Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Wer schon einmal eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft hat, weiss, diese Dinger sind teuer. Obwohl es mittlerweile auch preiswertere Klassenmodelle gibt, sind sogar diese immer noch viel teurer als eine normale Point & Shoot Kamera. Aber trotz allem technischen Fortschritt, kann man mit einer DSLR immer noch die besseren und schöneren Fotos machen. Warum? Weil man beim Fotografieren vieles selbst regulieren kann. Du willst Bewegung zeigen? Dann stellst Du eine längere Belichtungszeit ein. Wie bei diesem Foto hier:

Panning (6 of 6)(Image Source Flickr AdoramaTV)

Bei Canon wie auch bei Nikon gibt es beim Drehrad der Camera Modes eine grüne Markierung für den Vollautomatik-Modus.

Bildschirmfoto 2015-01-30 um 07.23.10

Alle Programme unter dieser grünen Markierung haben automatische Einstellungen. Alle über dieser Markierung, sind die sogenannten „Kreativ-Programme“. In diesem Post lernen wir etwas über die Zeitautomatik (ohne dass es allzu technisch klingt). Über die heilige Dreifaltigkeit der Fotografie (Zeit, Blende, ISO) habe ich hier schon geschrieben. Vielleicht lohnt es sich nochmal dort reinzuschauen bevor wir loslegen.

Ich fotografierte am Anfang nur in Vollautomatik, wechselte dann aber bald zur Zeitautomatik, so dass ich die Blende einstellen konnte und sich der Rest selbst reguliert. Dort blieb ich eine Weile, bis ich mich dann an das Manual Mode heranwagte. Ich finde die Zeitautomatik ein guter Einstieg in die „Kreativ-Programme“ deiner Kamera.

Zeitautomatik (bei Canon AV, bei Nikon A)

Wie es der Name schon sagt, wird bei diesem Programm die Zeit automatisch von der Kamera gewählt. Du kümmerst dich als Fotograf/in nur um die Blendenöffnung. Und die Blende macht diese wunderschönen verschwommenen Hintergründe. Wir erinnern uns: Je kleiner diese Blendenzahl, desto verschwommener der Hintergrund. Auf den nächsten beiden Fotos ist die Blende auf 1.8:

divina

 

149 640

Und bei diesem Foto habe ich die Blende auf 2.2 gestellt, weil ich der Mann auch etwas im Fokus haben wollte:

IMG_9679

Und wo drehst Du diese Blendenzahl herunter? Dort wo auf deinem Display diese F-Zahl liegt. Hier:

Bildschirmfoto 2015-01-30 um 07.44.16

Je nach Objektiv kannst Du nicht ganz so weit runter, einige können bis 3.5, andere gehen bis 1.8 oder sogar bis 1.2. Aber probier einfach mal ein bisschen aus.

Hier habe ich mal mehr schöne Beispiele für verschwommenen Hintergrund aus dem Internet gekramt (so als Inspiration):
50mm!
(Image Source Flickr: Ilaria Ronchi)

Jule No3(Image Source Flickr: Abramis)

I love my Canon 50mm F/1,4(Image Source Flickr: Tove)

Wenn du allerdings Landschaften fotografieren willst, wo alles mehr oder weniger im Fokus sein soll, dann muss diese Blendenzahl sehr hoch sein. Bei diesem Foto z.B. ist die Blendenzahl auf 10 und so ist alles scharf im Fokus.

Landscape Chile
(
Image Source Flickr: Doug Wheller)

Hausaufgabe:

Schnapp dir deine Kamera und setze sie auf Zeitautomatik, wie oben beschrieben. Fotografiere ein unbewegliches Objekt und gehe sehr nah ran. Mach Fotos mit verschiedenen Blendenzahlen und schau was dabei herauskommt.

 

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