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{Rezept} Süsse Orangenmarmelade zum Sonntagsbrunch | La vie est dure sans confiture

Sorry wegen dem kitschigen Titel, aber das musste sein! Aber nun zu etwas Schönerem. Frühstück. Oder noch besser: Sonntagsfrühstück. Denn Sunday is Brunch-Day! Das hat bei uns Tradition. Wir sitzen zwar auch wochentags morgens alle zusammen am Frühstückstisch, aber das ist eher kurz und zweckbedingt. Sonntags hingegen, nehmen wir uns sehr viel Zeit und frühstücken meist erst um 11 Uhr. Wir hören Musik, wir reden, wir lachen.

Man liest ja immer wie wichtig der Frühstück ist. Und trotzdem gibt es so viele Menschen, die nicht frühstücken. Ich hatte vor Jahren eine Phase wo ich auch nicht gefrühstückt habe, um diese Kalorien für später „aufzusparen“. Aber das war für mich ein Stück Lebensqualität, das ich da aufgab, und ich war mürrisch und schlecht gelaunt. Seither lasse ich mir mein Frühstück nicht mehr nehmen.

Wir lieben Orangen und geniessen am Sonntag unser Frühstück mit einem frisch gepressten Orangensaft, oder mit Orangenmarmelade. Habt ihr schon mal Orangenmarmelade selbst gemacht? Sie ist ganz und gar nicht wie die einkaufte Version. Letztere mag ich nicht besonders wegen der bitteren Note.

Die selbstgemachte Marmelade ist hingegen überhaupt nicht bitter und hat einen viel intensiveren Orangengeschmack. Mega!

Dabei ist es keine Hexerei, man macht die Orangenmarmelade wie alle anderen Marmeladen auch. Ich mag Marmeladen nicht so extrem süss, und füge jeweils weniger Zucker hinzu, als im Rezept steht. Aber wer es süss mag, kann natürlich mehr Zucker dazu geben . Falls ihr es ausprobieren möchtet, kommt hier die Anleitung.

Für diese feine Orangenmarmelade braucht ihr folgende Zutaten:

1kg Orangenfrucht (aus ca. 2kg Orangen)
500g Gelierzucker
Den Saft einer Zitrone
Leere Einmachgläser

Der Geheimtipp liegt im filetieren der Orangen. Man muss wirklich alle weisse Stellen entfernen, weil diese der Marmelade den bitteren Geschmack geben. Die geschälten und filetierten Orangen in einen grossen Topf geben, und zusammen mit dem Gelierzucker und einem Spritzer Zitronensaft aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren und für ca 20-30 Minuten leicht köcheln lassen. Etwas auskühlen lassen, und in die Einmachgläser abfüllen.

Und wie sieht’s bei euch aus?

Seid ihr Frühstücksmenschen oder eher nicht?

{Rezept} Vegan Ginger Latte to go

Seit mehreren Jahren schon lebe ich als Teilzeit-Veganerin, oder wie man heute so schön sagt (und viel besser klingt), Flexiganerin. Will heissen, dass ich mich plusminus ausgewogen ernähre, und Fleisch oder Tierprodukte nur in sehr reduzierten Mengen verspeise. Dahinter steckt aber nichts weiter Philosophisches, sondern reiner Eigennutz: Fleisch und Tierprodukte kann ich schlecht verdauen. Aber ich schweife ab.

Eigentlich möchte ich euch heute ein veganes Rezept bringen. Obwohl „Rezept“ hier schon fast übertrieben ist. Drei Zutaten plus das Wasser? Come on…. Und die meiste Arbeit liegt beim Ingwer schälen. Also keine 5 Minuten. Ich war schon beim Zutaten-Lesen Feuer und Flamme.

Dieser veganer Ginger Latte bringt euch direkt in den Ingwer-Himmel. Es riecht himmlisch und schmeckt wunderbar nach Winter.

Hier kommt es. Die volle Ladung Winter-Starbucks-Feeling: vegan, aber selbstverständlich ohne Kompromisse im Geschmack. Perfekt, oder?

Für den Ingwer-Sirup:

1.5 Tassen Wasser
1/2 Tasse Rohzucker (weisser Zucker geht auch)
1 Tasse Ingwer geschält und in Scheiben geschnitten
Achtung: ich mag mehr Ingwer-Geschmack mit weniger Zucker, und so gibt das eher ein Ingwer-Sud als ein Sirup. Falls ihr es aber gerne etwas süsser mögt, dann ist das Verhältnis Ingwer-Zucker 1:1 (1 Tasse Ingwer und 1 Tasse Zucker).

Für den Latte:

1 – 2 EL Ingwer-Sirup
1 Tasse Mandelmilch (ungezuckert)
Optional: Zimt oder Kardamompulver

Für den Ingwer-Sirup, lässt man alle Zutaten in einem Topf aufkochen. Danach für ca. 30-35 Minuten köcheln lassen, bis ein brauner Sirup entsteht. Durch ein Sieb in ein Glasfläschchen (oder ein Glas) abgiessen, und zur Seite stellen.

Für den Latte, Mandelmilch aufwärem und 1-2 EL Ingwer-Sirup hinzufügen. Für das spezielle Starbucks-Feeling schäume ich das ganze noch etwas auf.  In die Lieblingstasse servieren, und nach Wunsch mit Zimt- und Kardamompulver bestreuen. Ready!

Um die Ingwer-Reste nicht wegzuwerfen, kannst du damit kandierter Ingwer machen. Die noch warme Ingwerschweiben einfach in Zucker wenden und ein paar Stunden trocknen lassen (neutralisiert den Magen und unterstützt die Verdauung).

Der Ginger Latte ist fertig! Geniesst es!

Was sind eure Lieblingsdrinks im Winter?

{Rezept} Danish Twist Apfel oder gedrehter Apfelkuchen

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„An apple a day keeps the doctor away“ sagt ein englisches Sprichwort („einen Apfel pro Tag hält den Arzt fern“). Gut, vielleicht nicht gerade dieses Rezept hier, wegen dem Blätterteig- und Zucker-Anteil. Aber immerhin habe ich die Hälfte des Zuckers weggelassen, weil das amerikanische Rezept sonst noch viel süsser wäre. Also eben, fast schon wieder gesund.

img_4903Alles was du für die Danish Twist brauchst ist:

1 Apfel
5 EL brauner Zucker
2 ausgewallte Blätterteige (25x42cm)
* Ergibt ca. 8-9 Stück.

Und so gehts: 

Ofen auf 180 Grad vorheizen und Blech mit Backpapier vorbereiten. Den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit 3 EL brauner Zucker und 1/2 TL Zimtpulver in einer Pfanne auf mittlerer Hitze während 5 Minuten köcheln, oder bis die Äpfel weich sind. Dann zur Seite stellen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit eines der Blätterteige auf das Backpapier legen und mit 2 EL brauner Zucker und etwas Zimtpulver bestreuen (je nach Geschmack kann das mehr oder weniger sein). Die Apfelstücke über den Blätterteig verteilen und mit dem anderen Blätterteig bedecken. Ecken zusammendrücken und in 2cm breite Streifen schneiden. Die Streifen verdrehen schön auf dem Backblech verteilen. Für ca. 12 Minuten in den Ofen backen bis sie goldbraun sind.

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Übrigens!! Habt Ihr euch den 25. November auch schon im Kalender eingetragen? Die Gilmore Girls kommen wieder! Das ist die einzige Serie die ich jemals komplett (und mehrmals) gesehen habe und ich kann es kaum erwarten weitere Folge zu sehen!

Falls euch dieses Rezept gefällt, schreibt mir es doch in den Kommentaren!

Halloween | Friedhof-Tiramisu und Gift-Karamell-Äpfel

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Da meine Mutter in einer amerikanischen Schule studierte und ein paar Jahre in Amerika lebte, nahm sie einige Traditionen aus den USA mit. Eine davon war Halloween. So kam es, dass wir jedes Jahr Halloween feierten, auch wenn es ausserhalb von den USA noch nicht so bekannt war. Aber sie überredete ihre Freundinnen, sich und ihre Kinder auch zu verkleiden, und am Schluss waren wir eine echt grosse Gruppe die um die Häuser ging um Süssigkeiten zu ergattern. Ich habe die schönsten Erinnerungen daran.

Den grossen Mann konnte ich schon ein kleines bisschen anstecken. Aber der junge Mann, der sowieso schon mit dem ganzen Harry Potter und Vampir-Hype gross wurde, ist natürlich ein riesengrosser Halloween-Fan.

Also backen wir jedes Jahr was das Zeugs hält, dekorieren Kürbisse, planen unser Outfit für die Halloween-Nacht, besuchen die Kürbis-Ausstellung, und bereiten Süssigkeiten vor, für die Kinder die bei uns läuten werden.

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Dieses Jahr habe ich endlich den Friedhof-Tiramisu gemacht, den ich letztes Jahr bei Vera gesehen habe. Die Kekse sind genau nach ihrem Rezept, und gehen super schnell.

Danach habe ich Gift-Karamell-Äpfel gemacht. Was ihr dazu braucht:

Grüne Äpfel
Holzstäbchen
3 Tassen Zucker
3 Tassen Wasser
Schwarze Lebensmittelfarbe (Paste)

Äpfel mit den Holzstäbchen versehen, und auf ein Backbleck mit Backpapier legen. Zucker und Wasser zusammen in einem Topf erhitzen. Wenn das Zucker geschmolzen ist, Lebensmittelfarbe hinzufügen. Weiter kochen, bis ein Karamell entsteht, und dann vom Herd nehmen. Vorsichtig Äpfel im Karamell dippen, und zum trocknen auf das Blech legen.

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Übrigens haben wir dieses Jahr ganz coole Kostüme geplant, aber ich verrate noch nichts (ihr könnt es dann auf Instagram sehen!).

Den Halloween-Abend wird dieses Jahr mit einer Kürbissuppe (natürlich!) und mit einem Halloween-Bingo abgerundet. Falls ihr die Vorlage vom Halloween-Bingo haben möchtet, könnt ihr sie HIER herunterladen.

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So und jetzt würde es mich interessieren ob ihr auch etwas für Halloween geplant habt? Schreibt mir unten in den Kommentaren!

{Rezept} Nutella Cheesecake | eine Sünde a la Nigella

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Normalerweise hat Nigella Lawson doch eher so unmögliche Rezepte, wie zum Beispiel „Linguine with Lobster, Crab and Watercress“. Die Zutaten sind entweder schwierig zu finden oder kosten ein halbes Vermögen. Ausserdem sind ihre Rezepte, sagen wir mal, äusserst reichhaltig. Beim Durchlesen der Zutaten für ein Dessert verliert man in Gedanken schon seine Zehen an Diabetes.

Aber ich mag Nigella trotzdem. Niemand sonst bringt im Fernsehen so unschuldig und souverän diese komplizierten und schwerhaltigen Kalorienbomben auf den Tisch. Von ihr stammt ausserdem der legendäre Satz „I don’t believe in low-fat cooking“. In einer Welt voller Deliciously Ellas und Oh She Glows, ist ihre Haltung doch irgendwie erfrischend.

Dieses Nutella Cheesecake ist ebenfalls deftig. Dafür sehr schnell und einfach. Den Boden habe ich extra mit Vollkornkekse gemacht, um das schlechte Gewissen ein bisschen zu beruhigen. Die Kekse waren nicht mehr die Neusten, und zerbrösmelten etwas beim Servieren, aber Scheiss drauf, es hat ja NUTELLA!!! 🙂

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Zutaten:
250g Vollkornkekse
75g Butter (Raumtemperatur)
400g Nutella
100g geröstete Haselnüsse, zerhackt
500g Philadelphia (Raumtemperatur)
50g Puderzucker

Und so wird’s gemacht:
Vollkornkekse in der Küchenmaschine zusammen mit der Butter mixen, bis sich kleine Klumpen bilden. 3 EL der zerhackten Haselnüsse und einen grossen Löffel Nutella hinzufügen, und weiter mixen bis alles schön sandig ist. Eine Springform aus ca. 23cm mit etwas Butter bestreichen und Kekse auf den Boden andrücken (mit einem Löffel oder mit den Händen klappt das wunderbar). Lege die Springform in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit, mische den Philadelphia Käse mit der restlichen Nutella und dem Puderzucker.  Lege diese Mischung auf den Tortenboden und streue die Haselnüsse über dem Cheesecake. Mindestens 5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen (noch besser: über Nacht) und geniessen!

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Viel Spass beim Nachmachen!

 

 

Drei Rezepte für den 1. August und mein Lieblingswort auf Schweizerdeutsch

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Dieses Wochenende ist für die meisten Schweizer ein verlängertes Wochenende, denn wir feiern am 1. August den Nationalfeiertag. Da es dieses Jahr auf einem Montag fällt, werden wir es schon am 31. Juli zusammen mit Freunden feiern und -sofern das Wetter es zulässt- grillieren.

Eines der vielen Eigenschaften der Schweiz ist das Schweizerdeutsch. Unsere Mundart, die so unterschiedlich ist, dass man vom Gesprächspartner gleich die Ortschaft oder zumindest die Region erkennen kann, ist doch etwas Schönes. Niemand weiss wie viele unterschiedliche Dialekte es vom Schweizerdeutschen gibt, aber es sind viele. Ich persönlich mag vorallem Bündner und Walliser Dialekt, obwohl ich manchmal Mühe habe sie zu verstehen, aber das macht nichts.

Es gibt keine standardisierte Rechtschreibung, und keine Zukunftsform. Wenn wir also WhatsApp oder persönliche E-Mails auf Schweizerdeutsch schreiben, machen wir das nach Gefühl, so wie es für uns richtig klingt. Wir sind so vielfältig wie unser Dialekt, jeder eine Welt für sich, und doch gehören wir alle irgendwie zusammen.

Heute habe ich drei Ideen für den 1. August für euch vorbereitet: süss, salzig und einen Drink.

Süss: Schweizer Kreuz aus Blätterteig und Erdbeeren

Alles was man dazu braucht ist:

Eine Packung Blätterteig
250g frische Erdbeeren
Philadelphia
Ein Päckchen Vanillezucker
Die abgeriebene Schale einer Zitrone
1 Ei

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blätterteig dünn auswallen und in Schweizerkreuzform ausschneiden. Ich hatte keine Form, sondern habe es mit einem scharfen Messer von Hand gemacht (geht ganz einfach). Das Kreuz sollte nicht allzu klein ausfallen, sondern ca. 10cm gross sein. Alle Kreuze auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einer Gabel in den Teig einstechen. Philadelphia mit Vanillezucker und die abgeriebene Zitronenschale gut mischen, und diese dann vorsichtig auf die Schweizerkreuze streichen. Die Erdbeeren klein schneiden und ebenfalls auf die Schweizerkreuze verteilen. Anschliessend das Ei verquirlen und die Ecken der Kreuze damit bestreichen. Für 12 Minuten im Ofen backen und rausnehmen.

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Salzig: Kleine Maikäferchen

Dazu braucht ihr:

Runde Kekse (in meinem Fall „Ritz“)
Philadelphia
Cherry Tomaten
Schwarze Oliven (entsteint)
Thymian oder Schnittlauch

Die Ritz-Kekse mit dem Philadelphia bestreichen, Cherry Tomate halbieren und drauf legen. Die Olive vorne drauf legen und die Kräuter (Thymian oder Schnittlauch) sind die Fühler vom Maikäferchen.

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Drink

Was ihr dazu braucht:

1 Flasche Champagner oder Prosecco
1 Tasse Blaubeeren
1 Tasse Zucker
1 Tasse Wasser
Thymian Blätter und Brombeere zur Deko

Die Blaubeeren zusammen mit dem Zucker und das Wasser in einem Topf 10 Minuten lang kochen und dabei immer rühren. Mit einer Gabel die Blaubeeren zerdrücken und dann zum Abkühlen zur Seite stellen.

Ein Glas bis zur Hälfte mit Champagner füllen, der Rest mit dem Blaubeeren-Sirup auffüllen. Hier kommt es vorallem auf den Geschmack darauf an. Ich mag die Drinks etwas süsser und deshalb war für mich 50% Prosecco und 50% Sirup die beste Kombination. Wer es gerne etwas weniger süss mag kann es natürlich anders mischen. Brombeere und Thymianblatt als Deko hinzufügen

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Übrigens, meine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch sind Chrüsimüsi (Durcheinander) und Tüpflischiisser (was so etwas wie kleinlich heisst, oder Erbsenzähler).

Was sind deine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch?

{Rezept} Fruchtige Blaubeer Torte

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Endlich wieder mal einen Rezept auf dem Blog! Ich backe echt fürs Leben gern, aber oft backe ich die Torten auf den letzten Drücker und dann werden sie schnellstens verspeist. Was ja ein gutes Zeichen ist. Aber dann bleibt halt keine Zeit mehr für schöne Fotos, denn dafür muss ich zuerst den Schreibtisch vom jungen Mann entleeren (dort gibt es das schönste Licht im Haus). Und das dauert bei all diesem Prozess am längsten.

Dieses Mal hatte ich weder Gäste noch sonst eine bevorstehende Party, sondern ich wollte ganz einfach genügend Zeit haben um ein Torten-Rezept von Linda Lomelino auszuprobieren. Die sehen nämlich so richtig aufwändig aus.

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Es stellte sich heraus, dass es überhaupt nicht so schwer ist! Und das Resultat ist eine hinreissende superleckere „Angeber-Torte“ (Ha!).

Zuerst musste ich aber die Blaubeeren verstecken, denn der junge Mann liebt sie und isst sie gleich kiloweise.

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Und so wird sie gemacht.

BLAUBEEREN TORTE | Zutaten:

Teigboden:
3 grosse Eier
240g Zucker
100ml Milch
1.5 TL Vanillepulver
180g Mehl
2 TL Backpulver

Blaubeerkonfitüre für die Füllung:
500g Blaubeeren (plus 150g für die Deko)
160g Gelierzucker
80g Zucker
1 Vanillestange

Creme-Füllung und Topping:
300g Doppelrahmfrischkäse
120g Puderzucker
300ml Rahm (Sahne)
125 Blaubeeren für die Deko

Zuerst den Backofen auf 175g vorheizen.

Den Boden einer Springform von 15cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, und die Ränder ausfetten.

Eier und Zucker etwa 5 Minuten schaumig schlagen. Milch und Vanillepulver erhitzen und unter die Eiermasse rühren. Mehl und Backpulver durch ein Sieb hinzufügen. Teig in die Vorbereitete Form füllen, und ca. 50 Min. backen.

Während dieser Zeit Einmachgläser heiss ausspülen, gut trocknen und zur Seite stellen. Blaubeeren, Gelierzucker und Zucker in einen grossen Topf füllen. Die Vanillestange längs aufschneiden, das Mark auskratzen und zusammen mit der Schote ebenfalls hinzufügen. Aufkochen und 10-15 Minuten köcheln lassen. Vanillestange herausfischen, und Konfitüre in die Gläser einfüllen. Gut zuschrauben und mit dem Deckel nach unten kehren.

Den Tortenboden horizontal in drei Scheiben schneiden. Den ersten Boden auf einen Tortenteller legen. Gleichmässig mit einer Schicht Creme bestreichen, dann mit einer Schicht Blaubeerkonfitüre bedecken. So mit zwei weiteren Teigböden fortfahren. Torte rundum mit einer dicken Schicht Creme überziehen und mit Blaubeeren dekorieren.

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Am Ende blieben trotzdem noch genügend Blaubeeren für den jungen Mann und sogar für ein Glas Konfitüre. Schliesslich will man das fruchtige süss-säuerliche Geschmack noch ein paar Wochen länger geniessen.

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Wenn du also das nächste Mal jemand mit deinen Kuchenkreationen beeindrucken willst, unbedingt ein Rezept von Linda Lomelino ausprobieren. Übrigens hat sie auch super Rezepte auf ihre Blog Call me Cupcake publiziert.

Ich wünsche euch noch eine super Woche!

 

{Rezept} Real American Chocolate Chip Cookies

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Heute nur ein kleines Rezeptchen, denn jetzt fängt ja die Schule wieder an und wir sind definitiv im Post-Ferien-Alltags-Stress drin. Stundenpläne wurden ausgedruckt und Agendas mit den neusten Fussball-Daten vom jungen Mann aktualisiert.

Trotzdem wollte ich mir auf keinem Fall dieses Rezept entgehen lassen. Es handelt sich dabei nämlich um ein wahres Fundstück aus dem Internet, das ich aber noch nach vielem Ausprobieren etwas angepasst habe. Jahrelang suchte ich schon nach einem echt amerikanischem Rezept für Chocolate Chip Cookies. Die bisherigen schmeckten irgendwie unecht. Ich glaube aber, dass ich mit diesen hier voll ins Schwarze getroffen habe. Sie sind aussen knackig und innen weich, genauso wie sie sein müssen. Und da es ein echt amerikanisches Rezept ist, kommen die Mengeneinheiten auch in Tassen statt in Gramm.

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Zutaten:

3 1/2 Tassen Mehl
1 Teelöffel (gestrichen) Natron
1 Teelöffel (grosszügig) Backpulver
1/2 Teelöffel Salz
1 1/4 Tasse Butter (Zimmertemperatur)
1 1/2 Tasse Rohrzucker
1 Tasse Zucker
2 Eier
1 Vanillestange
1 Packung Chocolate Chips

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Alle Zutaten ausser die Chocolate Chips gut mischen, am besten eignet sich hier natürlich eine Küchenmaschine, die lässt man dann einfach ein paar Minuten lang laufen. Dann die Chocolate Chips von Hand in den Teig mischen, und dann mit dem Inhalt von ungefähr 3 Esslöffel je ein Bällchen formen. Mit genügend Platz dazwischen die Bällchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Zwischen 15 und 17 Minuten backen. Die Backzeit ist das Wichtigste! Wenn man sie zu lange drin lässt schmecken sie warm dann immer noch gut, aber wenn sie auskühlen werden sie zu hart. Ich musste es ein paar Mal ausprobieren und bei mir werden sie mit 15 Minuten perfekt. Am besten machst Du sie nicht alle auf einmal, dann kannst du die Backzeit ausprobieren und anpassen.

Probiers doch aus und sag mir Bescheid wie sie dir gefallen. Ich glaube das sind echt die besten.

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*Dieser Post enthält Affiliate Links.

{Rezept} Tarte au Melon

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Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Heute gibt es ein feines Rezept für eine Quarktarte mit Melone, aber vorher muss ich euch unbedingt eine Anekdote aus meiner Jugend erzählen. Dazu greife ich ein bisschen in die Erinnerungskiste und nehme euch mit auf einer Zeitreise in die 90er Jahre. Da war ich in der Sekundarschule und lebte noch in Ecuador. Wir erinnern uns, Ecuador, 35 Grad im Schatten, 90% Luftfeuchtigkeit (diese Info ist wichtig für später).

Unser Schultag war relativ lang (von 7.30 bis 13.30 Uhr mit zwei kleinen Pausen) was dazu führte, dass wir auf unsere Lunchboxen angewiesen waren wenn wir nicht verhungern wollten. Es gab zwar auch ein Kiosk, aber meine Mutter -schon immer sehr Bedacht um die Ernährung- hätte mir niemals Geld gegeben um dort etwas zu kaufen, also schickte sie mir Gesundes mit. Soweit so gut.

Es gab immer ein Sandwich, manchmal ein gekochtes Ei, Crackers, und etwas zu trinken. In dieser Hitze eignete sich natürlich frisches Wasser oder kühle Tees am besten. Und was hatte ich in der Thermoskanne? MELONENSAFT! So richtig dickflüssige Cantaloupe-Melone mit Wasser gemixt. Ich glaube es hatte sogar noch kleine Stückchen drin. Ich meine, wir waren in den Tropen, da wächst ja alles mögliche und ist supergünstig: Wassermelonen, Passionsfrucht, Limetten, Zitronen, usw. Irgendwie aber fand meine Mutter, Melonensaft sei das richtige für mich.

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Wie ihr sicher versteht, konnte ich unmöglich bei dieser Hitze Melonensaft trinken, und so kam es, dass die Pflanzen meiner Schule in den täglichen Genuss von Melonensaft kamen. Während meiner gesamten Sekundarschulzeit goss ich den Saft einfach über die Pflanzen drüber. Da meine Mutter aber extra früher aufstand und sich solche Mühe gab mir diesen Melonensaft zuzubereiten, brachte ich es nicht übers Herz es ihr zu beichten, und liess sie einfach weiter machen.

Es ist ja nicht so, dass ich Melone nicht mag. Ich finde es eine super Frucht und mag sie sehr gerne. Nur eben, dieser Saft eignet sich nicht besonders wenn man durstig ist. Irgendwann Mitte Zwanzig habe ich es meiner Mutter dann doch noch erzählt. Sie hat lauthals gelacht und sagte nur „Aber du hättest doch etwas sagen können!“ Ähm das habe ich auch! Aber sie hat nicht zugehört und hat weiter fröhlich Melonensaft gemacht. Da habe ich es einfach aufgegeben.

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Heute bringe ich euch das Rezept für eine Quartkarte mit Melone. Sie ist echt lecker und ein super Dessert für eine Grillparty zum Beispiel.

Zutaten für den Mürbeteig:

90g Mehl
70g gemahlene geschälte Mandeln
60g Zucker
1 Prise Salz
80g kalte Butter, in Stücken
1 Eigelb
Optional: 1 Beutel dunkle Kuchenglasur, geschmolzen

Zutaten für die Quarkfüllung:
1/2 Melone in Stücken, ca. 300g
40g Zucker
5 EL Wasser (wenn die Melone sehr wässrig ist dann nur 3 EL)
5 Blatt Gelatine, ca. 5 Min in kaltem Wasser eingelegt, abgetropft
125g Halbfettquark
1 EL Limettensaft
1 dl Vollrahm

Zutaten für das Topping:
1/2 Melone klein gewürfelt
Pfefferminze fein geschnitten

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Zubereitung:
Alle Zutaten für den Mürbeteig mischen und zu einem weichen Teig zusammenfügen. Teig flach drücken, zugedeckt ca. 30 Minuten kühl stellen. Anschliessend den Teig zwischen zwei Plastikbeuteln ca. 2cm grösser als die Form ausfallen, ins vorbereitete Blech legen. Teilboden mit einer Gabel dicht einstechen. Teig mit Backpapier belegen, mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren und ca. 15 Minuten in der unteren Hälfte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens blindbacken. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen, ca. 5 Min. fertig backen. Trabenden herausnehmen, etwas abkühlen, aus der Form nehmen, auf einem Gitter auskühlen. Trabenden mit der Hälfte der Kuchenglasur bestreichen.
Für die Quarkfüllung Melone Zucker und Wasser in einer Pfanne mischen und zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten köcheln, pürieren. Gelatine unter die heisse Masse rühren, etwas abkühlen. Quark und Limettensaft darunter rühren. Rahm steif schlagen, sorgfältig unter die Masse ziehen, auf dem Trabenden verteilen, zugedeckt im Kühlschrank ca. 4 Stunden fest werden lassen. Zum Schluss oder vor dem Servieren, Melonenstücke und Pfefferminze mischen und auf der Tarte verteilen.

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Friends are like melons. Shall I tell you why? To find one good, you must a hundred try.  Claude Mermet (Französischer Dichter)

 

{Rezept} Carrot Cake | die gesunde Mogelpackung

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Nach so vielen gesunden Sachen kommt heute Mal wieder etwas Süsses auf den Tisch. Wobei das (abgesehen vom Zucker) auch noch fast als gesund gelten könnte. Gute Freunde kommen heute Abend zu Essen, und deswegen habe ich einen Rüebliküchen (Möhrenkuchen, Karottenkuchen) gebacken.

Seit ich wieder im Besitz einer Küchenmaschine bin, wollte ich diesen Kuchen backen. Die Karotten werden von der Maschine gerieben, und danach muss man nur noch alle Zutaten in die Schüssel tun, die Maschine rührt es zusammen. Also eigentlich macht die Küchenmaschine diesen Kuchen. Ich habe es nur noch in den Ofen getan. Aber es ist trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen?) so lecker geworden!

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Rüeblikuchen ein typischer Kuchen für die Osterzeit ist. Echt jetzt? Ich hatte keine Ahnung. Trotzdem, wir lieben diesen Kuchen sehr und ich hoffe dass es Euch auch gefällt.

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Für eine Cakeform von 30cm oder eine Springform von 26cm:

200g Butter
350g Mehl
1 Pack Backpulver
250g Rohzucker oder Zucker
1 Prise Salz
2 gestrichene TL Zimt
250 Rüebli (Möhren, Karotten) fein gerieben
250 gemahlene Mandeln
1 Zitrone
4 Eier
Zuckerguss: 200g Puderzucker, den Saft einer halben Zitrone
Optional: Deko Marzipanfiguren

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Butter in einer Pfanne oder in der Mikrowelle etwas schmelzen, auskühlen lassen. Alle Zutaten mischen und die Masse gut rühren. 65 Minuten in der unteren Hälfte des Ofens backen. Cake aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Wer will kann jetzt noch mit den Puderzucker mit der Zitrone ein Zuckerguss machen und über den Cake verteilen. Wichtig dabei: der Kuchen muss ganz ausgekühlt sein! Zum Schluss noch die Marzipan-Deko drauf (Optional).

Der junge Mann konnte nicht warten und machte sich gleich ans Werk:

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Ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende!

Vegetables are a must on a diet. I suggest carrot cake, zucchini bread, and pumpkin pie. Jim Davis

 

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