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So schön ist Zürich im Winter | Photo Diary

Die letzten paar Tage hat es endlich geschneit! Der junge Mann ist natürlich begeistert und man sieht ihn nur noch in Skihosen ein und rausgehen, und ist sonst die meiste Zeit draussen am Spielen.

Heute war es zwar bitterkalt (-13 Grad in Zürich) aber auch wunderschön sonnig. Es gibt kaum schönere Voraussetzungen für einen entspannenden Spaziergang, als sonnig und verschneit. Die Sonne kam raus, alle waren glücklich, und ich machte Fotos.

Das ist eines meiner Vorsätze für das neue Jahr: mehr fotografieren. Ich war schon lange nicht mehr mit der grossen Kamera unterwegs (das iPhone ist halt so bequem!) aber ich muss sagen, die Canon macht halt doch die besseren Fotos.

(Ausblick vom Lindenhof)

(Lindenhof)

(Münsterhof Brunnen)

(Fraumünster und Grossmünster im Hintergrund)

(Juweliergeschäft – Les Millionnaires)

(Münsterplatz)

 

Zermatt – 48 Stunden in der beliebtesten Feriendestination der Schweiz

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Ich muss ein Geständnis abgeben (und ich werde wirklich rot während ich das schreibe): aber ich war noch nie in Zermatt. So, jetzt ist es raus. Dass ich nicht in der Schweiz aufgewachsen bin, ist dabei nur eine schwache Ausrede, denn mittlerweile wohne ich auch schon wieder seit 17 Jahren ununterbrochen hier und habe es trotzdem noch nie geschafft zu einem der bekanntesten Ortschaften der Schweiz zu besuchen: Zermatt.

Wir wollen in Zukunft mehr Orte in der Schweiz bereisen und diese Woche waren wir nun endlich in Zermatt. Die Legende von Zermatt beginnt mit einer Tragödie. Vier Menschen stürzten bei der Erstbesteigung des Matterhorns zu Tode, was in aller Munde war und somit sehr berühmt machte. Eine Legende war geboren.

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Wir bevorzugten die bequeme Variante und liessen uns von der Gondel auf den kleinen Matterhorn bringen (3’883m), von wo man die beste Aussicht auf den Matterhorn hat. Die Fahrt bis zur höchsten Bergbahnstation Europas, dauert ganze 45 Minuten, und ist eine richtige Panorama-Reise.

Oben angelangt, staunt man nicht schlecht wenn einem erste Skifahrer entgegen laufen. Auf dem kleinen Matterhorn kann man nämlich auch im Sommer Skifahren. Es herrscht ewiger Schnee.

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Dort oben auf dem kleinen Matterhorn entsteht momentan die höchste 3S Bahn der Welt. Die Bauarbeiten sind im vollen Gange und 2018 wird die neue Bahn eröffnet. Wir konnten zufällig Bergarbeiter erhaschen, wie sie die über die Schranke stiegen und zu ihrem Arbeitsplatz gingen. Da braucht man Nerven aus Stahl und definitiv keine Höhenangst!

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Danach geht man 15m tief in den Gletscher hinein und kann im Gletscherpalast wunderschöne Eisskulpturen bewundern, und unter anderem auf einer Eisrutschbahn herunter zu flitzen. Man fühlt sich ein bisschen wie Elsa aus Frozen. 🙂

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Von hier oben kann man verschiedene Wanderungen bis ins Tal machen, oder auch mit dem Mountain Bike hinunterfahren.

Am nächsten Tag liefen wir ein bisschen um Zermatt herum und ich konnte ein paar Fotos vom alten Dorfteil von Zermatt machen. Und das ist wirklich zuckersüss.

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Was ich auch nicht wusste: Zermatt ist ein kulinarischer Hot-Spot, die drei weltbesten Bergrestaurants befinden sich dort. Ausserdem gibt es immer wieder Food-Festivals mit Gault Millau Köche, oder man geniesst ein Fondue am Seil (Fondue in der Gondel!). Das muss ich bei meinem nächsten Zermatt-Besuch unbedingt ausprobieren.

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Nach unserer wunderschönen Panorama-Bergfahrt haben wir uns ganz selbstverständlich ein Walliser Käsefondue in Zermatt gegönnt, ich kann euch die Walliserkanne empfehlen, an der Bahnhofstrasse 32. Auch Pizzas kriegen sie sehr gut hin, schliesslich ist man in Zermatt auch nicht mehr so weit von Italien entfernt. 😉

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Wer hat gute Vorschläge und Ideen für Ausflüge in der Schweiz?
Was sind eure Lieblingsorte?

*Dieser Ausflug wurde durch Zermatt Tourismus unterstützt.

Drei Rezepte für den 1. August und mein Lieblingswort auf Schweizerdeutsch

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Dieses Wochenende ist für die meisten Schweizer ein verlängertes Wochenende, denn wir feiern am 1. August den Nationalfeiertag. Da es dieses Jahr auf einem Montag fällt, werden wir es schon am 31. Juli zusammen mit Freunden feiern und -sofern das Wetter es zulässt- grillieren.

Eines der vielen Eigenschaften der Schweiz ist das Schweizerdeutsch. Unsere Mundart, die so unterschiedlich ist, dass man vom Gesprächspartner gleich die Ortschaft oder zumindest die Region erkennen kann, ist doch etwas Schönes. Niemand weiss wie viele unterschiedliche Dialekte es vom Schweizerdeutschen gibt, aber es sind viele. Ich persönlich mag vorallem Bündner und Walliser Dialekt, obwohl ich manchmal Mühe habe sie zu verstehen, aber das macht nichts.

Es gibt keine standardisierte Rechtschreibung, und keine Zukunftsform. Wenn wir also WhatsApp oder persönliche E-Mails auf Schweizerdeutsch schreiben, machen wir das nach Gefühl, so wie es für uns richtig klingt. Wir sind so vielfältig wie unser Dialekt, jeder eine Welt für sich, und doch gehören wir alle irgendwie zusammen.

Heute habe ich drei Ideen für den 1. August für euch vorbereitet: süss, salzig und einen Drink.

Süss: Schweizer Kreuz aus Blätterteig und Erdbeeren

Alles was man dazu braucht ist:

Eine Packung Blätterteig
250g frische Erdbeeren
Philadelphia
Ein Päckchen Vanillezucker
Die abgeriebene Schale einer Zitrone
1 Ei

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blätterteig dünn auswallen und in Schweizerkreuzform ausschneiden. Ich hatte keine Form, sondern habe es mit einem scharfen Messer von Hand gemacht (geht ganz einfach). Das Kreuz sollte nicht allzu klein ausfallen, sondern ca. 10cm gross sein. Alle Kreuze auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einer Gabel in den Teig einstechen. Philadelphia mit Vanillezucker und die abgeriebene Zitronenschale gut mischen, und diese dann vorsichtig auf die Schweizerkreuze streichen. Die Erdbeeren klein schneiden und ebenfalls auf die Schweizerkreuze verteilen. Anschliessend das Ei verquirlen und die Ecken der Kreuze damit bestreichen. Für 12 Minuten im Ofen backen und rausnehmen.

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Salzig: Kleine Maikäferchen

Dazu braucht ihr:

Runde Kekse (in meinem Fall „Ritz“)
Philadelphia
Cherry Tomaten
Schwarze Oliven (entsteint)
Thymian oder Schnittlauch

Die Ritz-Kekse mit dem Philadelphia bestreichen, Cherry Tomate halbieren und drauf legen. Die Olive vorne drauf legen und die Kräuter (Thymian oder Schnittlauch) sind die Fühler vom Maikäferchen.

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Drink

Was ihr dazu braucht:

1 Flasche Champagner oder Prosecco
1 Tasse Blaubeeren
1 Tasse Zucker
1 Tasse Wasser
Thymian Blätter und Brombeere zur Deko

Die Blaubeeren zusammen mit dem Zucker und das Wasser in einem Topf 10 Minuten lang kochen und dabei immer rühren. Mit einer Gabel die Blaubeeren zerdrücken und dann zum Abkühlen zur Seite stellen.

Ein Glas bis zur Hälfte mit Champagner füllen, der Rest mit dem Blaubeeren-Sirup auffüllen. Hier kommt es vorallem auf den Geschmack darauf an. Ich mag die Drinks etwas süsser und deshalb war für mich 50% Prosecco und 50% Sirup die beste Kombination. Wer es gerne etwas weniger süss mag kann es natürlich anders mischen. Brombeere und Thymianblatt als Deko hinzufügen

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Übrigens, meine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch sind Chrüsimüsi (Durcheinander) und Tüpflischiisser (was so etwas wie kleinlich heisst, oder Erbsenzähler).

Was sind deine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch?

Der Aletschgletscher | zu Besuch beim grössten Gletscher der Alpen

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Liebe Blogleserin, lieber Blogleser,

Während den Ferien waren wir nicht richtig weg, und hier möchte ich mich gerne auf diesen Post von Mamambini beziehen, denn das Wetter war dieses Jahr wohl kein Highlight (wie Ihr ja schon wisst). ABER wir waren ein paar Tage auf der Bettmeralp. Für uns Wander-Greenhorns war es natürlich wunderbar, mal was ganz anderes. Unser Ziel war der Aletsch-Gletscher zu besichtigen, denn obwohl wir schon seit über ein Jahrzehnt in der Schweiz leben haben wir noch nie in unserem Leben einen Gletscher in Echt gesehen. Schande über unser Haupt. Aber das konnten wir endlich jetzt aus unserer Bucket-List streichen.

Ich kann Euch gar nicht erklären wie mächtig und überwältigend so ein Gletscher ist. Du stehst da, siehst ihn an, und denkst Du stehst vor einer Panorama-3D-Leinwand. Weil es einfach so unglaublich gross ist, und man sich unglaublich klein fühlt. Wir waren so erstaunt darüber, dass wir ohne es zu merken eine spontane 5-Stunden-Wanderung machten. Aber mehr dazu später.

Zuerst musste ich abklären wie man dahin kommt, denn das ist für jemand der sich mit den ganzen Berg-Tunnel-Autoverlad- nicht auskennt (z.B. WIR) gar nicht so einfach. Ich rief also beim Hotel an, um es mir erklären zu lassen. Mit meinem Züri-Dütsch war ich aber dem Dialekt ausgeliefert, und verstand knapp einen Drittel davon. Irgendwas mit „Das ist hier nicht so gross, unser Hotel findet ihr dann schon“ hat sie glaub ich noch gesagt. Immerhin den richtigen Autoverlad habe ich herausgehört. Und die Hotelbesitzerin gab uns den wichtigen Hinweis, wir sollen auf keinem Fall nach 19 Uhr eintreffen, da fährt nämlich die letzte Bahn auf die Bettmeralp hoch.

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Auf der Fahrt zur Bettmeralp fuhren wir durch die Region Goms, und wir (ganz die Touris) mussten das Auto anhalten um folgende architektonische Besonderheiten zu fotografieren:

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Dann fuhren wir weiter und liessen das Auto also im Parkhaus bei der Ortschaft Betten stehen und sattelten auf die Bergbahn um. Nach einer kurzen Fahrt, ist man dann endlich auf der Bettmeralp. Diese empfing uns mit dichtem Nebel (man sah kaum die ausgestreckte Hand), was uns die Suche nach dem Hotel etwas erschwerte. Da aber alle dort so freundlich und zuvorkommend sind (und die Ortschaft wirklich nicht allzu gross), haben wir es schliesslich auch gefunden.

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Das Hotel Garni hat uns eines der grössten Hotelzimmer reserviert, die wir bisher je bei einer Reise hatten. Es war auf zwei Etagen aufgeteilt, insgesamt ein Doppelbett und drei Einzelbette, mit sehr viel Raum und ein grosses Badezimmer. Ausserdem war gleich ein Skilift nebenan, was im Winter ein Pluspunkt ist. Die Aussicht verspricht auch viel, obwohl ich das aufgrund den obengenannten dichten Nebels leider nicht beurteilen konnte.

Am nächsten Tag nahmen wir von der Bettmeralp wieder eine Bahn, dieses Mal zum Bettmerhorn. Oben angekommen, hat man folgende Aussicht:

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Ich muss vorab erklären, dass wir überhaupt nicht auf eine Wanderung vorbereitet waren. Ich hatte mein ganzes Kamera-Equipment dabei, Zusatzgewicht ca. 7kg. Winterjacke und Schneestiefel noch dazu. Mann und Kind etwa ähnlich. Jedenfalls fingen wir an, in eine Richtung zu laufen wo alle anderen Touristen auch gingen. Der Mann meinte dann „laufen wir ein bisschen in diese Richtung, wahrscheinlich kann man dort bis ganz nah ran an den Gletscher“. Das war der Weg (sieht doch nicht nach Wanderweg aus, oder?):

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Offenbar stand auf meiner Bucketlist „Gletscher sehen“, auf seiner hingegen „Gletscher sehen und berühren“. Jedenfalls liefen wir ca.1.5 – 2 Stunden, immer bergab. Als wir merkten, dass es doch anscheinend eine längere Wanderung sein würde, war es bereits zu spät um umzukehren. Also liefen wir weiter, immer mit dieser Aussicht:

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Nach ca. 4 Stunden Wanderung, wohlbemerkt ohne Proviant, waren wir endlich in der Nähe des Gletschers. Um aber bis ganz zum Gletscher zu kommen, mussten wir noch ein steiler Weg über grosse rutschige Steinplatten nach unten laufen, und über einen Fluss klettern. Indiana Jones wir kommen! Aber der Manneswunsch erfüllte sich:

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Diese flachen Steinplatten wieder hinauf, und über den Fluss klettern, brachte mich doch kurz an meine Grenzen, aber hey, Grenzerfahrungen sind immer gut, also wanderten wir weiter. Hunger, Durst und Müdigkeit machten sich bemerkbar, aber zum Glück war da bald das Gletscherhäuschen zu sehen, ein kleines Bergrestaurant, wo wir uns dann ausruhen konnten und unsere leeren Bäuche wieder füllten. Wir wanderten zurück bis zur Bergbahn die uns dann nach Fiesch hinunterbrachte. Und dann, als wäre das nicht genug Schönheit für die Augen, hatten wir auf dem Nachhauseweg auch noch diese Aussicht:

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Never measure the height of a mountain until you have reached the top. Then you will see how low it was.  Dag Hammarskjöld (Schwedischer Staatssekretär und Friedensnobelpreisträger)

 

30 Gratis-Ausflüge für Familien im Sommer

Die Sommerferien stehen vor der Tür, und das ist die Zeit um all jene Ausflüge zu machen, für die wir sonst bei trübem kaltem Wetter schlicht keine Lust haben. Der Sommer weckt in uns alle die Lust wegzugehen, laufen, spazieren, unser schönes Land zu erkunden. Hier einige Ideen, die man mit oder ohne Kinder unternehmen kann, die zudem nichts kosten ausser die Anfahrt mit dem Auto oder ÖV. Falls Ihr noch weitere kennt, bitte in den Kommentaren schreiben:

 

1. Spaziergang auf der Hängebrücke Frutigen: einer der längsten Fussgänger-Hängebrücken in Europa

2. Besuch beim Staubbachfall, eines der imposantesten Wasserfällen Europas.

3. NEAT Basistunnel durch den Gotthard, Baustelle besuchen.

4. Velotour am Sihlsee, mit Klosterbesuch in Einsiedeln

5. Sinnespfad in Oberägeri

6. Glaserei Hergiswil

7. Emmentaler Schaukäserei

8. Erdbeeren selber pflücken (http://www.selberpfluecken.ch)

9. Erklimmen der mitteralterlichen Ringmauer mit den 12 Türmen in Murten (http://www.murtentourismus.ch)

10. Bauernhof-Besuch, z.B. http://www.schlatthof.ch

11. Robinsonspielplatz für Kinder, gibt es an verschiedenen Ortschaften in der Schweiz, einfach googeln

12. Kirschen selber pflücken und essen, am Chriesiwäg (http://www.dreiklang.ch)

13. Ermitage in Arlesheim: ein englischer Garten in der Schweiz

14. Spaziergang rund um den Katzensee

15. Slow Up Events besuchen (http://www.slowup.ch/d/)

16. Dutti-Park in Rüschlikon besuchen, inkl. Kasperlitheater, Bähnli und Eselreiten (http://www.parkimgruene.ch)

17. Unter dem Wasserfall baden in der Tobelschlucht in Wetzikon (http://www.wetzikon.ch)

18. Sukkulentensammlung in Zürich besichtigen (http://www.sukkulenten.ch)

19. Cityskate Winterthur (http://www.cityskate.ch)

20. Rheinfall in Neuhausen besuchen

21. Rund um den Obersee bei Näfels, wie die Rocky Mountains der Schweiz

22. Wanderung durch die Taminaschlucht

23. Schellenursli-Weg in Guarda (http://www.guarda.ch)

24. Ricola-Kräutergartenweg in Pontresina (http://www.ricola.ch)

25. Gletschertöpfe in Maloja, Oberengadin (http://www.maloja.ch)

26. Besuch am CERN in Genf

27. Besuch im Botanischen Garten

28.  Barfussweg bei Engelberg (http://www.ausflugsziele.ch)

29. Öpfelgarte-Labyrinth in der Jucker Farm (http://www.juckerfarm.ch)

30. Züri Fäscht 2013 (5. – 7. Juli)