich bei dieser Hitze Melonensaft trinken, und so kam es, dass die Pflanzen meiner Schule in den täglichen Genuss von Melonensaft kamen. Während meiner gesamten Sekundarschulzeit goss ich den Saft einfach über die Pflanzen drüber. Da meine Mutter aber extra früher aufstand und sich solche Mühe gab mir diesen Melonensaft zuzubereiten, brachte ich es nicht übers Herz es ihr zu beichten, und liess sie einfach weiter machen.

Es ist ja nicht so, dass ich Melone nicht mag. Ich finde es eine super Frucht und mag sie sehr gerne. Nur eben, dieser Saft eignet sich nicht besonders wenn man durstig ist. Irgendwann Mitte Zwanzig habe ich es meiner Mutter dann doch noch erzählt. Sie hat lauthals gelacht und sagte nur „Aber du hättest doch etwas sagen können!“ Ähm das habe ich auch! Aber sie hat nicht zugehört und hat weiter fröhlich Melonensaft gemacht. Da habe ich es einfach aufgegeben.

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Heute bringe ich euch das Rezept für eine Quartkarte mit Melone. Sie ist echt lecker und ein super Dessert für eine Grillparty zum Beispiel.

Zutaten für den Mürbeteig:

90g Mehl
70g gemahlene geschälte Mandeln
60g Zucker
1 Prise Salz
80g kalte Butter, in Stücken
1 Eigelb
Optional: 1 Beutel dunkle Kuchenglasur, geschmolzen

Zutaten für die Quarkfüllung:
1/2 Melone in Stücken, ca. 300g
40g Zucker
5 EL Wasser (wenn die Melone sehr wässrig ist dann nur 3 EL)
5 Blatt Gelatine, ca. 5 Min in kaltem Wasser eingelegt, abgetropft
125g Halbfettquark
1 EL Limettensaft
1 dl Vollrahm

Zutaten für das Topping:
1/2 Melone klein gewürfelt
Pfefferminze fein geschnitten

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Zubereitung:
Alle Zutaten für den Mürbeteig mischen und zu einem weichen Teig zusammenfügen. Teig flach drücken, zugedeckt ca. 30 Minuten kühl stellen. Anschliessend den Teig zwischen zwei Plastikbeuteln ca. 2cm grösser als die Form ausfallen, ins vorbereitete Blech legen. Teilboden mit einer Gabel dicht einstechen. Teig mit Backpapier belegen, mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren und ca. 15 Minuten in der unteren Hälfte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens blindbacken. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen, ca. 5 Min. fertig backen. Trabenden herausnehmen, etwas abkühlen, aus der Form nehmen, auf einem Gitter auskühlen. Trabenden mit der Hälfte der Kuchenglasur bestreichen.
Für die Quarkfüllung Melone Zucker und Wasser in einer Pfanne mischen und zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten köcheln, pürieren. Gelatine unter die heisse Masse rühren, etwas abkühlen. Quark und Limettensaft darunter rühren. Rahm steif schlagen, sorgfältig unter die Masse ziehen, auf dem Trabenden verteilen, zugedeckt im Kühlschrank ca. 4 Stunden fest werden lassen. Zum Schluss oder vor dem Servieren, Melonenstücke und Pfefferminze mischen und auf der Tarte verteilen.

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Friends are like melons. Shall I tell you why? To find one good, you must a hundred try.  Claude Mermet (Französischer Dichter)

 

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