Fotografie

{Das Jahr in Farben} Summer Orange

Liebe Blogleserin, lieber Blogleser,

Ein neuer Monat beginnt, und somit auch eine neue Farbe: Summer Orange. Auf diese Farbe habe ich mich bisher am meisten gefreut, denn keine andere Farbe schreit SOMMER so wie Orange. Oder nicht? Ausserdem ist es mein Geburtstagsmonat, und das zählt natürlich doppelt.

Es gibt keine bessere Übung für das Auge, damit man nicht nur das sieht was offensichtlich ist, sondern auch das was man wirklich sucht. Also: Nichts wie los und auf die Suche nach der Monatsfarbe in Eurem Haus, im Garten, in der Stadt!

Juni

Wie das Ganze funktioniert könnt Ihr HIER lesen. Man kann seine orangen Fotos auch auf Instagram hochladen und mit @karininchen und #DasJahrinFarben taggen.

 

 

Der Gartenzwerg ruft

Lieber Mai,

Manchmal weiss ich nicht ob ich dich lieben oder hassen soll. Da gibt es trübe und kalte Regentage wo man ja glatt meinen könnte man sei mitten im Herbst in London. Einfach ohne die British-Coolness. Und dann wie aus dem Nichts gibt es wieder so extrem sonnige Tage wie letzten Montag, wo mein innerer kleiner Gartenzwerg so laut geschrien hat, dass ich wie besessen mein Garten <alias „Der Dschungel“>  in ein kleines Paradies verwandeln wollte. Also habe ich mich an die Socken gemacht, bzw. an die Garten-Crocs und war den ganzen Tag draussen am Gärtnern. Lasst Euch aber von den nächsten paar Zeilen nicht täuschen. Die Arbeit klingt nach Vorstadt-Villa-Garten, ist aber in Wahrheit ein Mehrfamilienhaus-Gartensitzplatz. Höchstens ein paar Quadratmeter gross.

Ich habe also den Rasenmäher aus dem Keller geholt, die gefühlte tausend Treppen hochgetragen, und mit der Arbeit angefangen. Nach 30 Sekunden ging der Rasenmäher kaputt. Also wieder heruntergetragen, den Hauswart eine Nachricht hinterlassen, und den anderen Rasenmäher die gefühlte tausend Treppen hochgetragen und weitergemacht. Das dauerte schon fast zwei Stunden, weil ich zuerst den Verlängerungskabel nicht fand, und dann noch schauen musste wie diese Rasenmäher funktionieren. Ist ja nicht so einfach.

Dann habe ich den Unkraut rausgerissen, die Hecke zurecht gestutzt, die Verwucherungen zwischen den Steinplatten mit Gift abgetötet, einen Topf mit Rosen und einen anderen Topf mit Küchenkräuter gepflanzt, Gartentisch und Stühle gereinigt, und die Treppen gewischt. Und ich habe wieder nach langer Winterpause mehrfach Familien-Siedlung-Nachbarn-Smalltalk betrieben.

Das Resultat: mein Gartensitzplatz sieht immer noch nicht aus wie ein Paradies, ist aber jetzt wenigstens Frühlings- bzw. Sommertauglich. Und dann gingen wir zur Insel Mainau und ich schämte mich innerlich ein bisschen für meinen Garten. Denn wer das sieht, wird seinen Garten nie mehr mit den gleichen Augen ansehen:

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{Die Fotoschule} Technische Grundlagen Baby-Einfach

Liebe Blogleserin, lieber Blogleser,

Mit der Technik ist es wie mit dem Zahnarzt oder Putzen. Es ist ein Mittel zum Zweck. Ein nötiges Übel um das gewünschte Resultat zu erzielen. Zumindest bei mir. Auf meinem Blog schreibe ich viel über Fotografie und wie man bessere Fotos machen kann, auch wenn man kein „richtiger“ Fotograf ist. Aber wer ist das schon?

Als ich erst kürzlich mit einer Freundin telefoniert habe, die auch Fotografin ist, sagte sie etwas, dass mir seither im Kopf herumschwirrt. Sie sagte „Du kommst nicht um die Technik herum wenn es um Fotografie geht. Auch wenn die Fotografie primär Inspiration, Gefühle, oder Kunst vermittelt, Technik ist immer der Grundstein“. Und irgendwie hat sie Recht. Obwohl ich Technik nicht mag, ist es ein grundlegender Teil in der Fotografie und ich kann es nicht einfach wegdrücken.

Also habe ich mich entschieden über Technik zu schreiben. Das wird hier auf diesem Blog nicht sehr oft der Fall sein. Aber ich werde es so verständlich und einfach erklären, wie ich es selber gerne gehabt hätte als ich mit der Fotografie begann. Es wird also keine Tortur, ich verspreche es.

(Wenn Du keine DSLR/Spiegelreflex-Kamera hast dann kannst Du der erste Teil bis zum ISO überspringen).

Das Wichtigste worum es bei der Fotografie geht ist das Licht. Das Licht kommt in Dein Objektiv, geht durch die Blende, und dann durch den Verschluss. Zuletzt trifft das Licht den Sensor (früher Film). So entsteht ein Foto, und es sieht in etwa so aus:

Technik

Die Blende ist wie ein Fenster mit Vorhang. Du kannst es so einstellen dass es mehr oder weniger Licht durchlässt.

Die Verschlusszeit ist wie ein Tür, die Du schnell oder langsam schliessen kannst.

Der Sensor oder Film ist wie ein Korb der das Licht einfängt, das durch Blende und Verschlusszeit durchkam, um es in ein Foto zu verwandeln.

Wenn Du also eine DSLR / Spiegelreflex Kamera gekauft hast, kannst Du sie selbstverständlich auch auf Total-Automatik einstellen, und dann geschieht das alles von selbst. Du musst nicht nachdenken. Aber dafür braucht man nicht so viel Geld auszugeben, denn das kann jede Digitalkamera. Wenn man also eine DSLR gekauft hat, macht es Sinn die Kontrolle zu übernehmen und wenigstens einen Teil davon selber einzustellen.

BLENDE

Wie schon obern erwähnt ist die Blende das Fenster mit dem Vorhang. Erinnerst Du dich? Die Öffnung der Blende (auf Englisch: f-stop) wird als Zahl definiert. Und obwohl das kompliziert tönt, musst Du dir eigentlich nur folgendes merken: Je grösser die Blendenzahl, desto mehr Details vom Hintergrund sind zu erkennen.  Je kleiner die Blendenzahl, desto verschwommener der Hintergrund auf dem Foto. Hier ein Beispiel mit zwei ähnlichen Fotos.

Das erste Bild wurde mit der Blende auf 14 gemacht. Die Äste im Hintergrund sind noch zu erkennen:

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Das nächste Foto wurde mit der Blende auf 5.6 gemacht. Die Äste im Hintergrund sind sehr verschwommen:

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Du kannst also jederzeit die Blende selbst kontrollieren indem du deine Kamera auf Zeitautomatik setzt (auf Englisch: Aperture Priority Mode). Du kontrollierst die Blende und die Kamera regelt die Verschlusszeit und den Rest selbst.

Wenn Du also das nächste Mal ein Foto machen willst, überlege zuerst ob Du nur einen Teil des Fotos scharf haben möchtest und den Hintergrund unscharf (dann muss die Blendenzahl tief sein). Oder wenn Du alles sehr genau im Detail haben willst (dann muss die Blendenzahl gross sein).

VERSCHLUSSZEIT

Auch Belichtungszeit genannt. Sie ist wie eine Tür die schnell oder langsam schliesst. Was heisst das genau? Es bestimmt wie viel Licht auf den Sensor kommt. Sie wird in Sekunden gemessen, d.h. mit einer langsamen Verschlusszeit wird der Verschluss länger offen sein und schnelle Bewegungen werden auf dem Foto verschwommen sein. Bei einer schnellen Verschlusszeit, werden auch sehr schnelle Bewegungen scharf auf dem Bild erscheinen. Hier ein Beispiel, wo die Verschlusszeit auf 1/800 war:

Fussball Diego

Wenn Du also an ein Sport-Event gehst wie oben, oder den Kindergeburtstag fotografieren willst (wir wissen ja wie schnell sich Kinder bewegen können!), hast Du die Möglichkeit Deine Kamera auf Blendenautomatik setzen (auf English: Shutter Priority Mode), so dass DU die Verschlusszeit kontrollierst und die Kamera dann die Blende und den Rest selber einstellt.

Wie Du siehst, geht es bei der Verschlusszeit geht es immer um Bewegung.

SENSOR

Der Sensor ist was bei den analogen Kameras der Film war. Der Film kann sehr sensibel sein oder weniger sensibel, und dies wird mit dem ISO bemessen. ISO hast Du sicher auch schon mal gehört, denn sogar bei den einfachsten kleinsten Digitalkameras kann man den ISO selbst einstellen. Je höher der ISO, desto sensibler wird der Sensor auf Licht. Es wird mehr Licht auf den Sensor gepackt. Je tiefer der ISO, desto weniger Licht wird zusätzlich auf den Film gepackt.

Wenn Du also in einer sehr dunklen Umgebung bist, musst Du den ISO höher einstellen, was aber leider auch in mehr Körnung auf dem Foto resultiert, so wie im Beispiel hier:

2014-05-07_0001Siehst Du auf dem rechten Bild das Zoom-In wie es Körnungen hat?

Deshalb musst Du den ISO möglichst tief halten, aber genug um das richtige Licht auf den Sensor zu packen. Da kann ich nur sagen: Übung macht den Meister.

SCHLUSSWORT

Und wie war’s? Gar nicht so schlimm, oder? Jetzt wo du schon so vieles über Technik gelernt hast, geht es darum zu üben. Ich muss gestehen, dass ich zwar schon alle Teil-Automatik-Programme gut beherrsche, mich aber noch nicht sicher fühle wenn ich komplett auf Manuell einstelle. Wenn ich ein Foto nicht schnell schiessen muss, sondern mir Zeit nehmen kann, dann nehme ich sie mir auch und überlege über Blende, Verschluss und ISO. Das geht nur nicht so schnell, und wenn ich ein Model vor mir habe möchte ich sie oder ihn nicht warten lassen. Mein Ziel ist es aber eines Tages komplett in MANUAL zu fotografieren.

Andere Themen aus der Serie {Die Fotoschule} die dich interessieren könnten:

Die Perspektive

Komposition

Welche Kamera braucht ein Blogger

Wie man wundervolle Bokeh Bilder macht

 

{Spring Green}

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Die Farbe im April war grün. Grün ist ja bekanntlich die Farbe der Hoffnung. Aber grün ist auch die Grundfarbe der Natur. Es symbolisiert Frische, Harmonie und Wachstum. Wenn wir im Verkehr grün sehen, dürfen wir weiterfahren. Und überhaupt ist grün eine glückliche Farbe. Ausserdem ist grün eines der am meisten benutzten Farben für Redewendungen: Alles im grünen Bereich, Grünes Licht geben, Grün vor Neid werden, Auf keinen grünen Zweig kommen, Einen grünen Daumen haben, usw.

Und was ich bisher nicht wusste. Es ist die erholsamste Farbe für das menschliche Auge. Das stimmt wirklich! Unsere Augen müssen sich tatsächlich weniger anstrengen wenn sie die Farbe grün sehen. Ist das nicht schon fast eine wunderbare Metapher? Es war bisher auch die einfachste Farbe zum fotografieren muss ich zugestehen…weil grün im April, naja Ihr wisst schon. Ein kurzer Spaziergang im Wald, und schon hat man die SD-Karte voll mit 294858 Fotos mit der Farbe grün. Und Dank den regenreichen Tagen in letzter Zeit, gab es auch genügend Pfützen wo sich unsere Jungs herumtoben konnten.

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Grau, teurer Freund, ist alle Theorie. Und grün des Lebens goldner Baum. Johann Wolfgang von Goethe – Mephistopheles

{Das Jahr in Farben} Baby rose

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Mit einem Tag Verspätung kommt die Mai-Farbe für unsere Farbensuche im 2014. Baby Rose. Aber Achtung diese Farbe sieht unschuldig aus hat aber definitiv seine Tücken. Das Gute ist, man kann immer in die Mädchen-Abteilung von H&M gehen.

Babyrose

Wie es funktioniert könnt Ihr HIER lesen.

Falls Ihr auch Fotos mit rosa im Mai schiesst, dann würde ich sie gerne sehen! Entweder hier unten verlinken, auf Instagram mit #DasJahrinFarben taggen, oder auf Facebook verlinken.

{Die Fotoschule} Perspektive

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,

Die Fotoschule geht in eine weitere Runde! Nachdem wir schon über die Drittel-Regel gesprochen haben, geht es heute mit der „Perspektive“ weiter. Die Perspektive ist nämlich enorm wichtig. Es steht in direktem Zusammenhang mit dem Gefühl, welches das Foto vermittelt. Und das Ziel jedes guten Fotografen ist es Emotionen und Gefühle beim Betrachter zu wecken.

 

Geh runter

Das ist der erste Schritt: die Perspektive ändert sich sofort wenn man von ganz unten fotografiert. Man fühlt sich dann wie eine kleine Ameise die die Welt erkundet. Deshalb heisst diese Perspektive auch die „Ameise-Perspektive“.

 

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Deporte #lvm

 

PerspectiveFoto: Tripwolf (Flickr)

 

 

schau nach oben

Wenn man schon unten ist, kann man auch mal probieren „nach oben“ zu fotografieren. Das verstärkt das Gefühl von „klein sein“ beim Betrachter. Kleine Dinge wie z.B. Blumen sehen wie Riesen aus.  Hier ein paar Beispiele:

Floor SketcherFoto: Alexandra Instituttet (Flickr)

 

Contrast perspectiveFoto: Luke Casey (Flickr)

 

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Vogelperspektive

Von oben herunter fotografiert, sehen die Menschen (Erwachsene wie Kinder) klein und verletzlich aus. Aber auch auf Städtereisen oder in den Ferien sollte man immer versuchen irgendwo von ganz oben ein Foto machen zu können um die ganze Stadt, Dorf, oder Umgebung einzufangen.

perspective... (looking down)Foto: Bill Walker (Flickr)

 

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Day 130: Looking DownFoto: With Love Photography (Flickr)

 

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Spiel damit

Und zu gutem Schluss: die Fotografie sollte Spass machen! Und mit der Perspektive kann man spielen. Ihr habt diese Bilder sicher schon mal gesehen. Die Ferien eignen sich perfekt dazu, aber eigentlich kann man es jederzeit und überall tun, man braucht man nur ein paar Freunde und etwas Fantasie.

PerspectiveFoto: Kate Arkless Gray (Flickr)

 

MaïnaFoto: Thanh Nguyen (Flickr)

 

Perspective Plays - Salar de UyuniFoto: Sagie (Flickr)

Also, nicht in die Langeweile reinfallen und alles von der stehenden Position fotografieren. Da sieht nämlich alles gleich aus. Probiere ein bisschen herum und ändere deine Perspektive. Dafür brauchst Du keine spezielle Kamera, es geht auch mit dem Smartphone! Du wirst sehen es ist ziemlich spannend und du entdeckst ganz neue Fotos!

Hast Du auch Fotos mit lustigen oder interessanten Perspektiven gemacht? Zeige sie hier!Oder hast Du schon diese Technik benutzt und hast Tips dazu? Her damit!

Everything we hear is an opinion, not a fact. Everything is a perspective, not the truth. Marcus Aurelius

Für Männer: wie man gut auf Fotos aussieht

Es scheint dass sich Frauen oft mehr Gedanken darüber machen wie man auf Fotos gut aussehen kann. Mein Post 5 Regeln um schlänker & besser auf Fotos auszusehen war der absolute Renner letztes Jahr.

Ich erlebe oft auf Fotoshootings, dass Männer dann etwas hilflos vor der Kamera stehen weil sie keine Ahnung haben was sie jetzt tun sollen und wohin mit den Händen. Ein Männershooting kann übrigens für Fotografen auch eine Herausforderung werden. Aber keine Sorge Jungs! Hier kommt Eure Rettung. Es ist nämlich ganz einfach. Man muss nur ein paar Regeln befolgen, und wichtig wie immer: Übung macht den Meister. Also, here we go:

1. Arme verschränken

Wenn Ihr nicht wisst wohin mit den Händen, einfach Arme kreuzen. Sieht automatisch männlicher (und attraktiver) aus. Aber Achtung! Nicht strammstehen wie der Hauptmann von Köpenick, wir sind hier nicht im Militär. Schön locker bleiben und die Arme nicht vor der Brust kreuzen, sondern so tief wie möglich vor dem Bauch. Hier ein paar Beispiele:

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2. Hände in die Hosentasche

Meistens ist es ja so dass man nicht weiss wohin mit den Händen und da hilft die nächste Variante von „Hände verstecken“. Einfach in die Hosentasche. Beide Hände oder nur eine Hand, am liebsten man probiert beides aus so ist man sicher dass ein guter Shot darunter ist. SEHR WICHTIG: Bei dieser Stellung muss man das Gewicht auf ein Bein verlagern. Sonst sieht das schon zu „machomässig“ aus. Auch hier wieder NICHT ALLZU GERADE STEHEN:

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Bildschirmfoto 2014-03-23 um 13.53.30

 

3. Tipp für die Fotografen

Bei Männer wie bei Frauen gilt dasselbe. Man versucht sie möglich natürlich und spontan auf ein Foto einzufangen. Am besten kriegt man das hin wenn man die Männer irgendwie beschäftigt. Sie sollen sich den Kragen zurecht ziehen, oder den unteren Jackenknopf öffnen. Oder was auch ziemlich gut klappt ist, wenn man ihnen sagt sie sollen sich das Kinn kratzen. Und dann gilt für den Fotografen SCHNELL knipsen, damit diese spontane Bewegung eingefangen wird.

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Hast Du dich auch schon unwohl vor der Kamera gefühlt, woran lag es?

 

{Frühlingsgefühle}

Liebe Blogleser

Ich liebe den Frühling weil…

…es uns den Sommer jeden Tag etwas näher bringt. Und ich bin ein Sommerkind.
…die Tulpe meine Lieblingsblume ist. Im Frühling kann man sie ohne schlechtes Umwelt-Gewissen kaufen.
…mein junger Mann an einem Frühlingstag geboren wurde.
…ich Pastellfarben liebe.
…diese Knospen einfach etwas wunderbares sind.

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Ausserdem ist es die beste Zeit für Jump-Fotos (nicht zu kalt, nicht zu warm, einfach perfekt). Aber wir müssen noch etwas üben:

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Happy Fruehling

 Für BIWYFI von Luzia Pimpinella.

{Analoges Glück} Vitomatic II

Wir hatten einen Streit. Kurz zuvor waren wir Hand in Hand durch die Stadt geschlendert, so wie wir es immer taten wenn wir zusammen in der Stadt waren um Besorgungen zu machen. Ausserdem hatte er so schön warme Hände und ich mochte damals keine Handschuhe tragen.

Ich war zehn Jahre alt, er so um die siebzig. Mein Grossvater war bekannt für seinen schlechten Umgang mit Kritik und zu Zeiten als er noch in der Bank arbeitete war er der meistgefürchtete Chef weit und breit. Da flogen schon mal Ordner um die Luft wenn etwas nicht so klappte wie er es wollte. Und er war Stolz auf diesen Ruf. Ich hingegen kannte nur die Seite vom liebevollen Grossvater und habe vor ihm nie einen Blatt vor den Mund genommen.

Er trug im Winter immer einen Hut und wenn er Bekannte auf der Strasse sah, liess er meine Hand los um den Hut als Begrüssung zu heben. Bis er aber mit dieser Begrüssung soweit war, waren die Leute schon meist hinter uns. Das fand ich immer so lustig und fragte ihn wieso er das trotzdem tut wenn diese Leute ihn doch gar nicht mehr sehen können. Er lächelte nur und wir gingen weiter.

An diesem Tag nahmen wir eine Abkürzung durch den Bahnhofuntergang um der Kälte zu entfliehen und kamen an südamerikanische Strassenmusiker vorbei. Sie hatten lange Haare und Spielten „El Condor Pasa“ mit Gitarre und Flöten. Ich blieb stehen weil sie mich an meine andere Heimat erinnerten, doch er wollte weitergehen. Das seien alles Vagabunde, die sollen sich doch besser einen richtigen Job besorgen meinte er. Ich schaute ihn entsetzt an. Wie in aller Welt konnte er nur so etwas sagen?  DAS WAR ja ihre Arbeit, Musik machen und uns Passanten den Tag für ein paar Münzen zu vergnügen. Sie tun ja niemandem etwas Böses an. Er knurrte irgendetwas Unverständliches als Antwort und gab mir zähneknirschend die von mir geforderten Münzen um es den Musikern in ihre weit geöffneten Gitarrentaschen zu werfen.

So war das mit uns. Lieb, ehrlich und direkt.

Gestern war wie drei Mal Weihnachten und zwei Mal runden Geburtstag zusammen an einem einzigen Tag. Mein Vater hat beim Ausmisten eine alte analoge Kamera von meinem Grossvater gefunden. Eine Vitomatic II Voigtländer aus dem Jahr 1958!!!! Er könne nichts damit anfangen, aber vielleicht hätte ich eineVerwendung dafür. Ich antwortete „Ja, ich denke schon“.

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{Das Jahr in Farben} März

Liebe Blogleser,

Etwas verspätet bringe ich Euch die Monatsfarbe für den März. Ich bin ganz gespannt wie diese Farbe sein wird, nachdem der Februar mit violett anfangs recht schwierig war, und am Schluss doch noch ganz schöne Resultate brachte.

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Wie das Ganze funktioniert könnt Ihr HIER lesen. Falls Ihr auch Fotos mit hellblau im März schiesst, dann würde ich sie gerne sehen! Entweder hier unten verlinken oder auf Instagram mit #DasJahrinFarben taggen.

 

 

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